Archive for May, 2013

11_biertage_logoZum 11. Mal fanden zwischen dem 25. und dem 27. April die traditionellen Solothurner Biertage statt. Dieser Anlass bleibt weiterhin und trotz hochwillkommenen „Konkurrenz“ (siehe Liste der Bier-Festivalen auf meiner Homepage) DIE Referenz in der Schweiz.

Persönlich konnte ich dieses Jahr weiterhin mehrere erfreuliche Tendenzen feststellen.

Die Wahl der eingeladenen Brauereien zuerst. Mit 5 Newcomern (6 wenn man The Stillman’s, die aber keine Brauerei ist, dazu zählt) konnten die Organisatoren nicht nur die Auswahl der Bieren erweitern, sondern vor allem die durchschnittliche Qualität sowie die Vertretung der Regionen deutlich verbessern. Mit der Präsenz von Brauereien wie Officina della Birra, Birrificio Ticinese und Brasserie du Chauve konnte kein vernünftiger Besucher den Wegfall von Hasli-Bier und Granicum vermissen. Oder ? Jetzt aber bitte noch Fahrtwind und Knüxx loswerden …

IMG_1705[1]Die positive Entwicklung der schweizerischen Bierkultur. Einerseits bei den Konsumenten: die Zeiten der zweifelnden Mienen vor Biere, die nicht hell und klar sind, sowie der dämlichen Bemerkungen gegenüber unverstandenen Produkten, sind mehrheitlich vorbei. Aber nicht nur: viele Personen sind jetzt neugierig oder wissen bestimmt was sie wollen. Wo früher fast exklusiv Lager hell bestellt wurden, boomen jetzt IPA oder Rauchbiere. Andererseits bei den Leuten, die sich das ganze Jahr mit dem Produkt Bier beschäftigen: man diskutiert über Netzwerk, Bier-Sommelier Ausbildungen, zusammengebrauten Biere; man sucht Synergien und plant Bieranlässe. Leider gibt es noch einige Akteure, die fälschlicherweise meinen, dass die Mikrobrauereien miteinander in Konkurrenz treten. Ganz im Gegenteil profitiert jede vom Erfolg ihrer Kollegen, da die Craft-Bier-Szene dadurch dynamisiert wird. Ein konvertierter Biertrinker wird in Zukunft weniger Massenbiere konsumieren, dafür aber höchstwahrscheinlich Produkte von anderen Mikrobrauereien.

Nick Beltraminelli (Birrificio Ticinese / Bad Attitude)

Nick Beltraminelli (Birrificio Ticinese / Bad Attitude)

Die positive Entwicklung der Biervielfalt. Was einige Pioniere wie BFM, Haldemann, Officina della Birra, Rapperswil Bier Factory oder Trois Dames seit Jahren grossartig praktizieren, fangen jetzt immer mehr andere Brauereien an zu folgen – mehr oder weniger. So präsentierten zum Beispiel – wenn ich richtig gezählt habe – nicht weniger als 12 von den insgesamt 27 anwesenden Brauereien ein IPA. Dieser Bier-Stil, der in der Schweiz zuerst durch die legendäre Bäre-Bräu vor 11 Jahren und dann durch Officina della Birra, BFM und Trois Dames eingeführt wurde, wird jetzt durch unerwartete Brauereien wie Aare Bier oder Jungfrau Bräu – endlich – angeboten.

Von den circa 150 präsentierten Bieren konnte ich 42 neue finden und diese Tatsache ist ebenfalls ein Zeichen der guten Erneuerung der Palette der offerierten Produkten in der Schweiz.

Gabriel Hill (Rapperswil Bier Factory) und Jérôme Rebetez (BFM)

Gabriel Hill (Rapperswil Bier Factory) und Jérôme Rebetez (BFM)

Hier ein kleiner und unvollständiger Überblick von meinen Biertagen 2013.

Das West Coast IPA von Altes Tramdepot ist sicher ein korrektes Bier, das aber einen direkten Vergleich mit der IPA Referenz in der Schweiz, nämlich dasjenige von Trois Dames, nicht aushielt.

Sehr gute Produkte von den Luzerner von Bertbier ! Das Peterli – ein Kölsch – und vor allem das Chömifäger – ein Rauchbier – dürfen nicht verpasst werden.

Das beste Bier des Festivals war meiner Meinung nach das Bad Attitude Two Penny Uischi, ein starkes Porter in Whisky Fässern gereift. Die Tessiner von Birrificio Ticinese haben sich seit ihrem Debüt massiv verbessert und zählen heute klar zu den 10 besten Brauereien des Landes. Nicht zu verpassen war ebenfalls ihr Scrum, ein schönes Saison.

Während ich vor 2 Jahren durch die Biere von Buechibärgerbier fast vergiftet wurde, muss ich diesmal zugestehen, dass sowohl das Hopfenschuss wie auch das Weizen trinkbar waren. Man lernt also, aber der Himmel ist noch nicht ganz blau.

IMG_1696[1]Seit Ende 2012 hat The Stillman’s seine Kollaboration mit der Brauerei Haldemann (die das Rohbier für die Reifung in Whisky Fässern braute) beendet und arbeitet neu mit Fleisch & Brau. Für mich sicher eine Erklärung für den kleinen Rückschritt in der Qualität. Eine andere (bessere) Brauerei scheint aber bald an der Reihe zu sein … Noch mehr zu bedauern ist die Tatsache, dass der Bier Produzent nicht mehr auf den Flaschen erscheint. Informationen zu verstecken nur weil dies nicht verboten ist, ist definitiv eine schlechte Gewohnheit.

Das schlechteste Bier, das ich dort entdeckt habe, kam erstaunlicherweise von den normalerweise soliden Krauchthalern von Hardeggerperle: ich konnte mit ihrem geschmacklosen Chrützfluebier wenig anfangen.

Die Brauerei Jungfrau Bräu zeigte – abseits das durchschnittliche Inferno – 2 gute Biere: das Rotes und das Jungfrau Pale Ale.

Was soll ich über Knüxx sagen … Sie sind zwar besser als die hoffnungslose Fahrtwind aus Winterthur, das schon, aber sie brauen weiterhin unterdurchschnittliche Biere. Diejenigen, die das Jura Gold oder das Hopfä-Häx gern haben, dürfen sofort nicht einverstanden sein und hier einen Kommentar schreiben.

Ich bin weiterhin von Kornhausbräu überrascht und überzeugt: das Lakritz-Porter war sehr gut !

IMG_1695[1]Die Brauerei Officina della Birra, die zum letzten Mal in 2007 in Solothurn war, war ein von den grössten Highlights. Das M13, ein grosszügig gehopftes Bier das dank dem Abschuss vom gleichnamigen Braunbär geboren ist, war wunderschön. Und sowohl das 90Nove wie auch das Apocalisse durften nicht verpasst werden.

Sam’s der Bieler präsentierte ein bescheidenes Hell dafür aber ein exzellentes Amber.

Ich konnte zwei gute Biere von den Newcomern von Sunnegg (Grächen in Wallis) verkosten: das Maibock und das Stout. Hingegen wurde ich von ihrem IPA – Wildsau genannt – nicht überzeugt.

Von Trois Dames hatte ich zwei hervorragende Biere (das ist keine Überraschung): das Sweet & Sour (eine Kollaboration mit Bad Attitude) und das Bise Noire Menthe. Das neue – und umstrittene – Tentation wartet noch bei mir im Keller.

Schlussendlich UHB. Ich kann mich wohl nicht an ein enttäuschendes Bier von Ueli erinnern und es war in Solothurn nicht anders. Ein gutes IPA (Wild Horse), ein noch besseres Sour Red Ale und ein verblüffendes Cranberry Ale. Nice work !

Also nicht verpassen: die 12. Solothurner Biertage werden vom 24. bis 26.4.2014 stattfinden !

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IMG_1683[1]Avec les traditionnels “Solothurner Biertage” au programme du mois, il était couru d’avance que j’allais avoir du boulot plein les papilles gustatives ! Et ça n’a pas manqué avec un total de 92 bières dont 61 helvétiques. Il est presque inutile donc de préciser que les 13 autres pays présents au menu n’ont fait que de la figuration, puisque la République tchèque, la France et les Pays-Bas suivent à des années-lumière avec 4 représentants chacun. Mais la quantité n’est bien sûr pas tout et la Suisse a-t-elle cette fois pu marquer sa présence au niveau qualité ? Qui lira … saura.

Avant de m’attarder plus longuement dans les détails des bières suisses ainsi que du top et du flop du mois passé, je tiens à souligner un événement – malheureusement de plus en plus rare – qui me tient toujours particulièrement à coeur: l’obtention d’un nouveau pays à mon tableau de chasse. Le numéro 157 est donc devenu réalité sous la forme de la Caybrew, une bière des Îles Caïmans. Bon, ok, j’entends des voix au fond de la salle contestant le status de pays à ce territoire d’outre-mer du Royaume-Uni. Ce à quoi je répondrai comme d’habitude que 1) la définition de pays est passablement plus compliquée qu’on croit et que 2) je me base pour ce faire sur la liste de Ratebeer. Na ! Quant à la qualité de la bière, je ne peux m’empêcher de dire qu’elle était caïman pas très bonne (elle était facile, je sais), mais que malgré tout, elle ne fait pas partie des 10 bières les moins bonnes du mois. Ce qui peut quand même faire franchement un peu soucis … Mais j’y reviendrai.

Or donc, la Suisse.

IMG_1685[1]3 nouvelles brasseries ont croisé mon chemin avec – par ordre d’appréciation croissante – tout d’abord Haxli Schwändli Bräu. Cette micro bernoise située à Heiligenschwendi (celui qui acquiesce machinalement avec l’air “ouais, je vois” est ou un postier ou bien un menteur … ou peut-être un des brasseurs, mais bon …) – rive nord du lac de Thoune donc – ne m’a pas convaincu avec sa Black Ale. Mais comme ils offrent un bon nombre de bières de styles intéressants, j’espère les rencontrer bientôt à nouveau. On monte d’un cran avec les Valaisans de Sunnegg (Grächen) qui étaient présents à Soleure: leur Maibock ainsi que leur Stout sont de bonnes bières; leur Wildsau par contre – une IPA – doit encore être améliorée. Et finalement une excellente surprise avec Doppelleu Brauwerkstatt (Winterthur) qui offrent de bonnes (Chopfab Amber et Chopfab Hell) à très bonne bières (Chopfab Trüeb) dans des genres inattendus (California Pale Ale, Australian Golden Ale, Belgian Wit, …) de la part d’une brasserie nouvelle et ambitieuse. Une brasserie à suivre donc de très près !

Impossible pour moi de passer en revue les 54 autres bières suisses restantes, mais je vous signale en passant que j’en détaillerai un bon nombre lors d’un très prochain article sur les récents Solothurner Biertage. En attendant, voici en vrac une liste de très bonnes bières suisses du mois passé trouvées ailleurs qu’à Soleure:

  • la Bockbier de Wabräu, une brasserie de la banlieue bernoise qui mérite décidément le détour.Logo_Straettligen_Bier
  • la Summit IPA – une solide bière titrant à 7% – des incontournables Sudwerk.
  • une série impressionnante et variée de bières des thounois de Strättligen: Wässeriflue (IPA), Chlummerehölzli (Saison), Pacifique Pale Ale (American Pale Ale), St. Andrews (Scotch Ale) et surtout la Brambödeli (une Wheat IPA) qui échoue de peu au pied de mon podium du mois.
  • la Storm&Anchor Black Beard, une Double IPA brune et fumée, excellente certes, mais qui n’est en fait que le prélude d’une tempête – c’est le cas de le dire – ou plutôt d’un tsunami qui va déferler sur le podium du mois. Ça vient tout de suite, après la pub …

Avant de parler du paradis, attardons-nous brièvement sur l’enfer, car, comme vous devez le savoir, même si une nouvelle bière reste pour un chasseur de bière … et bien une nouvelle bière, quand celle-ci est mauvaise, cela s’apparente un peu à une traversée du domaine de Belzébuth les pieds nus.

IMG_1691[1]Et le moins que l’on puisse dire, c’est que je me suis effectivement brûlé les pieds le mois passé ! La faute, à moi bien sûr – et c’est bien fait dirons les mauvaises langues – mais surtout à une petite virée en France voisine. Sérieusement: vous avez déjà fait attention à la qualité des bières présentées dans un supermarché Casino ou Trois Mousquetaires ? Franchement, ça fait peur … Entre les lagers surchargées pour alcooliques genre Atlas Intens, Dagsbier Forte ou Brauperle Super Strong et les mixtures à la Tequila pour ados attardés (Desperados Fuego, Fischer Merida, Kingsbräu Tekiros), les occasions de tourner de l’œil n’ont pas manqué ! Quel sens du sacrifice que le mien … Bref, au plus profond du côté obscur, ce sont les Lituaniens d’Utenos avec leur innommable Tuborg Skøll – de la Tuborg mélangée à de la Vodka, imaginez-vous – qui imposent leur loi devant la Tekiros précitée (brassée chez Saint-Omer) et la consternante Karlsberg Blonde Pur Malt. Et oui: je confirme, j’ai acheté ce trio d’artistes en France. Encore heureux que j’aie évité les taxes douanières …

IMG_1698[1]Refermons cette parenthèse douloureuse mais néanmoins nécessaire (il ne faudrait quand même pas qu’un historien du 38ème siècle se penchant sur les us et coutumes de notre époque en déduise fallacieusement qu’on se fendait la gueule avec chaque bière, non mais !). Bon, quoi d’autre ? Ah oui ! Tout d’abord un joli tir groupé de la brasserie tchèque Purkmistr (Plzen) avec 4 bières (Polotmavý, Světlý, Tmavý Ležák et Písař Pšeničné Kvasnicovéaux qualités indéniables. Puis l’inévitable De Molen bien sûr avec la Spik & Span, une savoureuse Golden Ale pouvant presque prétendre être une IPA. Une bière fort rare ensuite, produite en Norvège chez Nøgne Ø, envoyée par bateau dans des fûts à whisky en Australie pour être finalement embouteillée chez Bridge Road et ramenée depuis ces terres lointaines par les fameux “twin-tickers” Thomas et Philipp: l’Aurora Borealis, une Quadrupel forte et complexe affichant fièrement 14.9% d’alcool. Et finalement la seule (!) bière non-Suisse à être parvenue à se faire une place dans le top 10 du mois: l’excellente Mikkeller Grand Theft Orange des Danois d’Amager, une bière originale et complexe vieillie en fûts de Grand Marnier.

Ceci nous mène donc au fameux tsunami … En effet, si la domination helvétique au niveau de la quantité (un classique) mais aussi de la qualité (ça par contre, c’est beaucoup plus rare) a été écrasante, que dire de la brasserie qui a mis tout le monde d’accord sur le podium ? Vous l’avez sans IMG_1669[1]doute déjà deviné, il s’agit bien sûr de l’extraordinaire Storm&Anchor !

La Ryepa – une IPA brassée avec une portion de seigle, le jeu de mot ne vous aura pas échappé – allie précision et caractère de manière fascinante, l’âpreté du seigle apportant une dimension supplémentaire fort intéressante. La deuxième place revient à la très exclusive Sailor Grave Oaked, une version “barrel aged” de l’original où les notes boisées complètent de manière envoûtante les arômes de vanille, sirop d’érable et chocolat. Pour terminer, c’est la Oat – une Stout à l’avoine – qui l’emporte, un véritable délice de noisette et de café combiné à une solide présence de houblons et 7.1% d’alcool.

Franchement, vous avez encore des doutes sur la qualité des bières suisses après tout cela ?

cheers !