Archive for April, 2015

jamesbraeuWie im letzten Artikel versprochen, möchte ich detaillierter auf die 103 neuen Schweizer Biere, die ich im März verkostet habe, zurückkommen. Meine Bewertungen können über die Links – die nach den Brauereien-Seiten auf Ratebeer.com führen – nachgesehen werden.

Kanton Aargau

feldNur 3 Biere hier, was eigentlich wenig ist für einen Kanton, der hinter Bern und Zürich die 3. grösste Anzahl von Brauereien mit 55 vorzeigt. Und Biere aus sehr unterschiedlichen Brauereien, von JamesBRÄU (5 Hektoliter) und ihr Coffee Stout bis Feldschlösschen (circa 1,5 Mio. hl) und ihr “Innovation des Jahres” Braufrisch über Lägere Bräu (1’800 hl) und ihr Whiskey Porter. Dass meine Vorliebe genau nach Anzahl Hektoliter umgekehrt sortiert ist, ist selbstverständlich purer Zufall. Oder ?

Kanton Appenzell

Die ambitionierte und erfolgreiche Brauerei Locher (160’000 hl und bald mehr als 200’000) konnte mich mit ihrem Glühbier überhaupt nicht überzeugen. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich so was kaum trinken kann, egal welche Brauerei das produziert.

Kanton Bern

braubarGanz logisch, dass Bern mit 27 neuen Bieren quantitativ dominiert hat: nicht nur wohne ich hier aber vor allem hat dieser Kanton mit 94 eindeutig am meisten Brauereien von allen.

Während Aare Bier mit ihrem Dunkel ihre Biervielfalt-Allergie weiterhin bestätigt, sieht es bei den anderen ganz anders aus und sogar Hasli-Bier – die ihren ungeschickt gewählten Name ganz gerne verschwinden lassen würde – zeigt mit ihrer neuen Marke “49er” endlich ein bisschen was (Imperial Stout, Red Ale und Draft Beer).

Bei Barbière konnte ich 5 neue Biere entdecken. Das IPA Equinox, das Ali und das Mosart sind wirklich empfehlenswert. Und die anderen sind nicht weit hinten.

Dass Blackwell bei mir nicht automatisch einen Volltreffer bedeutet, zeigte das merkwürdige (aber nicht nur) Tannenbaum Effect 2.0 Brown Spruce IPA. Aber sowohl das Huell Melon T’Artagnan Berliner Weisse wie auch vor allem das Shishiga Universal Stout (Platz 2 des Monates) konnten den Eindruck meisterlich wiederherstellen. Wohlgemerkt: es sind 14,2% Alkohol Unterschied zwischen diesen 2 Bieren …

BRAUBAR macht gute Sachen, sehr gute sogar ! Das Hop Burst und das Later Red waren die Highlights unter den 4 neuen Bieren, die ich trinken konnte.

bryggerolRoger Brügger, der erste Schweizermeister der Bier-Sommeliers , steigt dank seinen exzellenten American IPA Nelson S. und I Bleed Black in meinem Ranking der Schweizer Brauereien weiter auf: Brygger Øl wird es wohl bald in der Top 20 schaffen und es könnte wohl weitergehen.

Immer gut, präzis und interessant: Burg Braui und das Mentha.

Nicht weit von meinem Wohnort entfernt, Patrick Domenig von Chicco-Bräu (Nidau) zeigt sein Können von Anfang an: Hoppy Pale Ale, Nelson lager und Nelson Weizen.

chiccoSein Pale Ale sorgte scheinbar für diverse Reaktionen, war für mich aber ok: Danidrinks.

Eine weitere neue Brauerei aus meiner Region ist la Courtysane (Courtelary). Ich hatte bis jetzt nur ein Bier, das überdurchschnittliche Teresina und freue mich schon auf weitere Sorten.

Drei neue Biere von mein Emmental (ä Böbu, ä Düderler und ä Röbu) konnten die Enttäuschung von letzten Mal teilweise korrigieren, ohne jedoch eine grosse Überzeugung bei mir zu bewirken.

Kanton Graubünden

surselvaDie Brauerei Engadiner Bier überzeugt mit Morteratsch Bier und Pöstli Bräu nach wie vor. Dies ist weniger der Fall bei Surselva Bräu: die 2 Biere, die sie für das Benediktiner Kloster Disentis brauen – St. Placi Goldhelles Spezial und Weizenbier – sind ungenügend bis durchschnittlich.

Kanton Jura

Von vielen vergöttert und ebenfalls von vielen unverstanden, da ist sie: l’Abbaye de Saint Bon-Chien in seiner Grand Cru Version 2014 (Frenchy Sparkling Wine) von BFM natürlich. Da dieses Bier den ersten Platz des Monates belegt, ist wohl klar in welcher Kategorie ich mich befinde.

Kanton Luzern

Hier konnte sich Goliath-Eichhof – mit seinem erstaunlich gut gelungenen Kulturbräu – gegen David-Sankt-Maria – und sein betrübliches No7 Weizen Dunkel (NB schlechtes Bier des Monates) – klar durchsetzen.

Kanton Sankt-Gallen

kornhausEin korrektes Bier von Kornhausbräu (der Herbst) und ein ebenfalls korrektes Bier von Sonnenbräu (Annett’s Büezer). Schlechtes Wetter hingegen bei Stadtbühl mit dem miserablen Zwickel und dem noch schlimmeren Minimal. Hilfe …

Wie man es richtig macht, zeigt die Brauerei Sennbräu mit 5 guten bis sehr guten Bieren wie das Farmhouse Ale und das Landbier.

Kanton Thurgau

barfussEine neue und ziemlich gute Brauerei zuerst mit Barfuss (Black Monkey, Secret Service und Sleeping Bear) und dann eine neue (wobei nur für mich, da diese seit 2005 gibt) und ziemlich schlechte Brauerei mit Element (Feuerkelch, Kloster und Pils). Stolz sein, nach Reinheitsgebot zu brauen, genügt wohl nicht …

Ein sicherer Wert in diesem Kanton bleibt weiterhin das Brauhaus Sternen mit seinem Rauchbier.

Kanton Tessin

rudbirHier konnte ich ebenfalls 2 neue Brauereien entdecken, beide recht gut !

Bei Birra Schmid haben mich sowohl das Coast Ale wie auch das Dry Stout überzeugt. Bei Rud Bir war es mit dem Imperial und dem Stellare sogar noch besser.

Von Bad Attitude (Birrificio Ticinese) konnte ich das sehr gute Strange Love wie auch das anständige Grauvogel verkosten.

Kanton Waadt

tempsDieser Kanton zeigte eine starke Präsenz mit nicht weniger als 15 neuen Bieren und vor allem 4 neuen Brauereien ! Fangen wir mit diesen an:

  • die Brasserie du Temps ist viel versprechend mit Bieren wie vor allem Tempérance und Boule à Neige.
  • gut ebenfalls die Brasserie la Drêche mit seinem Kürbis-Bier Ale’Oween (und es braucht schon was, damit ein solches Bier mich anspricht)
  • interessant und gut gemacht war das Car Rouge von Echec & Malt
  • hingegen war das Bjer von Concorde ein Versager

nebuleuseDa wir gerade bei den Enttäuschungen sind, fahren wir gerade weiter:

Dann, bessere Produkte mit dem Bière Rousse au Gingembre von Cathélaz, Caribou von la Nébuleuse, Grand Cru 2013 von les Faiseurs de Bière (eine jetzt leider geschlossene Pionier-Brauerei) und vor allem Tropicale IPA von Trois Dames.

Kanton Wallis

tardivWenn ich an diesen Kanton denke, kommen mir zuerst 2 Sachen in den Sinn: zu viele bescheidene bis sogar schlechte Brauereien einerseits und die vermutlich innovativste Brauerei der Schweiz andererseits (doch, doch, es gibt schon was inzwischen)

Als Vertreter der erste Kategorie traf ich das arme Bonnefille la Rousse von Tardiv, während mich nicht weniger als 8 neue Biere von Brasserie des 5 Quatre Mille mehr als glücklich gemacht haben (die besten waren Mosaic is Back, 3xC Porter und Session IPA).

Kanton Zürich

Nicht wirklich begeistert hat mich die Entdeckung der Brauerei Aathaler-Bräu. Die 5 Biere, die ich erhalten konnte, schwankten zwischen leicht überdurchschnittlich (Black Bull Irish Stout und Ginger Ale) und schlecht (Pale Ale). Verbesserungspotential ist klar vorhanden.

wehntalVon der 2. für mich neuen Brauerei des Kantons, Braumanufaktur Sunneberg, hatte ich nur ein Bier: Red Ale. Es war aber gut und ich hoffe schwer, bald neue Sorten finden zu können.

Vier neue Biere aus Bierzunft Wehntal haben meinen sehr mässigen Ersteindruck – der 3 jährig war – meisterlich verbessert ! Biere wie Ekaterina, DIPA oder Brown Ale sind einfach exzellent.

Gut ebenfalls war das Imperial IPA von Doppelleu und noch besser das neue Storm&Anchor IPA.

turbinenEine Stufe tiefer, jedoch weiterhin ok, findet man Turbinen-Bräu und sein Cortina sowie UG Bräu (UG-Maibock und UG-Sauer Alt).

Wie immer ganz stark war die zweitbeste Brauerei im Kanton – Gutknecht’s Hammer-Bier – mit Choco-Chili-Porter, Rhubarby Doppelbock und XXl IPA.

cheers !

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BrewDog Watt Dickie, petit mais costaud: 35% !

Les deux derniers mois se sont déroulés de manière bien différentes avec d’un côté février et un rythme pépère (60 nouvelles bières) et de l’autre mars avec une cadence plus soutenue (124). Ce dernier constitue d’ailleurs le 2ème mois en l’espace de moins d’une année lors duquel j’ai épinglé plus de 100 nouvelles bières helvétiques (oui, je sais, c’est beaucoup …). Celles-ci feront l’objet d’un article séparé.

Si les USA ont marqué février de manière quantitative avec 15 représentantes (contre 11 pour la Suisse et 9 pour la Belgique), la Suisse a bien évidemment pulvérisé la concurrence dans ce domaine 1 mois plus tard avec 103 (!) laissant les USA très loin derrière avec 10. Pas de nouveaux pays durant cette période, mais je vous promets de me rattraper d’ici peu.

Bien qu’ayant réussi à découvrir des bières en provenance de 13 nouvelles brasseries suisses (comme noté ci-dessus, les détails suivront dans un prochain article), je ne suis même pas parvenu à assurer la couverture minimale que je me suis fixée comme objectif (50%), puisque que le nombre de nouvelles brasseries ouvertes depuis le début 2015 s’élève déjà à 28 …

Three Floyds In the Name of Suffering

Three Floyds In the Name of Suffering

Parmi les bières helvétiques du mois de février, c’est la Old H de Bier Factory Rapperswil qui m’a fait la plus grande impression. Suivie de la 523 Winterbliss et de la Stillman’s Sinn Féin (probablement toujours brassée chez Fleisch & Brau, mais comment en être sûr vu le niveau de transparence zéro adopté par le brasseur client …). D’autres bonnes bières également avec surtout les Bernois de Barbière (Jamilla et HoppYBoys) et les Grisons d’Engadiner Bier avec leur Eisbock. Moins convaincantes ont été la l’Honolulubock d’Öufi (pourtant plutôt doué dans le style) et surtout la Storm&Anchor Double Brown, salement infectée (oui, ça arrive aux meilleurs …). Cette dernière a toutefois évité de terminer pire bière du mois. sauvée par la Debowe Mocne des Polonais de Kompania Piwowarska. La 3ème place depuis le fond revenant à Feldschlösschen (non, les autres, ceux de Dresde) avec leur Coschützer Pils.

Parmi les autres bières, il me faut ouvrir une petite parenthèse concernant la Watt Dickie des Écossais de BrewDog, non pas pour parler de ses qualités mais parce qu’elle est – avec 35% – la 2ème bière la plus forte que j’ai jamais consommée (à égalité avec la Revelation Cat Freeze the Penguin et derrière la BrewDog Sink the Bismarck). Vous trouverez plus d’informations sur ma page des statistiques.

Rencontre improbable: Birrificio Italiano et Jester entourent la Brasserie de la Concorde

Rencontre improbable: Birrificio Italiano et Jester entourent la Brasserie de la Concorde

On retourne le classement et on parle maintenant des meilleures bières de février. On y trouve tout d’abord les Canadiens du Trou du Diable avec leur Buteuse, puis deux bières étasuniennes: In the Name of Suffering (de Three Floyds, une brasserie dont les produits sont malheureusement difficiles à dénicher sous nos contrés) et Prairie Artisan Ales Fred’s Blend. La Belgique n’est pas en reste avec la Mikkeller Spontanmandarin (De Proef, what else ?) et surtout la 3ème place du mois obtenue par la Houppe de la brasserie l’Échasse (brassée en fait à la brasserie Anders; non: les Belges ne sont pas les derniers quand il s’agit de gypsy brewing). Mais c’est finalement l’Italie qui a frappé le plus fort lors de ce mois de février avec la Spaghetti Western Grappa Barrel (Brewfist, 2ème) et la Luna Rossa (Birrificio del Ducato – qui reste encore et toujours ma brasserie italienne préférée – assez clairement 1ère). Cette dernière n’est à manquer en aucun cas si vous aimez les bières acides !

Je ne parlerai que brièvement du mois de mars. Parmi les 21 bières non-helvétiques, il faut relevé la présence rare de deux bières chiliennes ma foi fort bonnes: Rothhammer Brutal Hops IPA (Handwerk Brewers) et Luptopia West Coast Imperial IPA (Jester). Oui, ça bouge aussi au Chili ! Puis de quelques bijoux venus des USA:

Venue d'Alaska et très convoitée: Midnight Sun Berserker.

Venue d’Alaska et très convoitée: Midnight Sun Berserker.

<sponsoring>mise à part la Berserker, vous pouvez trouver les 4 autres bières chez Erzbierschof</sponsoring> Et, non: contrairement à une rumeur parvenue jusqu’à mes oreilles, je ne suis pas payé pour mettre de bonnes critiques 😛

Un mot encore toutefois pour vous dévoiler le nom de la bière du mois de mars: il s’agit de la BFM Abbaye de Saint Bon-Chien Grand Cru 2014 (Frenchy Sparkling Wine). Une beauté qui dément mes croyances dans le fait que la “Saint Bonche” ne pouvait être vraiment géniale que dans des fûts de vins rouges. Mais après tout: les croyances sont faites pour être démolies.

cheers !