Posts Tagged ‘Aare Bier’

jamesbraeuWie im letzten Artikel versprochen, möchte ich detaillierter auf die 103 neuen Schweizer Biere, die ich im März verkostet habe, zurückkommen. Meine Bewertungen können über die Links – die nach den Brauereien-Seiten auf Ratebeer.com führen – nachgesehen werden.

Kanton Aargau

feldNur 3 Biere hier, was eigentlich wenig ist für einen Kanton, der hinter Bern und Zürich die 3. grösste Anzahl von Brauereien mit 55 vorzeigt. Und Biere aus sehr unterschiedlichen Brauereien, von JamesBRÄU (5 Hektoliter) und ihr Coffee Stout bis Feldschlösschen (circa 1,5 Mio. hl) und ihr “Innovation des Jahres” Braufrisch über Lägere Bräu (1’800 hl) und ihr Whiskey Porter. Dass meine Vorliebe genau nach Anzahl Hektoliter umgekehrt sortiert ist, ist selbstverständlich purer Zufall. Oder ?

Kanton Appenzell

Die ambitionierte und erfolgreiche Brauerei Locher (160’000 hl und bald mehr als 200’000) konnte mich mit ihrem Glühbier überhaupt nicht überzeugen. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich so was kaum trinken kann, egal welche Brauerei das produziert.

Kanton Bern

braubarGanz logisch, dass Bern mit 27 neuen Bieren quantitativ dominiert hat: nicht nur wohne ich hier aber vor allem hat dieser Kanton mit 94 eindeutig am meisten Brauereien von allen.

Während Aare Bier mit ihrem Dunkel ihre Biervielfalt-Allergie weiterhin bestätigt, sieht es bei den anderen ganz anders aus und sogar Hasli-Bier – die ihren ungeschickt gewählten Name ganz gerne verschwinden lassen würde – zeigt mit ihrer neuen Marke “49er” endlich ein bisschen was (Imperial Stout, Red Ale und Draft Beer).

Bei Barbière konnte ich 5 neue Biere entdecken. Das IPA Equinox, das Ali und das Mosart sind wirklich empfehlenswert. Und die anderen sind nicht weit hinten.

Dass Blackwell bei mir nicht automatisch einen Volltreffer bedeutet, zeigte das merkwürdige (aber nicht nur) Tannenbaum Effect 2.0 Brown Spruce IPA. Aber sowohl das Huell Melon T’Artagnan Berliner Weisse wie auch vor allem das Shishiga Universal Stout (Platz 2 des Monates) konnten den Eindruck meisterlich wiederherstellen. Wohlgemerkt: es sind 14,2% Alkohol Unterschied zwischen diesen 2 Bieren …

BRAUBAR macht gute Sachen, sehr gute sogar ! Das Hop Burst und das Later Red waren die Highlights unter den 4 neuen Bieren, die ich trinken konnte.

bryggerolRoger Brügger, der erste Schweizermeister der Bier-Sommeliers , steigt dank seinen exzellenten American IPA Nelson S. und I Bleed Black in meinem Ranking der Schweizer Brauereien weiter auf: Brygger Øl wird es wohl bald in der Top 20 schaffen und es könnte wohl weitergehen.

Immer gut, präzis und interessant: Burg Braui und das Mentha.

Nicht weit von meinem Wohnort entfernt, Patrick Domenig von Chicco-Bräu (Nidau) zeigt sein Können von Anfang an: Hoppy Pale Ale, Nelson lager und Nelson Weizen.

chiccoSein Pale Ale sorgte scheinbar für diverse Reaktionen, war für mich aber ok: Danidrinks.

Eine weitere neue Brauerei aus meiner Region ist la Courtysane (Courtelary). Ich hatte bis jetzt nur ein Bier, das überdurchschnittliche Teresina und freue mich schon auf weitere Sorten.

Drei neue Biere von mein Emmental (ä Böbu, ä Düderler und ä Röbu) konnten die Enttäuschung von letzten Mal teilweise korrigieren, ohne jedoch eine grosse Überzeugung bei mir zu bewirken.

Kanton Graubünden

surselvaDie Brauerei Engadiner Bier überzeugt mit Morteratsch Bier und Pöstli Bräu nach wie vor. Dies ist weniger der Fall bei Surselva Bräu: die 2 Biere, die sie für das Benediktiner Kloster Disentis brauen – St. Placi Goldhelles Spezial und Weizenbier – sind ungenügend bis durchschnittlich.

Kanton Jura

Von vielen vergöttert und ebenfalls von vielen unverstanden, da ist sie: l’Abbaye de Saint Bon-Chien in seiner Grand Cru Version 2014 (Frenchy Sparkling Wine) von BFM natürlich. Da dieses Bier den ersten Platz des Monates belegt, ist wohl klar in welcher Kategorie ich mich befinde.

Kanton Luzern

Hier konnte sich Goliath-Eichhof – mit seinem erstaunlich gut gelungenen Kulturbräu – gegen David-Sankt-Maria – und sein betrübliches No7 Weizen Dunkel (NB schlechtes Bier des Monates) – klar durchsetzen.

Kanton Sankt-Gallen

kornhausEin korrektes Bier von Kornhausbräu (der Herbst) und ein ebenfalls korrektes Bier von Sonnenbräu (Annett’s Büezer). Schlechtes Wetter hingegen bei Stadtbühl mit dem miserablen Zwickel und dem noch schlimmeren Minimal. Hilfe …

Wie man es richtig macht, zeigt die Brauerei Sennbräu mit 5 guten bis sehr guten Bieren wie das Farmhouse Ale und das Landbier.

Kanton Thurgau

barfussEine neue und ziemlich gute Brauerei zuerst mit Barfuss (Black Monkey, Secret Service und Sleeping Bear) und dann eine neue (wobei nur für mich, da diese seit 2005 gibt) und ziemlich schlechte Brauerei mit Element (Feuerkelch, Kloster und Pils). Stolz sein, nach Reinheitsgebot zu brauen, genügt wohl nicht …

Ein sicherer Wert in diesem Kanton bleibt weiterhin das Brauhaus Sternen mit seinem Rauchbier.

Kanton Tessin

rudbirHier konnte ich ebenfalls 2 neue Brauereien entdecken, beide recht gut !

Bei Birra Schmid haben mich sowohl das Coast Ale wie auch das Dry Stout überzeugt. Bei Rud Bir war es mit dem Imperial und dem Stellare sogar noch besser.

Von Bad Attitude (Birrificio Ticinese) konnte ich das sehr gute Strange Love wie auch das anständige Grauvogel verkosten.

Kanton Waadt

tempsDieser Kanton zeigte eine starke Präsenz mit nicht weniger als 15 neuen Bieren und vor allem 4 neuen Brauereien ! Fangen wir mit diesen an:

  • die Brasserie du Temps ist viel versprechend mit Bieren wie vor allem Tempérance und Boule à Neige.
  • gut ebenfalls die Brasserie la Drêche mit seinem Kürbis-Bier Ale’Oween (und es braucht schon was, damit ein solches Bier mich anspricht)
  • interessant und gut gemacht war das Car Rouge von Echec & Malt
  • hingegen war das Bjer von Concorde ein Versager

nebuleuseDa wir gerade bei den Enttäuschungen sind, fahren wir gerade weiter:

Dann, bessere Produkte mit dem Bière Rousse au Gingembre von Cathélaz, Caribou von la Nébuleuse, Grand Cru 2013 von les Faiseurs de Bière (eine jetzt leider geschlossene Pionier-Brauerei) und vor allem Tropicale IPA von Trois Dames.

Kanton Wallis

tardivWenn ich an diesen Kanton denke, kommen mir zuerst 2 Sachen in den Sinn: zu viele bescheidene bis sogar schlechte Brauereien einerseits und die vermutlich innovativste Brauerei der Schweiz andererseits (doch, doch, es gibt schon was inzwischen)

Als Vertreter der erste Kategorie traf ich das arme Bonnefille la Rousse von Tardiv, während mich nicht weniger als 8 neue Biere von Brasserie des 5 Quatre Mille mehr als glücklich gemacht haben (die besten waren Mosaic is Back, 3xC Porter und Session IPA).

Kanton Zürich

Nicht wirklich begeistert hat mich die Entdeckung der Brauerei Aathaler-Bräu. Die 5 Biere, die ich erhalten konnte, schwankten zwischen leicht überdurchschnittlich (Black Bull Irish Stout und Ginger Ale) und schlecht (Pale Ale). Verbesserungspotential ist klar vorhanden.

wehntalVon der 2. für mich neuen Brauerei des Kantons, Braumanufaktur Sunneberg, hatte ich nur ein Bier: Red Ale. Es war aber gut und ich hoffe schwer, bald neue Sorten finden zu können.

Vier neue Biere aus Bierzunft Wehntal haben meinen sehr mässigen Ersteindruck – der 3 jährig war – meisterlich verbessert ! Biere wie Ekaterina, DIPA oder Brown Ale sind einfach exzellent.

Gut ebenfalls war das Imperial IPA von Doppelleu und noch besser das neue Storm&Anchor IPA.

turbinenEine Stufe tiefer, jedoch weiterhin ok, findet man Turbinen-Bräu und sein Cortina sowie UG Bräu (UG-Maibock und UG-Sauer Alt).

Wie immer ganz stark war die zweitbeste Brauerei im Kanton – Gutknecht’s Hammer-Bier – mit Choco-Chili-Porter, Rhubarby Doppelbock und XXl IPA.

cheers !

Es ist soweit: die Zahlen des Schweizer Biermarkts wurden gerade veröffentlicht (das Pressecommuniqué ist hier nachzulesen).

Ohne Überraschung ging die Mehrheit der Zunahme vom gesamten Biermarkt (63’200 Hektoliter) zugunsten der Bierimporte (51’536). Diese bauen also ihren Markanteil weiter auf 26.8% auf. Obwohl das Wachstum im Vergleich auf das vom letzten Jahr mässig auffällt, kann ich die Meinung von Marcel Kreber – Direktor Schweizer Brauerei-Verband – keinesfalls teilen, wenn er diesbezüglich sagt “Es scheint, dass eine Abflachung der Entwicklung eingesetzt hat.” Die folgende Grafik, die die Entwicklung der Bierimporte und des Inlandausstosses darstellt, zeigt dass die Sorgen des Brauerei-Verbands betreffend Zunahme der Importe bei weitem nicht vorbei ist:

graph-prod-import

Jedoch sieht es so aus, als ob ausnahmsweise das sympatische Duopol Carlsberg/Heineken wenig Verlust (ich rede natürlich über Hektoliter) hinnehmen mussten. Unter den Brauereien, die in 2014 weniger produzieren als das Jahr zuvor, können noch Schützengarten und Rugenbräu mit je 2’000 hl Verlust erwähnt werden. Bei den “Siegern” findet man sehr viele Brauereien wie zum Beispiel Felsenau (+10%), Doppelleu (mit +200% auf 15’000 hl), Burgdorfer (+12%) und Aare Bier (+11%).

Der Schweizer Biermark 2014 sieht also folgendermassen aus:

biermarkt2014

Für 2015 sind die folgenden Entwicklungen erwartet:

  • Ramseier, die zurzeit grösste unabhängige Brauerei der Schweiz, hat 4 Millionen in einer neuen Dosenabfüllanlage investiert (seit Juni 2014 im Betrieb). Ziel damit ist unter anderen, die in Deutschland gebrauten Landi Farmer Dosenbieren im Hochdorf produzieren zu können. Falls alles klappt und mit einer Kapazität von 28’000 Dosen pro Stunde, steht ein schönes Wachstum in Sicht.
  • Ebenfalls tut sich bei der Brauerei Locher was: sie wird – vermutlich noch in 2014 – mehrere neue Lagertanks an einem neuen Standort am Nordeingang von Appenzell in Betrieb nehmen. Die Kapazitätsgrenze von 160’000 Hektoliter am alten Standort gehört also bald der Vergangenheit an und man rechnet bald mit einer Produktion von über 250’000 Hektoliter. Der Kampf um den Titel der grössten unabhängigen Brauerei der Schweiz wird also spannend …
  • Als wichtiger Akteur der Schweizer Bierszene profiliert sich Doppelleu nach erst 3 Jahren (!) immer mehr. Sie baut ihre Brauerei für 5 Millionen Franken aus und soll ab nächstem Jahr bis zu 35’000 Hektoliter produzieren.

 

cheers!

 

bb_ab_bLe dernier mois de l’année est devenu traditionnellement – mais involontairement – pour moi synonyme de relâchement concernant le nombre de bières dégustées. Les raisons en sont diverses et pas toujours objectives: lassitude, fêtes de fin d’année et leurs lot d’apéros, rhume et refroidissement récurrent à cette période … bref. Quoi qu’il en soit, je me suis contenté de 52 nouvelles bières en provenance de 13 pays différents. Mais j’ai toutefois gardé un oeil attentif sur le compteur annuel afin d’être sûr de dépasser – pour la première fois ! – les 1’000 bières nouvelles en une année (faut pas déconner non plus ;-)). Je reviendrai sur cela et sur bien d’autres choses dans mon prochain article d’ici la fin du mois.

Restons pour l’instant sur ce mois de décembre 2013, un mois qui aura été dominé par les USA. Tout d’abord au nombre de bières avec 22 représentants – loin devant la Suisse (11) et la Belgique (4) – puis au niveau du podium avec les deux premières places (je garde cela bien sûr pour la fin). Deux pays assez rares sont à noter: les Îles Féroé avec la très mauvaise Classic de la brasserie Föroya Bjór et le Japon (qui cache semble-t-il de nombreux trésors brassicoles malheureusement fort peu diffusés hors du pays) avec trois bières très intéressantes de la brasserie Baird. La Angry Boy Brown Ale et la Teikoku IPA sont fort respectables, tandis que la Rising Sun Pale Ale est tout de même un peu en deçà. logo_braukulturConstatation intéressante: toutes les bières de cette brasserie sont caractérisées par leur goût (plus ou moins marqué) d’umami. Pour ceux d’entre vous qui ne connaissent pas ou peu ce 5ème goût au nom d’origine japonaise (on n’en sort pas), l’ami Wikipedia répondra à toutes vos questions.

Venons-en maintenant aux bières helvétiques parmi lesquelles j’ai pu découvrir les produits de deux nouvelles brasseries. Les Schaffhousois de Burggütli-Bräu ne m’ont de loin pas convaincu avec leur §111 Festbier Amber Naturtrüb: trop doux avec des notes de sucre candi, de confiture de fruit, trop gazéifié et légèrement aigre. Un résultat qu’on ne peut même pas excuser sous prétexte d’un manque d’expérience, puisque cette brasserie a été ouverte en 2002. En résumé: ne cherchez pas la pire bière du mois: nous venons d’en parler …

hueslerbraeuLa seconde brasserie n’est en fait pas tout à fait nouvelle pour moi puisqu’il s’agit de la brasserie Uster. Mais laquelle me direz-vous ? En effet, la situation dans cette ville de plus de 30’000 habitants est – ou tout du moins a été – assez confuse. Trente années après la fermeture de l’ancienne Brauerei Uster, deux brasseries ont vu le jour en 2007: Hüslerbräu (numéro de registre 242) et Hofmolkerei Birkenhof (numéro 286), toutes les deux avec des productions anecdotiques de moins de 50 hectolitres annuels. Hüslerbräu a assez rapidement modifié son nom en Brauerei Uster (registre du commerce, janvier 2009). Début 2008 apparaît alors Braukultur AG, une entreprise affichant d’entrée l’ambition de produire quelques milliers d’hectolitres. Pour arriver rapidement – et sans trop de frais – à leur fin, ils font brasser leurs marques (Goldküstenbräu et Oberländerbräu, dont l’histoire de la première nommée mériterait un article à elle seule) par les Bernois d’Aare Bier, dont la surcapacité initiale en fait le “contract brewer” par excellence. Les bières sont alors vendues comme produit local, alors que ce sont en fait les produits existants d’Aare Bier avec d’autres étiquettes. En avril 2009, Brauerei Uster et Braukultur AG font un joint venture aboutissant sur la production (par Aare Bier bien sûr) de l’Usterbräu Export. une bière qui – si l’on en croit les rumeurs – consistait en un mélange de la Bier-Bienne 1 et d’une bière de la gamme Aare Bier. Une méthode tranquille pour créer de nouvelles recettes … IMG_2263[1]Bref, qu’en est-il actuellement ? Hofmolkerei Birkenhof, bien que toujours enregistrée comme brasserie, pourrait fort bien avoir posé les plaques (une homepage qui ne répond plus n’est jamais bon signe). Brauerei Uster semble fort inactif également, la dernière news datant de fin 2009 … (actualisation 31.1.2014: cette brasserie a déposé les armes en automne 2013; voir aussi http://www.zol.ch/bezirk-uster/uster/Katerstimmung-Usterbraeu-gibts-nicht-mehr/story/23026325) Quant à Braukultur AG , ils ont démarré leur propre brasserie (avec leurs propres recettes) en avril 2012 et ont changé officiellement leur nom en Brauerei Uster Braukultur AG (une nuance qui évite bien sûr tout malentendu ;-)). Avec une production annuelle de 2’250 hl, ils ont relégué de facto leurs deux “concurrents” aux oubliettes et ceci indépendamment du statut peu clair de ceux-ci. Tout ce petit historique pour vous préciser que ce sont les nouveaux produits de “Brauerei Uster Braukultur AG” que j’ai enfin pu goûter le mois passé. Vous voulez savoir comment je les trouve ? L’Usterbräu Original est une pilsner plutôt bonne, mais je lui préfère – n’en déplaise à “Erzbierschof Toni” –  l’Oberländerbräu Spezial Amber. Quant à l’Oberländerbräu Original Hell, je la trouve plutôt médiocre et insignifiante. A noter qu’ils produisent encore deux autres bières que je ne connais pas encore.

IMG_2258[1]Quant aux autres bières suisses du mois, j’ai bien apprécié la UHB Cherry Ale, l’Octopus-Bräu Vital***** et la Cow Water Country. J’émets par contre quelques réserves sur les bières de la brasserie du Château à Lausanne, particulièrement sur la Rousse aux oranges amères et mandarines.

Si le nombre de bières est resté modeste, le niveau de la qualité a été très réjouissant. Voici quelques-unes des perles du mois (je vous rappelle qu’en cliquant sur le lien, vous accéderez à mes commentaires sur ratebeer):

Pour finir, voici le podium du mois !

La troisième place revient à l’excellente Hr. Papsø in Black des Danois d’Amager, une black IPA brassée pour célébrer les 25’000 bières et 25 ans de “beer hunting” du fameux Danois Henrik Papsø et son retrait (provisoire ?) en tant que “beer rater”.

Quant aux deux premières places , elles reviennent non seulement à des bières états-uniennes – comme je l’ai signalé en début d’article – mais également à deux Imperial Stout, un style souvent capable de parler à mon cœur d’amateur de bière. Il s’agit tout d’abord (2ème) de la Dark Hollow Chocolate & Coffee Aged de la brasserie Blue Mountain (Virginie), une bière titrant à 10%, brassée avec des fèves de cacao et du café et vieillie en fûts de Bourbon.  Et finalement, la victoire revient à la Mexican Cake Imperial Stout de Westbrook (Caroline du Sud), un pur bijou de complexité, de structure parfaite et de puissance (10.5%), brassée notamment avec du cacao, de la vanille, de la cannelle et des piments habanero. J’en salive rien que d’y repenser …

cheers !

Ursprünglich plante der Chefbrauer Gerry Farrell mit seiner brandneuen Brauerei Sudwerk in Pfäffikon, eine jährliche Produktion von 500 Hektoliter zu erreichen. So einfach zu schaffen, sollte dies, mit dem durch die beiden Giganten Heineken und Carlsberg geschlossenen Markt, wohl nicht sein.

Kaum wurde aber die erste Flasche abgefüllt (Ende März 2011), kam Mitte Mai eine erfreuliche, allerdings ziemlich erstaunliche Nachricht: Sudwerk erhielt von Coop einen Auftrag über jährlich 180’000 Flaschen ! Die Biere sollen in sämtlichen Filialen in der Deutschschweiz und bei den grösseren Filialen in der Westschweiz verkauft werden. Mittlerweile wurde die Bestellung sogar auf 240’000 Flaschen erhöht !

Wie das ermöglicht wurde, weiss ich nicht; da müsste man Gerry Farrell direkt fragen. Tatsache ist, dass Sudwerk als erste Schweizer Mikrobrauerei es geschafft hat, wo bis jetzt andere, wie zum Beispiel Turbinenbräu, Unser Bier, Aare Bier und BFM, gescheitert sind, nämlich eine schweizweite Distribution ihres Produktes. Und nein! Striker Beer (das “nur” in der Deutschschweiz erhältlich ist) ist keine Mikrobrauerei: die Biere werden bei Falken gebraut.

Fairerweise darf ich aber die Graubündner von Biervision Monstein nicht vergessen: zwei Biere von dieser Mikrobrauerei, die jährlich 2’500 Hektoliter produziert, sind in über 300 Coop erhältlich. Das bringt uns auf dem zweiten wichtigen Punkt: dem Produkt selber.

Vor Sudwerk wurden schweizweit nur die üblichen, meist verkauften Biertypen vertrieben: Lager Hell, Weizen, Märzen, Pils (mit ein bisschen Phantasiekraft…) und … das wär’s langsam ! Es stimmt wohl, dass die zwei Biere von Biervision Monstein in dieser Liste nicht passen. Aber bitte: sowohl das Mungga, ein sogenanntes Kölsch, das man nie an einen Kölner auschenken darf, wie auch das monotone und atypische Stein+Bock haben etwas gemeinsam: die Qualität wurde ausserhalb der Flaschen vergessen.

Was bei Sudwerk also neu ist, ist das Qualität und ungewöhnliche Biertypen zusammenkommen. Und das Ganze wird in der Schweiz gebraut und weit vertrieben.

Das Western Rider, ein American Pale Ale, hat mir wirklich gefallen. Es ist sehr schön zwischen seinen Hopfen- und Malzcharakteristiken ausgewogen, was zu einem charaktervollen und sehr trinkbaren Bier führt. Das Gold Miner ist ein gut gehopftes Golden Ale, das als einzige Schwäche Spuren von Diacetyl zeigt. Das dritte Bier, das bald erhältlich sein sollte, Pioneer Porter, konnte ich noch nicht verkosten. Natürlich ist es nicht “das erste Porter-Bier der Schweiz” wie es regio.ch unwissend berichtet, es ist aber klar das erste Porter, das in der ganzen Schweiz verfügbar ist.

Der Werbespruch von Sudwerk lautet “Schweizerbier mal anders“. Schön und gut. Man muss aber präzisieren, dass das Schweizerbier seit mehreren Jahren “anders” als Lager Hell sein kann. Das haben uns, lange vor Sudwerk, Brauerein wie BFM, Sierrvoise, G48, Haldemann, Brasserie Artisanale de Fribourg, Officina della Birra, Altes Tramdepot, Rappi Bier Factory, Öufi, Faiseurs de Bière, Käppelijoch Bier, Brasserie Artisanale du Dérochet, Trois Dames, Strättligen Bier, BeSte, Degenbier, Sevibräu, Luterbächlihof, l’Enclave, UG-Bräu, Bières de Neuch, Brauerei.sh, UHB, Bief, Schwarzbuebe Bier, unter anderem, bewiesen. Obwohl alle diese Brauereien zusammen kaum 1% des in der Schweiz getrunkenen Biers produzieren, haben sie alle, und gewisse seit 15 Jahren, zu der Erziehung den Schweizer Biertrinkern und der Erneuerung der Schweizer Bierkultur beigetragen. Damit einmal, vielleicht, solche Biersorten nicht mehr als “anders” bezeichnet werden.

Was jetzt ? Interessant wird sicher die Reaktion der Konsumenten sein. Diese scheint jetzt extrem positiv zu sein, man muss aber minimum ein Jahr abwarten, bis Schlüsse gezogen werden können. Ein Erfolg wurde sicher Coop motivieren, weitere “ungewöhnliche” Schweizer Biere im Sortiment zu nehmen. Das könnte eine Chance für einige der oben erwähnten Brauereien sein.

Noch was: Sudwerk muss vorsichtig agieren und mittelfristig nach anderen wichtigen Vertriebskanälen forschen. Eine zu hohe Abhängigkeit an einen Vertreiber ist nicht gesund. Und dies nicht nur wegen einem allfälligen Preisdruck.

Disclaimer: obwohl ich mich bemüht habe, die hier publizierten Informationen so sorgfältig wie möglich zu kontrollieren, kann ich natürlich eine 100-prozentige Richtigkeit und Aktualisierung nicht garantieren. Falls Sie mit gewissen Angaben nicht einverstanden sind, bitte ich Sie, mich umgehend zu kontaktieren (bov(at)bov.ch).
Ebenfalls freue ich mich auf zusätzliche Informationen über dieses Thema.

Die Tendenz, lokal gebraute Biere zu bevorzugen, ist in der Schweiz während den letzten 10 Jahren massiv gestiegen.
Wo früher überall (oder fast) einfach “eine Stange” (oder ein “Mirau”, wie die Gesellschaft zur Förderung der Biervielfalt es schön sagt) bestellt wurde, wächst einerseits der Anreiz nach mehr Vielfalt und vor allem andererseits die Identifikation mit einem lokalen Produkt.

Grund dafür ist die Schliessung von vielen lokalen Brauereien sowie die Eintönigkeit und Dürftigkeit der Biere, die nach vielen Jahren schlussendlich eine Gegenreaktion eines Teils der Konsumenten verursachten. Diese Reaktion zeigt sich teilweise durch den ständigen Wachstum der Importe und ebenfalls durch den Erfolg der neuen Kleinbrauereien. Dies wurde natürlich durch den Verkauf der grössten Brauereien an ausländische Besitzer beschleunigt. Das “drink local” Syndrom kann sich objektiv nur im Rahmen eines Anspruchs auf Identifikation mit einer Firma der Region rechtfertigen. Argumente wie die Frische des Produktes und die lokale Herkunft der Zutaten machen mir blauen Dunst vor. Und da es (noch) keine Malzerei in der Schweiz gibt, ist also kein Schweizer Bier wirklich 100% lokal …

Diese Tendenz der Konsumenten haben natürlich einige Marketing-Schlaumeier bemerkt und diese probieren jetzt, manchmal mit einer guten Dosis Betrug, davon zu profitieren.
Und so erscheinen auf dem Markt immer mehr Lohnbrauereien, das heisst Brauereien, die nicht selber brauen, sondern ihre Biere bei anderen herstellen lassen und sich exklusiv auf den Marketing-Aspekt (manchmal auch auf den Vertrieb) konzentrieren. Da diese ganze Sache wohl nicht immer offensichtlich ist, möchte ich hier den heutigen Stand darstellen und hoffe damit, ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen.

Die beiden Riesen

Feldschlösschen, die in ihrer Karriere 35 Brauereien übernommen (und geschlossen) hat, ist die wesentliche Initiatorin von der neuen “drink local” Tendenz. Von der Schliessung der Braustandorte Gurten, Warteck und Hürlimann profitierten Brauereien wie Felsenau, Egger, Ziegelhof, Unser Bier und Turbinenbräu. Obwohl diese Biermarken noch gebraut werden, weiss natürlich die Mehrheit der Konsumenten, dass diese keine lokale Produkte sind. Die Zentralisierung der Produktion und die resultierende Optimierung der Kosten prallen mit den neuen Konsumenten-Wünschen zusammen: Feldschlösschen hat, ausser im Wallis und Aargau, keine lokale Identität mehr. Und seit November 2000 und dem Verkauf an Carlsberg muss Feldschlösschen sogar für ihre schweizerische Identität kämpfen …


Gurten Bier“das typische Bier der Region Bern” – wird seit 2001 in Fribourg bei Cardinal gebraut. “Aber natürlich nach den Berner Originalrezepten von anno dazumal” beruhigt uns die Internet-Seite der Marke. Da ich Mitte der neunziger Jahre erfahren habe, dass das Gurten Dunkel und das Feldschlösschen Dunkle Perle (die noch in Wabern bei Bern gebraut wurden) seit der Übernahme in der Tat das gleiche Bier war, erlaube ich mir daran zu zweifeln.

Warteck , “das unverschämte Bier der Region Basel und Jura” und “Basler Bierkultur”kann man lesen, wurde 1989 übernommen und 1991 geschlossen. Die Marke wird in Rheinfelden produziert.

Die Brauerei Hürlimann wurde 1997 stillgelegt und gab Platz für neue Kleinbrauereien (unter anderem Turbinenbräu) frei. Das Bier wird weiterhin in Rheinfelden gebraut.

Und ab Juni 2011 ist es mit dem Braustandort Cardinal in Fribourg aus. Das Bier wird zwar weiterhin bei Feldschlösschen produziert,  wie die Freiburger reagieren werden, bleibt aber offen.

Heineken Switzerland, Besitzer von Caldanda-Haldengut seit 1993 und Eichhof seit 2008, leidet auch an der Vorliebe für lokale Produkte. Das Fiasko der Verbreitung der Marke Amstel, die schlussendlich zurückgezogen werden musste, hat dies schön gezeigt. Die Brauerei Haldengut in Winterthur wurde 2002 geschlossen und nach der Übernahme von Eichhof verbreiteten sich Gerüchte über eine Stilllegung der Produktion in Chur. Die Heineken Manager haben schlussendlich den potentiellen Schaden dieses Zuges für die Marke Calanda, die eine starke kantonale Identifikation geniesst, realisiert. Dies ist wenigstens meine Interpretation der neuen Investitionen am Braustandort in Chur.

In jedem Fall ist die Zukunft für beide nicht rosig. 1992 kontrollierten Feldschlösschen, Cardinal und Valaisanne 64% des Schweizer Biermarkts. Achtzehn Jahre später und obwohl in der Zwischenzeit die Kundschaft von Gurten und Hürlimann absorbiert wurden, sind es nur noch 39%. Die gleichen Probleme hat auch Heineken Switzerland.

Schlussendlich möchte ich noch klarstellen, dass sowohl auf den Heineken wie auch auf den Carlsberg Flaschen nirgends der Produktionsstandort angegeben wird.

La Belle de Genève

DAS Bier aus Genf, wie die Besitzer ihres angeblich regionalen Produkts rühmten, kam 2003 auf dem Markt.

Zahlreiche Wörter über “bière locale et artisanale”, Genfer Tradition, usw… wurden grosszügig publiziert. Leider war vor Ort keine Brauerei zu sehen, sondern einfach Harassen von Turbinen Bräu … Es scheint auch, dass die Biere während einiger Zeit in Frankreich produziert wurden. Über diese Tatsache wurde natürlich nirgends informiert, weder auf der Homepage noch auf der Etikette des Biers.

Nach finanziellen Problemen in 2004 tauchte la Belle de Genève im März 2005 wieder auf, diesmal mit der Ambition, eine eigene Brauerei eröffnen zu wollen. Wieder war nichts zu sehen und Ende 2006 waren plötzlich sowohl die Telefon-Nummer wie auch die Email-Adresse ungültig …

Das letzte Kapitel dieser unglaublichen Geschichte kam im Februar 2007, als der Webmaster von La Belle de Genève sich auf diversen Foren im Internet meldete, um Biere zu verkaufen. Vermutlich der Restbestand nach der letzte Pleite …

les Frères Papinot

Seit 1999 kommerzialisieren “les Frères Papinot, Artisans Brasseurs” die Calvinus-Biere und betonen deutlich die Genfer Identität durch das Image von Reformator Jean Calvin. Eine Brauerei Frères Papinot gibt es nicht, die Biere werden, nach eigenen Rezepten, durch Locher in Appenzell produziert. Diese Tatsache ist leider auf den Etiketten nicht erwähnt und meistens in den Medien wie auch bei der Bevölkerung nicht bekannt.

Diese Biere geniessen einen guten Erfolg und werden in vielen Coop, vor allem in der West-Schweiz, verkauft. Die Produktion liegt bei circa 1’500 Hektoliter.

Striker

Mit dem rasenden Erfolg von Striker haben wir ein Paradebeispiel.

2008 kamen zwei ambitionierte (angeblich) Heimbrauer auf die Idee, den Biermarkt in der Region Zürich zu stürmen. Sie schätzten ihre Qualitäten im Marketing richtigerweise höher ein als ihre Begabung als Brauer und kommerzialisierten ein Produkt, das bei Engelbräu (Rettenberg/Allgäu)gebraut wurde. Das Ganze mit dem üblichen Gerede über Zürcher Tradition, lokales Bier und andere Versäumnisse begleitet. Es wurde wohl schon ganz klein und nach 25 Mausklicken auf der Homepage präzisiert, dass eine eigene Brauerei per Ende 2010 geplant sei und dass in der Zwischenzeit das Bier in Deutschland nach eigenem Rezept (na klar …) produziert werde.

Seit April 2010 sind die Striker Biere zwar immer noch keine Zürcher Biere, aber wenigstens werden sie in der Schweiz gebraut, nämlich bei Falken in Schaffhausen. Und seit Mai 2010 ist das Bier in fast 600 Deutschschweizer Coop-Filialen erhältlich. Ein beeindruckender Erfolg in so kurzer Zeit ! Wobei die Verbreitung eventuell zu schnell vor sich ging, wenn ich den 50-prozentigen Liquidationspreis wegen bald abgelaufenen Ablaufsdatum in einigen Bieler Coops betrachte …Die jährliche Quantität liegt vermutlich schon über 5’000 Hektoliter (10’000 habe ich schon mal gelesen, was ich aber kaum glauben kann ??), was ebenfalls für die Falken Brauerei, deren Produktion seit den 60er Jahren um 50% gesunken ist, eine erfreuliche Nachricht darstellt.

Gleichzeitig mit der Rückführung der Produktion in die Schweiz wurde die Marketing-Orientierung angepasst: fertig mit Zürcher Tradition, jetzt heisst es “das neue Swiss Premium Beer“, “Förderung der Schweizer Biervielfalt” oder “einzigartiger Geschmack“. Zielpublikum sind vor allem junge Leute und die Marke zeigt ihre Presenz in Musik- und Trendsport-Events. Der traurige Triumph des Marketings in einer Welt wo der Inhalt für die Mehrheit kaum Bedeutung hat, sondern nur die Form.

Besonders pikant wenn, wie ich es (zwar ohne Beweis ausser der Feststellung der Ähnlichkeit der Sortimenten) vermute, die 5 Striker Biere (Lager, Premium Edelhell, Weizen, Winter Elch und Birdie) einfach nur bestehende, neu etikettierte Falken Biere sind …

Züri-Hell

Striker ist nicht die erste Zürcher Firma, die auf die Idee von Lohnbrauen gekommen ist. Seit 2004 offeriert Züri-Hell ein Bier (“das Premium Bier für Zürich”), das bei Sonnenbräu in St-Gallen produziert wird. Hier auch, wie bei Striker und vielen anderen Lohnbrauereien, fehlen die Informationen über den eigentlichen Produzent sowohl auf der Homepage wie auch auf der Flasche.

Verkauft wird es in den Coop-Läden im Raum Zürich, sowie bei circa 40 Restaurants in der Region.

Amboss

Bleiben wir in Zürich: Amboss offeriert seit 2003, in einem kleineren Ausmass als Striker, 4 Biere, die bei Baar (Kanton Zug) produziert werden. Die Biere schmecken gut und die Herkunft ist klar deklariert.

Für mich also ein positives Beispiel von Lohnbrauen.

Braukultur


Braukultur, bei Uetikon am See, ist Besitzer der Marken Goldküstenbräu (deren Vergangenheit ein Kapitel für sich verdienen würde) und Oberländerbräu.
Die Firma offerierte ebenfalls, in Kollaboration mit Usterbräu, das Uster Export bis ins Jahr 2010.

Seit Anfang 2007 werden alle Biere bei Aare Bier in Bargen (Kanton Bern) gebraut. Diese Delegierung der Produktion ist zwar auf den Etiketten und der Homepage deklariert, ist aber besonders lustig in Betracht auf Sprüche wie “Kompetenzzentrum für lokale Biererzeugnisse“oder “dem Zürcher Oberland und der Stadt Zürich verwurzelt.”

Das Ziel eine eigene Brauerei zu eröffnen, wurde mehrmals verschoben. Der ursprüngliche Termin (2009) wurde zuerst auf Frühling 2011 verschoben.
Grund ? Der zu grosse Erfolg der Firma ! Im November 2009 entschied der Verwaltungsrat, die Suche nach einem geeigneten Standort geografisch auszuweiten. Am 19. April 2011 wurde mitgeteilt, dass die Braukultur AG endlich einen Standort für ihre eigene Brauerei gefunden hat, nämlich auf der Gelände der ehemaligen Brauerei Uster.

Die Goldküstenbräu- und Oberländerbräu-Biere sollen also ab Dezember 2011 in Uster nach einem neuen Rezept gebraut werden.
Neues Rezept habe ich gesagt ? Jawohl: zurzeit ist das Oberländerbräu Spezial Amber das gleiche Bier wie das Aare Bier Amber während das Goldküstenbräu Original das gleiche Produkt wie das Oberländerbräu Original Hell ist, nämlich das Aare Bier Kellerfrisch ! Und ich will nicht einmal erwähnen, was ich über das Usterbräu Export erfahren habe …

Ich wundere mich wie sich die Besitzer von Braukultur die Situation vorstellen. Glauben sie, das heutige Rezept so gut kopieren zu können (vielleicht mit einer finanziellen Abmachung mit Aare Bier?) oder denken sie, dass die Konsumenten sowieso den Unterschied nicht merken werden ? Wenn dies nicht Konsumenten-Verarschung ist, muss mir jemand erklären, was es ist …

Stierbräu

Stierbräu, in Fällanden, offeriert ein Bier, das bei Kündig-Bräu in Rietheim (AG) gebraut wird.

Obwohl hier kein dummes Gerede über lokales Bier verbreitet wird, finde ich es ein bisschen Schade, dass weder der Name der beauftragten Brauerei noch die Tatsache, dass das Bier kein eigenes Rezept ist, offengelegt werden.

Schwamendinger Hopfen-Bräu

Gegründet 2003 in Zürich.

Merkwürdigerweise wird es an der Schaffhausenstrasse 273 gebraut, jedoch in sehr kleinen Mengen und “Heimbrauer-mässig”.
Die grosse Mehrheit der vermarkteten Biere werden aber in der Brauerei Stadtbühl in Gossau gebraut (bis 2006 war es in der jetzt geschlossenen Brauerei Weinfelden).

Es ist plausibel, dass es sich hier um eigene Rezepte handelt. Auf jeden Fall sind auf der Homepage kaum Informationen vorhanden.

Hopfentropfen

Der Stammheimer Hopfentropfen ist ein Hopfen-Produzent, der ebenfalls seine eigene Bier-Marke verkauft. Diese wird seit 2007 bei der Locher Brauerei produziert (vorher wurde sie in Weinfelden gebraut).

Nichts beschämendes oder geheimnisvolles hier.

Illauer Brauer

Im April 2010 kamen sechs Männer auf die Idee, ein Bier für das Dorf Illnau zu lancieren. Mit eigener Gerste und vielleicht bald eigenem Hopfen wird das Bier durch Sonnenbräu gebraut.

Also auch hier eine saubere Geschichte.

Fischerstube

Dass die Ueli-Biere in Flaschen durch die deutsche Brauerei Lasser in Lörrach gebraut und abgefüllt werden, weiss langsam jeder. Diese Information steht sowohl auf den Flaschen wie auch auf der Homepage.

Was jedoch nicht bekannt ist, ist dass das Ueli Winterbogg, welches seit Ende 2009 angeboten wird, durch Aare Bier in Bargen (BE) produziert wird. Da eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Basler (und Schweizer) nicht sehr motiviert sind, ein Bier, das in Deutschland gebraut wird, zu trinken, könnte es sein, dass Fischerstube eine Alternative in der Schweiz sucht. Diese könnte Aare Bier werden und vielleicht ist das Winterbogg nur der Anfang.

Unser Bier

Diese erfolgreiche Basler Brauerei, die 1997 gegründet wurde, musste bis März 2010 aus Kapazitätsgründen circa die Hälfte ihrer Produktion auswärts herstellen lassen, nämlich in Appenzell bei Locher. Wie schon erwähnt, ist dies in sich kein Problem, leider aber verzichtete Unser Bier auf eine Deklaration.
Natürlich wäre das für eine Brauerei, die mit Sprüchen wie z.B. “Bier von hier statt Bier von dort” ihren Erfolg auf lokale Identität gegründet hat, ein unangenehmes Geständnis gewesen.

Die Situation ist aber bereinigt und die neue Anlage ist seit März 2010 in Betrieb. Der folgende Satz, der auf der Unser Bier Homepage ersichtlich ist, beweist eindeutig, dass dies eine Last von ihren Schultern nimmt: “Unser Bier ist jetzt die einzige Brauerei in Basel, die all ihre Biere in Basel braut und in Basel abfüllt.”

Em Basler sy Bier

Wie der Name es eindeutig sagt, hat dieses Bier, das seit Mai 2009 verfügbar ist, einen starken Anspruch auf lokale Identität.

Dass es keine eigene Brauerei gibt und dass das Bier in Appenzell bei Locher gebraut wird, steht weder hier noch auf den Flaschen.

Auf der trendigen Homepage wird uns mitgeteilt, dass alle Zutaten aus Basel stammen. Ob Gerste und Hopfen aus der Region wirklich genügen, bleibt fraglich.
Sicher ist, dass der Spruch “mit Quellwasser aus einen den 16 benannten Rheinquellen” als Argument für eine baslerische Herkunft an den Haaren herbeigezogen ist. Denn das für dieses Bier benutzte Wasser stammt aus dem Appenzeller Fluss Sitter, der via Thur im Thurgau in den Rhein fliesst.

Naja, wenn dies ein baslerisches Wasser ausmacht, wundere ich mich, dass noch keine französische, deutsche oder niederländische Brauerei ein echtes Basler-Bier gebraut hat !

Lozärner Bier


Im Jahr 2009, motiviert durch die Übernahme von Eichhof durch Heineken und dem daraus potenziell resultierenden freien Marktanteil, wurde das Lozärner Bier lanciert.

Dass das Bier durch Aare Bier gebraut wird, ist sowohl auf der Homepage wie auf der Etikette veröffentlicht.

Von Anfang an wurde argumentiert, dass eine eigene Brauerei aufgebaut wird, sobald das Bier eine Produktion von 2’500 Hektoliter erreicht wird. Dieses Ziel zu erreichen, dürfte seit der Eröffnung der ambitionierten Brauerei Luzern schwierig werden.

Ausser dem trügerischen regionalen Anspruch, gibt es, wie bei Braukultur einen weiteren Aspekt, der mir nicht passt: das Bier ist ebenfalls ein Aare Bier Kellerfrisch umetikettiert.
Deshalb wieder die gleichen Fragen: will man das Rezept kopieren oder hofft man auf eine Blindheit der Konsumenten ?

Hochdorfer Bier

Im November 2010 wurde ein Phantom ausgegraben, nämlich die Marke Hochdorfer Bier von der gleichnamigen Brauerei, die 1992 verschwunden war.

Offiziel heisst es: “das Hochdorfer Bier wird vorläufig noch in einer Brauerei in Bern, jedoch nach Originalrezepten, gebraut”. Soweit ich dies korrekt sehe, hat diese Aufgabe die Brauerei Felsenau übernommen. Zurzeit sind keine Informationen vorhanden, die uns das weitere Vorgehen erklären.

Engelberger Klosterbräu

Gegründet 2009 als Reaktion auf die Übernahme von Eichhof durch Heineken. Diese Brauerei wurde zuerst Keineken benannt. Diesen Name hat Heineken nur mässig gefallen und der Bierriese liess im August 2009 alle 1200 Flaschen (die durch Unser Bier gebraut wurden) beschlagnahmen (Details sind hier zu entnehmen.).

Die Flaschen müssten schlussendlich mit dem Namen (B)Engel-Bräu neu etikettiert werden und das Eröffnungsfest konnte im Januar 2010 stattfinden.

Das Bier wird seit August 2010 durch die neue Brauerei Luzern gebraut. Eine Tatsache, die auf der Etikette deklariert ist, wobei noch präzisiert wird, dass mit Engelberger Quellwasser gebraut wird. Naja, natürlich !

Ob das Ziel, eine eigene Brau-Anlage zu eröffnen, weiterverfolgt wird, werden wir sehen. Ursprünglich wurde diese für 2012 geplant, aber genaue Prognosen gibt es jetzt keine mehr.


Gottardo

Diese Firma hat richtigerweise eine Marktlücke im Tessin erkannt und plant die Einrichtung einer ambitionierten Brauerei in Faido und die Herstellung von 10% der im Kanton getrunkenen Biere. Die Produktion soll 2’500 bis 3’000 Hektoliter nach 2 Betriebsjahren erreichen.

Bis eine eigene Brauerei aufgebaut wird, wird das Bier (mit eigenem Rezept ?) durch Rosengarten in Einsiedeln produziert. Die Produktion vor Ort ist gemäss der Homepage der Firma für Juni-Juli 2010 vorgesehen. Ja, das ist kein Schreibfehler: 2010. Dass die Homepage keine neuen Informationen seit Mai 2010 liefert, interpretiere ich nicht als gutes Zeichen …

Lanzbier

Lanzbier, die leider einzige Bierfirma des Kantons, besitzt keine eigene Brauerei. Die Biere werden seit Anfang in 2008 durch Rosengarten in Einsiedeln produziert.

Obwohl es offentlich zugegeben wird, dass das “Nidwaldner Bier” nicht vor Ort gebraut wird, müssen die Besitzer trotzdem lästige Sprüche wie “Heimatgefühl” oder “gehört zum Kulturgut von Nidwalden” publizieren. Und da kein Satz über ein eventuell eigenes Rezept geschrieben wird, gehe ich davon aus, dass das Lanzbier einfach ein umetikettiertes Rosengarten Lager ist.

Pfauenbier

Pfauenbier sagt uns seit Oktober 2009: “Genug der internationalen Biermachtvorstellung. Wir wollen wieder frisches Bier.Bier von hier!” und will die Rapperswiler Biergeschichte weiterschreiben. Das nicht etwa mit einer eigenen Brauerei, nein, sondern mit einem Bier – unserem Bier aus Rapperswil – , das durch die zwar nahe doch ausserkantonale Brauerei Rosengarten in Einsiedeln produziert wird.

Der Bau einer Brauerei in Rapperswil-Jona wurde ursprünglich für Ende 2010 geplant. Mit diesem illusorischen Ziel, an welches sogar der Gründer nicht ernsthaft geglaubt haben kann, wurde bis jetzt gar nichts.

Pfauenbier hofft sicher, mit seinem Produkt einen ähnlichen Erfolg wie Striker erreichen zu können und zielt auf den Pöbel ab: “ein mehrheitsfähiges Bier”, “welches … weniger bitter schmeckt als herkömmliche Lagerbiere”. Unter Berücksichtigung der Bierrevolution unseres Zeitalters sind dies Slogans aus der Steinzeit …

Obwohl dieses Bier angeblich nach eigener Rezeptur gebraut wird, habe ich persönlich ein bisschen Mühe daran zu glauben.

Churer Stadtbier

Das erste Bier wurde in Chur im Mai 2009 produziert, aber die Nachfrage überstieg schon bald die Produktionskapazität. Der Neubau der Brauerei sollte für Juni 2011 fertig sein.

In der Zwischenzeit wird nur das Fassbier wirklich in der Stadt Chur gebraut. Die Flaschenbiere welche “die Bierkultur in Chur neu aufleben lassen” sollen, werden auswärts produziert. Wer der Brauer ist, wollen die Initianten geheim halten.

Meine Stimme geht an Aare Bier

Die beauftragten Brauereien

Aare Bier

Homepage

Neuenburgstrasse 42, 3282 Bargen

Produktion: 3’000 bis 4’000 hl

Diese neue Brauerei, die in Bargen (BE) am 26. August 2006 eröffnet wurde, wurde von Anfang an mit soliden Braukapazitäten ausgerüstet: 20 hl Sudhaus, 1’280 hl Lagerkapazität für eine jährliche maximale Produktionskapazität von 5’000 hl. In 4 Jahren hat diese Brauerei schon die 3’000 Hektoliter überschritten und, sofern ich richtig informiert bin, ist sie jetzt schon am Umbauen.

Sie müssen nicht weiter suchen: Aare Bier ist der ideale Partner für das Lohnbrauen ! Ob der alleinige Inhaber, Max Herrmann, dieses Potenzial vor der Gründung gespürt hat, weiss ich nicht. Auf jeden Fall steht Aare Bier mit den Bieren, die sie unter Vertrag brauen, aber auch mit ihren eigenen Marken (Kellerfrisch, Amber und Weizen), auf Erfolgkurs.

Im Dezember 2011 werden sie die Verträge mit Braukultur und deren Marken Goldküstenbräu und Oberländerbräu verlieren, da Braukultur ihre eigene Brauerei baut.

Folgende Biere wurden oder werden noch durch Aare Bier für Lohnbrauereien gebraut:

  • Goldküstenbräu Original (= Kellerfrisch)
  • Oberländerbräu Original Hell (= Kellerfrisch)
  • Oberländerbräu Spezial Amber (= Amber)
  • Usterbräu Export (= … ich verzähle ihnen lieber nicht !)
  • Fischerstube Ueli Winterbogg
  • Lozärner Bier Hell (= Kellerfrisch)
  • Churer Stadtbier Hell (= Kellerfrisch ?)

Baar

Homepage

Langgasse 41 6340 Baar

Produktion: 13’500 hl

Gegründet in 1862 ist Baar eine von wenigen Brauereien (zurzeit 3) im Kanton Zug.

Nach einer Produktionssenkung von 50% zwischen 1962 und 1985 hat sich die Produktion zuerst stabil gehalten, um in den letzten Jahren massiv zu steigen (8’500 in 2005 und 13’500 heute)

Seit 2003 braut Baar 4 Biere für Amboss: Amber, Blonde, Weizen und Spez. Und produziert damit merkwürdigerweise viel bessere Produkte als ihres standard Marken …

Soweit meine Informationen korrekt sind, ist Amboss für Baar eine Goldmine, da sie circa 30% der Gesamtproduktion ausmachen.

Falken

Homepage

Brauereistr. 1, 8201 Schaffhausen

Produktion: 41’000 hl

Die Bierproduktion von Falken, die in 1799 in Schaffhausen gegründet wurde, ist seit Ende der 60er Jahren um die Hälfte gesunken.

Mit einer Produktion von 41’000 Hektoliter ist diese Brauerei entweder zu klein oder zu gross, um ihre heutige Markposition zu behaupten. Und anstatt die neuen Biergeschmacksrichtungen zu berücksichtigen, bevorzugt diese Brauerei light- und Fruchtbiere. Blindheit und Unflexibilität …

Nichtsdestotrotz scheint Falken mit den Marketing-Genien von Striker ihren Graal gefunden zu haben. Ein Paradebeispiel das zeigt, dass mit den richtigen Worten die Masse manipuliert werden kann. Manchmal muss man die Wahrheit, auch wenn sie traurig ist, akzeptieren.

Folgende Biere werden durch Aare Bier für Lohnbrauereien gebraut:

  • Striker Premium Edelhell (= Edelfalke Hell ?)
  • Striker Lager (= Lager Hell ?)
  • Striker Weizen (= Munot Weizen ?)
  • Striker Winter Elch (= Festbier ?)
  • Striker Birdie (= ZwoAcht ?)

Felsenau

Homepage

Strandweg 34, 3004 Bern

Produktion: 8’000 hl

Felsenau, die in 1881 in Bern gegründet wurde, wird durch die 5. Familiengeneration betrieben.

Während den 60er und 70er Jahren lag die Produktion bis zu 25’000 Hektoliter. Nach einem brutalen Rückgang sieht es seit der Schliessung von Gurten ein bisschen besser aus, aber auf jeden Fall weit von den damaligen Zahlen entfernt.

Seit 2002 ist Heineken mit dem Vertrieb und der Logistik beauftragt.

Ende 2010 kam die Nachricht, dass das legendäre Hochdorfer Bier, deren Brauerei in 1992 geschlossen wurde, wieder nach originalem Rezept produziert wird. Obwohl die beauftragte Brauerei nicht direkt genannt wurde, zeigen alle Indizen in Richtung Felsenau.

Kündig

Homepage

Hauptstrasse 49, 5323 Rietheim

Produktion: 220 hl

Diese winzige Brauerei ist seit 1998 in Rietheim (AG) in Betrieb.

Im Auftrag von der (noch kleineren) Zürcher Brauerei Stierbier, wird das Huusbier umetikettiert und in der Region von Fällanden verkauft.

Locher

Homepage

Alte Eggerstandenstrasse 1, 9050 Appenzell

Produktion: 105’000 hl

Diese Appenzeller Brauerei, die offiziel in 1810 gegründet wurde, könnte sogar die älteste der Schweiz sein, sofern es zwischen den erwähnten Brauaktivitäten von 1778 und Locher eine Beziehung gibt.

Locher hat das eindrucksvollste Wachstum der letzten Zeit: seit 1994 wuchs ihre Produktion von 12’000 zu 105’000 Hektoliter !

Sie ist auch der grösste Auftragnehmer für Lohnbrauereien und produziert für diese folgende Biere:

  • Calvinus Ambrée
  • Calvinus Blonde
  • Calvinus Blanche
  • Calvinus Noire
  • Ackermann Häxli Black
  • Ackermann Häxli Hanf
  • Ackermann Häxli Weizen
  • Ackermann s’Hopfe Häxli
  • Balik Beer
  • Em Basler sy Bier Basler Bier
  • Hopfentropfen Stammheimer Hopfen Bräu
  • Aemme Bier ?

Luzern

Homepage

St. Karlistrasse 13c, 6004 Luzern

Produktion: 2’000 hl

Die neue Brauerei Luzern, eine ambitionierte Brauerei, die eine Produktion von 4’000 Hektoliter als kurzfristiges Ziel hat, startete im Frühling 2010.

Dank dem geglückten Start wurde das Lager innerhalb kurzer Zeit aufgebraucht..

Diese Brauerei produziert das Engelberger Klosterbräu.

Rosengarten

Homepage

Spitalstrasse 14, 8840 Einsiedeln

Produktion: 18’000 hl

Gegründet 1872 durch Joseph Thorner war Rosengarten immer ein Familien- und unabhängiges Unternehmen.

Sehr beliebt in der Region konnte diese Brauerei ihre Produktion während den letzten 20 Jahren verdoppeln.

Mit Lanzbier, Gottardo (nur kurzfristig ?) und Pfauenbier konnte Rosengarten 3 geschäftlich interessante Partner anziehen.

Sonnenbräu

Homepage

Alte Landstrasse 36, 9445 Rebstein

Produktion: 30’000 hl

Gegründet 1891 in Rebstein (SG) sah die Sonnenbräu Brauerei ihren aussichtsreichen Beginn durch die beiden Weltkriege brutal gebremst.
Erst in der 60er Jahren konnte sie die 20’000 Hektolier Grenze überschreiten.

Sonnenbräu war in 1978 der erste Lightbier Produzent der Schweiz.

Sie braut das Züri-Hell und das Illauer Punt unter Vertrag.

Stadtbühl

Homepage

Herisauer Strasse 16, 9200 Gossau

Produktion: 8’000 hl

Diese Brauerei, die seit 1858 in Gossau existiert, konnte sehr lange eine ruhige Stabilität ihres Produktionsvolumen geniessen. In den letzten 10 Jahren aber ist die Produktion um circa 20% gesunken.

Die Stadtbühler Brauerei braut Biere für Schwamendinger und Macardo unter Vertrag.

Starrest

Homepage

Bremgartenstrasse, 5643 Sins

Produktion: ? hl

Diese mysteriöse Firma, die unter anderem Geschäfte mit Getränketechniken macht, produziert anscheinend Biere (alle oder ein Teil ?) für Lonzi und Gletscher-Bräuunter Vertrag.
Und mehr dazu sollen kommen.

Steinfels

Homepage

Heinrichstrasse 267, 8005 Zürich

Produktion: 1’500 hl

Diese Gasthausbrauerei wurde in den ehemaligen Räumlichkeiten von Back & Bräu in Zürich im September 2007 eröffnet.

Ihre Biere werden ebenfalls beim Restaurant Linde-Oberstrass in Zürich verkauft.

Trois Dames

Homepage

rue de France 1, 1450 Sainte Croix

Produktion: 1’000 hl

Diese Brauerei wurde in 2003 in Sainte Croix (VD) eröffnet und nach einem vielversprechenden Debüt beschloss der Inhaber, die Brauerei zu vergrössern und professionell zu werden. Dies wurde im Juni 2008 erreicht und seitdem ist Trois Dames mit ihren qualitativen und kreativen Bieren, zusammen mit BFM, das Flaggschiff der Schweizer Brauereien und der besten Schweizer Botschafter bei allen Bierfreaks weltweit.

Trois Dames produziert 3 Biere für eine Hanfladenkette.

Fazit

Dieses Phänomen ist in sich gleichzeitig gut und schlecht und kann als Kollateralschaden der welweiten Bierrevolution, die unser Land seit der Mitte der 90er Jahren beeinflusst, betrachtet werden.

Gut weil es grundsätzlich sinnvoller und umweltfreundlicher ist, lokale Produkte zu bevorzugen. Die Argumente dafür dürfen aber auch nicht übertrieben werden: ein Bier, das aus den USA importiert wird, könnte vielleicht in Ihr Glass frischer als das lokale Bier kommen. Gut ist es für die Biervielfalt auch.

Schlecht weil das Ganze nach möglichem gutem Geschäft schmeckt und deshalb viele Personen reizt, die nicht direkt an Bier interessiert sind. Schlecht ist es auch, wenn die Herkunft des Biers, aus welchem Grund auch immer, nicht auf der Etikette deklariert wird.


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