Posts Tagged ‘Bières de Neuch’

For those of you who don’t know it yet, I have to say it again: the little beer world of Switzerland is far from being static ! Do you need a proof ? So take these 8 days from mid-October…

It began with the opening festivity of the new Napf brewery (October 7th to 9th).  Martin Bühler and Ruedi Schütz first started back in 2005, taking over the former Stadhaus Huttwil and founding the Brauerei Napf GmbH. After almost 5 years in Huttwil they decided to go a step further by becoming fully professional and moved their brewery to Walterswil, in a 4-floor building formerly used by the retailer Landi.

Walterswil is a little village located in the rural north-east part of the canton of Bern and about 10 kilometers away from Huttwil. No need to say I had to switch-on my GPS to find it … I had unfortunately not much time on my hands the first evening, but it has been just enough to taste a pretty interesting Walterswiler Zwickel, to exchange words with people like Öufi-Chef Alex Künzle or UHB brewer Ueli Bösiger, as well to visit the pretty nice new brewery’s installations.

During the 18 months needed for the brewery’s move (yes, people from Bern are reputed to be very slow …) the about 1’000 hectoliters production have been brewed at Felsenau. Napf offers a line-up of 6 beers based on the German tradition: the Napfgold, a pale lager I personally enjoyed but which may present to much diacetyl if you are unlucky; the previously mentioned Walterswiler Zwickel; a decent Dunkel but in which the evil diacetyl tends also to be too present; the nice Füürwehrbräu, a smoked beer; the unconvincing (at least the last time I got it) and hoppy Doppelbock Müeti’s Hopfebock and finally the top-fermented Schwarze Spinne, a Schwarzbier brewed partially with maize.

I’m sure Ruedi and Martin have enough potential to stabilize their beers, increase their production and offer more creations in the future. Good luck guys !

On the same day came an announcement for a new beer magazine: biergenuss. This magazine, written in German, will be released quarterly. It will contain interviews, presentation of breweries, results from tasting, reviews of books, news, ideas for cooking with beer and much more.

A very welcomed idea which should close a deep gap leaved partially by the discontinued and very uneven “Courrier de l’Orge” from the Association des Buveurs d’Orge. Here also, all my wishes of success go to editor-in-chief and publisher Reto Rudolf.

And then, one week later on October 14th, a little event took place in Crissier (a municipality located west of Lausanne) in front of the beer shop Au Grain d’Orge in honour of the publication of the first brewery guide of the French-speaking part of Switzerland (“Brasseries artisanales de Suisse romande“). The first ? Regular visitors of my Switzerland Beer Guide may disagree, so let me say the first in hardcopy form 😉

Six breweries were present at this festivity, (almost) one from each canton of Romandy: les Murailles (Genève), Bière Buse (Vaud), l’Enclave and Freiburger Biermanufaktur (Fribourg), Bières de Neuch (Neuchâtel) and BFM (Jura). Incontestably a selection of very good breweries ! This has resulted in an interesting and pleasant evening which even the deadly cold temperature has not been able to spoil.

Finally, some words about the guide: it is a very informative and well-designed book from which, unfortunately to my mind, every comments and reviews are deliberately absent. And in the present-days, chances are high that this guide could be very soon out-of-date, so I hope the editor is willing to publish future updates !

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Ursprünglich plante der Chefbrauer Gerry Farrell mit seiner brandneuen Brauerei Sudwerk in Pfäffikon, eine jährliche Produktion von 500 Hektoliter zu erreichen. So einfach zu schaffen, sollte dies, mit dem durch die beiden Giganten Heineken und Carlsberg geschlossenen Markt, wohl nicht sein.

Kaum wurde aber die erste Flasche abgefüllt (Ende März 2011), kam Mitte Mai eine erfreuliche, allerdings ziemlich erstaunliche Nachricht: Sudwerk erhielt von Coop einen Auftrag über jährlich 180’000 Flaschen ! Die Biere sollen in sämtlichen Filialen in der Deutschschweiz und bei den grösseren Filialen in der Westschweiz verkauft werden. Mittlerweile wurde die Bestellung sogar auf 240’000 Flaschen erhöht !

Wie das ermöglicht wurde, weiss ich nicht; da müsste man Gerry Farrell direkt fragen. Tatsache ist, dass Sudwerk als erste Schweizer Mikrobrauerei es geschafft hat, wo bis jetzt andere, wie zum Beispiel Turbinenbräu, Unser Bier, Aare Bier und BFM, gescheitert sind, nämlich eine schweizweite Distribution ihres Produktes. Und nein! Striker Beer (das “nur” in der Deutschschweiz erhältlich ist) ist keine Mikrobrauerei: die Biere werden bei Falken gebraut.

Fairerweise darf ich aber die Graubündner von Biervision Monstein nicht vergessen: zwei Biere von dieser Mikrobrauerei, die jährlich 2’500 Hektoliter produziert, sind in über 300 Coop erhältlich. Das bringt uns auf dem zweiten wichtigen Punkt: dem Produkt selber.

Vor Sudwerk wurden schweizweit nur die üblichen, meist verkauften Biertypen vertrieben: Lager Hell, Weizen, Märzen, Pils (mit ein bisschen Phantasiekraft…) und … das wär’s langsam ! Es stimmt wohl, dass die zwei Biere von Biervision Monstein in dieser Liste nicht passen. Aber bitte: sowohl das Mungga, ein sogenanntes Kölsch, das man nie an einen Kölner auschenken darf, wie auch das monotone und atypische Stein+Bock haben etwas gemeinsam: die Qualität wurde ausserhalb der Flaschen vergessen.

Was bei Sudwerk also neu ist, ist das Qualität und ungewöhnliche Biertypen zusammenkommen. Und das Ganze wird in der Schweiz gebraut und weit vertrieben.

Das Western Rider, ein American Pale Ale, hat mir wirklich gefallen. Es ist sehr schön zwischen seinen Hopfen- und Malzcharakteristiken ausgewogen, was zu einem charaktervollen und sehr trinkbaren Bier führt. Das Gold Miner ist ein gut gehopftes Golden Ale, das als einzige Schwäche Spuren von Diacetyl zeigt. Das dritte Bier, das bald erhältlich sein sollte, Pioneer Porter, konnte ich noch nicht verkosten. Natürlich ist es nicht “das erste Porter-Bier der Schweiz” wie es regio.ch unwissend berichtet, es ist aber klar das erste Porter, das in der ganzen Schweiz verfügbar ist.

Der Werbespruch von Sudwerk lautet “Schweizerbier mal anders“. Schön und gut. Man muss aber präzisieren, dass das Schweizerbier seit mehreren Jahren “anders” als Lager Hell sein kann. Das haben uns, lange vor Sudwerk, Brauerein wie BFM, Sierrvoise, G48, Haldemann, Brasserie Artisanale de Fribourg, Officina della Birra, Altes Tramdepot, Rappi Bier Factory, Öufi, Faiseurs de Bière, Käppelijoch Bier, Brasserie Artisanale du Dérochet, Trois Dames, Strättligen Bier, BeSte, Degenbier, Sevibräu, Luterbächlihof, l’Enclave, UG-Bräu, Bières de Neuch, Brauerei.sh, UHB, Bief, Schwarzbuebe Bier, unter anderem, bewiesen. Obwohl alle diese Brauereien zusammen kaum 1% des in der Schweiz getrunkenen Biers produzieren, haben sie alle, und gewisse seit 15 Jahren, zu der Erziehung den Schweizer Biertrinkern und der Erneuerung der Schweizer Bierkultur beigetragen. Damit einmal, vielleicht, solche Biersorten nicht mehr als “anders” bezeichnet werden.

Was jetzt ? Interessant wird sicher die Reaktion der Konsumenten sein. Diese scheint jetzt extrem positiv zu sein, man muss aber minimum ein Jahr abwarten, bis Schlüsse gezogen werden können. Ein Erfolg wurde sicher Coop motivieren, weitere “ungewöhnliche” Schweizer Biere im Sortiment zu nehmen. Das könnte eine Chance für einige der oben erwähnten Brauereien sein.

Noch was: Sudwerk muss vorsichtig agieren und mittelfristig nach anderen wichtigen Vertriebskanälen forschen. Eine zu hohe Abhängigkeit an einen Vertreiber ist nicht gesund. Und dies nicht nur wegen einem allfälligen Preisdruck.