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C’est fait : le traditionnel rapport annuel de l’année brassicole écoulée (1er octobre 2015 au 30 septembre 2016) vient d’être publié (à lire ici).

Après une reprise modeste lors des deux dernières années, la production indigène a subi un léger recul de 0.7%, cédant 0.1% du marché aux importations, les autres 0.6% étant dus à une baisse de la consommation.

En prenant de la hauteur et en comparant la situation du marché actuelle avec celle d’il y a 25 ans, le contraste est saisissant. Tout d’abord, le nombre de brasseries officiellement enregistrée a explosé et est passé de 32 à 734. Les importations représentaient 13.7% du marché en 1991, elles en sont maintenant à 25.7% (à noter ici une stabilisation lors des 4 dernières années). La part de marché des membres de l’Association suisse des brasseries, quant à elle, a fondu pendant la même période de 87% à 70% !

La créativité du directeur de l’Association suisse des brasseries pour justifier, année après année, ses pertes de parts de marché, semble s’essouffler. C’est toujours la même rengaine : cette satanée météo est responsable ! Le printemps est pluvieux, l’été est une fois trop chaud, une autre fois pas assez … Mais le plus beau est lorsque les mêmes arguments sont avancés une fois de façon négative et une autre fois de manière positive. Alors que l’’année passée l’été 2015 était pointé du doigt : « … il ne faut pas qu’il fasse trop chaud, selon une vieille sagesse de brasseur. Or, durant les mois de juillet et d’août, un record de chaleur chassait l’autre. «L’expérience montre que l’amateur de bière tend à donner la préférence à l’eau minérale naturelle à partir d’une température de 28°C» », le son de cloche est cette fois-ci tout autre « L’été 2015, très ensoleillé et très chaud, avait été particulièrement favorable à la bière. ». Et le communiqué de presse passe étonnamment sous silence le dernier mois de septembre aux températures exceptionnelles ! Mais peut-être que celui-ci sera cité dans 12 mois afin d’expliquer les mauvais résultats de l’exercice à venir, qui sait …

Voici donc à quoi ressemble le marché de la bière en Suisse pour l’année écoulée :

 

Et en bonus, voici le nombre de brasseries en fonction de leur production :

A noter que ce graphique est une extrapolation à partir des données 2015 de l’Administration fédérale des douanes.

Et sur ce, à votre santé !

 

Schweizer Biermarkt 2015

Posted: November 17, 2015 in Swiss beer scene
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Pünktlich wie die Eisenbahn – oder fast – wurden die Zahlen des Schweizer Biermarkts gerade veröffentlicht.

Zuerst ein Wort über das Pressecommuniqué (hier nachzulesen).

Obwohl sich der Schweizer Brauerei-Verband grundsätzlich über das stabile Braujahr (minimales Wachstum des Gesamtbiermarkts um 0,1 Prozent) offiziell zufrieden stellt, kann man unschwer seine Enttäuschung beim lesen vom Kapitel über die heissen Sommermonaten ahnen. Während man oft als Entschuldigung für ein schlechtes Braujahr lesen darf, dass die Hitze als Motivationsfaktor zum Bier trinken essenziell ist, erfahrt man jetzt, dass es nicht zu heiss sein darf ! Vielleicht sollte man alle 08/15 Lager-Trinker in einem klimatisierten Raum von 27 Grad ganzjährig stellen ?

Dann, wie gewöhnlich, nutzt der Verband diese Gelegenheit aus, um die Vielfalt seiner Produkten vorzubringen. Stellt euch vor: “250 verschiedene Qualitätsbiere” ! Wirklich ? Besonders witzig ist der Satz “Es ist eine schöne aber auch herausfordernde Aufgabe für unsere Braumeister und ihre Brauer, immer wieder neue Bierkreationen zu entwickeln oder alte Rezepte wiederzuentdecken.” Ich behaupte, dass die Herausforderungen bei neuen SBV-Bieren eher beim Finanzbuchhalter sowie beim Marketingverantwortlichen liegen 😉

Spass und Marketing bei Seite, was kann man über diese Zahlen sagen.

Zum ersten Mal seit 15 Jahren sind die Bierimporte zurückgegangen und zwar von 54’538 Hektoliter. Der Marktanteil der importierten Biere liegt jetzt bei 25.6% (2014 war es 26.8%).
Der Inlandausstoss konnte diesen Verlust mehr als kompensieren mit einem Plus von 60’621 Hektoliter.

Die folgende Grafik stellt die Entwicklung der Bierimporte und des Inlandausstosses dar:

import-produktion

Letztes Jahr ist also etwas seltenes passiert. Was denn ?

Obwohl eine endgültige Erklärung dafür nicht vorliegt, möchte ich euch erinnern, was ich vor einem Jahr geschrieben habe:

Ramseier, die zurzeit grösste unabhängige Brauerei der Schweiz, hat 4 Millionen in einer neuen Dosenabfüllanlage investiert (seit Juni 2014 im Betrieb). Ziel damit ist unter anderen, die in Deutschland gebrauten Landi Farmer Dosenbieren im Hochdorf produzieren zu können. Falls alles klappt und mit einer Kapazität von 28’000 Dosen pro Stunde, steht ein schönes Wachstum in Sicht.

Ich kann mich also gut vorstellen, dass der Rückgang der Bierimporte praktisch eins-zu-eins zugunsten von Ramseier gegangen ist.
Die 2. Feststellung ist, dass das Duopol Carlsberg/Heineken stabil geblieben ist. Eine weitere Ausnahmesituation.

Der Schweizer Biermarkt 2015 sieht also folgendermassen aus:

biermarkt2015-typ

 

cheers !

Es ist soweit: die Zahlen des Schweizer Biermarkts wurden gerade veröffentlicht (das Pressecommuniqué ist hier nachzulesen).

Ohne Überraschung ging die Mehrheit der Zunahme vom gesamten Biermarkt (63’200 Hektoliter) zugunsten der Bierimporte (51’536). Diese bauen also ihren Markanteil weiter auf 26.8% auf. Obwohl das Wachstum im Vergleich auf das vom letzten Jahr mässig auffällt, kann ich die Meinung von Marcel Kreber – Direktor Schweizer Brauerei-Verband – keinesfalls teilen, wenn er diesbezüglich sagt “Es scheint, dass eine Abflachung der Entwicklung eingesetzt hat.” Die folgende Grafik, die die Entwicklung der Bierimporte und des Inlandausstosses darstellt, zeigt dass die Sorgen des Brauerei-Verbands betreffend Zunahme der Importe bei weitem nicht vorbei ist:

graph-prod-import

Jedoch sieht es so aus, als ob ausnahmsweise das sympatische Duopol Carlsberg/Heineken wenig Verlust (ich rede natürlich über Hektoliter) hinnehmen mussten. Unter den Brauereien, die in 2014 weniger produzieren als das Jahr zuvor, können noch Schützengarten und Rugenbräu mit je 2’000 hl Verlust erwähnt werden. Bei den “Siegern” findet man sehr viele Brauereien wie zum Beispiel Felsenau (+10%), Doppelleu (mit +200% auf 15’000 hl), Burgdorfer (+12%) und Aare Bier (+11%).

Der Schweizer Biermark 2014 sieht also folgendermassen aus:

biermarkt2014

Für 2015 sind die folgenden Entwicklungen erwartet:

  • Ramseier, die zurzeit grösste unabhängige Brauerei der Schweiz, hat 4 Millionen in einer neuen Dosenabfüllanlage investiert (seit Juni 2014 im Betrieb). Ziel damit ist unter anderen, die in Deutschland gebrauten Landi Farmer Dosenbieren im Hochdorf produzieren zu können. Falls alles klappt und mit einer Kapazität von 28’000 Dosen pro Stunde, steht ein schönes Wachstum in Sicht.
  • Ebenfalls tut sich bei der Brauerei Locher was: sie wird – vermutlich noch in 2014 – mehrere neue Lagertanks an einem neuen Standort am Nordeingang von Appenzell in Betrieb nehmen. Die Kapazitätsgrenze von 160’000 Hektoliter am alten Standort gehört also bald der Vergangenheit an und man rechnet bald mit einer Produktion von über 250’000 Hektoliter. Der Kampf um den Titel der grössten unabhängigen Brauerei der Schweiz wird also spannend …
  • Als wichtiger Akteur der Schweizer Bierszene profiliert sich Doppelleu nach erst 3 Jahren (!) immer mehr. Sie baut ihre Brauerei für 5 Millionen Franken aus und soll ab nächstem Jahr bis zu 35’000 Hektoliter produzieren.

 

cheers!

 

Die neuesten Zahlen des Schweizer Biermarkts, nämlich vom Braujahr 2010/11 (1. Oktober bis 30. September), wurden gerade publiziert. Was sagen uns diese Zahlen ?

Zuerst dass die Bierimporte weiterhin stark zulegen (+69‘284 Hektoliter), eine Tendenz, die seit dem Jahr 2000 praktisch konstant ist. Dann dass sich der Inlandausstoss um 38‘306 hl reduziert hat, was daraus ein bescheidenes Wachstum des gesamten Konsums von 0.7% resultiert. Die Entwicklung dieser zwei Werten über den letzten 20 Jahren sieht folgendermassen aus:

Der Pro-Kopf-Konsum in der Schweiz hat sich zwischen 1991 (71 Liter) und 2005 (54.8 Liter) massiv reduziert, was den sehr negativen Trend der Schweizer Produktion zum grössten Teil erklärt. Diese sah kurz danach besser aus, schrumpft aber wieder seit 2008. Da in den letzten 3 Jahren 100 neuen Brauereien eröffnet wurden und gleichzeitig die meisten Klein- und Mittelbrauereien ihre Produktion erhöht haben (wie zum Beispiel Schützengarten, Locher, Müller, Egger, Felsenau, um nur die grösseren Brauereien zu nennen), sind die (grossen) Verlierer einfach zu finden. Weiss das jemand ? Jawohl: Carlsberg (Feldschlösschen/Valaisanne) und Heineken Switzerland (Calanda/Eichhof) ! (die Frage war zu einfach, es gibt also keinen Preis zu gewinnen :-)).

Kaum bekannt ist die Tatsache, dass die beiden Giganten schon lange keine Zahlen mehr über ihre Produktion kommunizieren. Eine Zahl wird immer wieder in den Medien publiziert, nämlich dass die beiden zusammen 70% des Schweizer Biermarkts produzieren. Das ist ein totaler Quatsch, der vermutlich aus einer damals realistischen Schätzung vom Jahr 2000 herkommt. Gemäss meinen Schätzungen können diese zwei auf keinen Fall mehr als 60% darstellen. Etwas zwischen 57% und 58% scheint mir realistisch zu sein. Wie komme ich darauf ? Einfach mit einem Art Reverse Engineering: ich nehme alle Zahlen, die bekannt sind und der Rest gehört einfach zu Carlsberg und Heineken.

Nota bene Nr. 1: dies könnte wohl in Zukunft immer schwieriger werden, wenn man betrachtet, dass sogar Brauereien wie Egger, Felsenau oder Rugenbräu jetzt ihre Biermengen aus Konkurrenzgründen“ nur gerundet bekannt geben … Wie bitte ?!?
Nota bene Nr.2: dass meine Schätzungen ziemlich vollwertig sind, hat mir kürzlich eine sehr gut informierte Person bestätigt.

Hier also die Marktanteile in der Schweiz in 2011, made in Bov:

Was passiert also genau ? Jedes Jahr verzichtet circa 1% der Konsumenten auf seine Stange Feldschlösschen, Calanda, Cardinal, Tell, Gurten, Warteck, Halden Gut, Ittinger Klosterbräu oder wie alle diese ähnlichen Produkte mögen heissen und fliehen in 2 entgegengesetzte Richtungen.

Die erste Kategorie sind Leute für die Bier nichts anderes als ein Durstlöscher ist. Diese verschonen ihre Portemonnaie und entscheiden sich für billige Importprodukte (hauptsächlich die 5dl Dosen aus Deutschland).

Die zweite Kategorie bevorzugt zunehmend die Biere von kleineren Schweizer Brauereien. Sei es weil diese besser schmecken (was aber nicht immer der Fall ist) oder weil das Image der beiden Giganten negativ auffällt (fehlende regionale Identität sowie unzählige Übernahmen und Stellenabbau).

Was machen Heineken und Carlsberg dagegen ? Praktisch nichts ! Ihre Passivität ist wirklich verwunderlich. Sie motzen über dem landesweiten Rauchverbot in den meisten Restaurants und Bars, und bedauern, dass ihre Biervielfalt nicht wahrgenommen wird. Dabei realisieren sie nicht, dass Dutzende von geklonten Lager Hell bei weitem keine Biervielfalt darstellen … Umso besser für die Kleinbraureien ! Diese Lage ist aber mittelfristig für die Niederländer und die Dänen nicht tragbar. Ich gehe also davon aus, dass sie in den nächsten 10 Jahren entweder eine oder mehrere mittelgrosse Brauereien übernommen werden oder aber, dass sie aus dem Schweizer Biermarkt aussteigen.

Wer will mit mir wetten ?

cheers !