Posts Tagged ‘Feldschlösschen’

jamesbraeuWie im letzten Artikel versprochen, möchte ich detaillierter auf die 103 neuen Schweizer Biere, die ich im März verkostet habe, zurückkommen. Meine Bewertungen können über die Links – die nach den Brauereien-Seiten auf Ratebeer.com führen – nachgesehen werden.

Kanton Aargau

feldNur 3 Biere hier, was eigentlich wenig ist für einen Kanton, der hinter Bern und Zürich die 3. grösste Anzahl von Brauereien mit 55 vorzeigt. Und Biere aus sehr unterschiedlichen Brauereien, von JamesBRÄU (5 Hektoliter) und ihr Coffee Stout bis Feldschlösschen (circa 1,5 Mio. hl) und ihr “Innovation des Jahres” Braufrisch über Lägere Bräu (1’800 hl) und ihr Whiskey Porter. Dass meine Vorliebe genau nach Anzahl Hektoliter umgekehrt sortiert ist, ist selbstverständlich purer Zufall. Oder ?

Kanton Appenzell

Die ambitionierte und erfolgreiche Brauerei Locher (160’000 hl und bald mehr als 200’000) konnte mich mit ihrem Glühbier überhaupt nicht überzeugen. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich so was kaum trinken kann, egal welche Brauerei das produziert.

Kanton Bern

braubarGanz logisch, dass Bern mit 27 neuen Bieren quantitativ dominiert hat: nicht nur wohne ich hier aber vor allem hat dieser Kanton mit 94 eindeutig am meisten Brauereien von allen.

Während Aare Bier mit ihrem Dunkel ihre Biervielfalt-Allergie weiterhin bestätigt, sieht es bei den anderen ganz anders aus und sogar Hasli-Bier – die ihren ungeschickt gewählten Name ganz gerne verschwinden lassen würde – zeigt mit ihrer neuen Marke “49er” endlich ein bisschen was (Imperial Stout, Red Ale und Draft Beer).

Bei Barbière konnte ich 5 neue Biere entdecken. Das IPA Equinox, das Ali und das Mosart sind wirklich empfehlenswert. Und die anderen sind nicht weit hinten.

Dass Blackwell bei mir nicht automatisch einen Volltreffer bedeutet, zeigte das merkwürdige (aber nicht nur) Tannenbaum Effect 2.0 Brown Spruce IPA. Aber sowohl das Huell Melon T’Artagnan Berliner Weisse wie auch vor allem das Shishiga Universal Stout (Platz 2 des Monates) konnten den Eindruck meisterlich wiederherstellen. Wohlgemerkt: es sind 14,2% Alkohol Unterschied zwischen diesen 2 Bieren …

BRAUBAR macht gute Sachen, sehr gute sogar ! Das Hop Burst und das Later Red waren die Highlights unter den 4 neuen Bieren, die ich trinken konnte.

bryggerolRoger Brügger, der erste Schweizermeister der Bier-Sommeliers , steigt dank seinen exzellenten American IPA Nelson S. und I Bleed Black in meinem Ranking der Schweizer Brauereien weiter auf: Brygger Øl wird es wohl bald in der Top 20 schaffen und es könnte wohl weitergehen.

Immer gut, präzis und interessant: Burg Braui und das Mentha.

Nicht weit von meinem Wohnort entfernt, Patrick Domenig von Chicco-Bräu (Nidau) zeigt sein Können von Anfang an: Hoppy Pale Ale, Nelson lager und Nelson Weizen.

chiccoSein Pale Ale sorgte scheinbar für diverse Reaktionen, war für mich aber ok: Danidrinks.

Eine weitere neue Brauerei aus meiner Region ist la Courtysane (Courtelary). Ich hatte bis jetzt nur ein Bier, das überdurchschnittliche Teresina und freue mich schon auf weitere Sorten.

Drei neue Biere von mein Emmental (ä Böbu, ä Düderler und ä Röbu) konnten die Enttäuschung von letzten Mal teilweise korrigieren, ohne jedoch eine grosse Überzeugung bei mir zu bewirken.

Kanton Graubünden

surselvaDie Brauerei Engadiner Bier überzeugt mit Morteratsch Bier und Pöstli Bräu nach wie vor. Dies ist weniger der Fall bei Surselva Bräu: die 2 Biere, die sie für das Benediktiner Kloster Disentis brauen – St. Placi Goldhelles Spezial und Weizenbier – sind ungenügend bis durchschnittlich.

Kanton Jura

Von vielen vergöttert und ebenfalls von vielen unverstanden, da ist sie: l’Abbaye de Saint Bon-Chien in seiner Grand Cru Version 2014 (Frenchy Sparkling Wine) von BFM natürlich. Da dieses Bier den ersten Platz des Monates belegt, ist wohl klar in welcher Kategorie ich mich befinde.

Kanton Luzern

Hier konnte sich Goliath-Eichhof – mit seinem erstaunlich gut gelungenen Kulturbräu – gegen David-Sankt-Maria – und sein betrübliches No7 Weizen Dunkel (NB schlechtes Bier des Monates) – klar durchsetzen.

Kanton Sankt-Gallen

kornhausEin korrektes Bier von Kornhausbräu (der Herbst) und ein ebenfalls korrektes Bier von Sonnenbräu (Annett’s Büezer). Schlechtes Wetter hingegen bei Stadtbühl mit dem miserablen Zwickel und dem noch schlimmeren Minimal. Hilfe …

Wie man es richtig macht, zeigt die Brauerei Sennbräu mit 5 guten bis sehr guten Bieren wie das Farmhouse Ale und das Landbier.

Kanton Thurgau

barfussEine neue und ziemlich gute Brauerei zuerst mit Barfuss (Black Monkey, Secret Service und Sleeping Bear) und dann eine neue (wobei nur für mich, da diese seit 2005 gibt) und ziemlich schlechte Brauerei mit Element (Feuerkelch, Kloster und Pils). Stolz sein, nach Reinheitsgebot zu brauen, genügt wohl nicht …

Ein sicherer Wert in diesem Kanton bleibt weiterhin das Brauhaus Sternen mit seinem Rauchbier.

Kanton Tessin

rudbirHier konnte ich ebenfalls 2 neue Brauereien entdecken, beide recht gut !

Bei Birra Schmid haben mich sowohl das Coast Ale wie auch das Dry Stout überzeugt. Bei Rud Bir war es mit dem Imperial und dem Stellare sogar noch besser.

Von Bad Attitude (Birrificio Ticinese) konnte ich das sehr gute Strange Love wie auch das anständige Grauvogel verkosten.

Kanton Waadt

tempsDieser Kanton zeigte eine starke Präsenz mit nicht weniger als 15 neuen Bieren und vor allem 4 neuen Brauereien ! Fangen wir mit diesen an:

  • die Brasserie du Temps ist viel versprechend mit Bieren wie vor allem Tempérance und Boule à Neige.
  • gut ebenfalls die Brasserie la Drêche mit seinem Kürbis-Bier Ale’Oween (und es braucht schon was, damit ein solches Bier mich anspricht)
  • interessant und gut gemacht war das Car Rouge von Echec & Malt
  • hingegen war das Bjer von Concorde ein Versager

nebuleuseDa wir gerade bei den Enttäuschungen sind, fahren wir gerade weiter:

Dann, bessere Produkte mit dem Bière Rousse au Gingembre von Cathélaz, Caribou von la Nébuleuse, Grand Cru 2013 von les Faiseurs de Bière (eine jetzt leider geschlossene Pionier-Brauerei) und vor allem Tropicale IPA von Trois Dames.

Kanton Wallis

tardivWenn ich an diesen Kanton denke, kommen mir zuerst 2 Sachen in den Sinn: zu viele bescheidene bis sogar schlechte Brauereien einerseits und die vermutlich innovativste Brauerei der Schweiz andererseits (doch, doch, es gibt schon was inzwischen)

Als Vertreter der erste Kategorie traf ich das arme Bonnefille la Rousse von Tardiv, während mich nicht weniger als 8 neue Biere von Brasserie des 5 Quatre Mille mehr als glücklich gemacht haben (die besten waren Mosaic is Back, 3xC Porter und Session IPA).

Kanton Zürich

Nicht wirklich begeistert hat mich die Entdeckung der Brauerei Aathaler-Bräu. Die 5 Biere, die ich erhalten konnte, schwankten zwischen leicht überdurchschnittlich (Black Bull Irish Stout und Ginger Ale) und schlecht (Pale Ale). Verbesserungspotential ist klar vorhanden.

wehntalVon der 2. für mich neuen Brauerei des Kantons, Braumanufaktur Sunneberg, hatte ich nur ein Bier: Red Ale. Es war aber gut und ich hoffe schwer, bald neue Sorten finden zu können.

Vier neue Biere aus Bierzunft Wehntal haben meinen sehr mässigen Ersteindruck – der 3 jährig war – meisterlich verbessert ! Biere wie Ekaterina, DIPA oder Brown Ale sind einfach exzellent.

Gut ebenfalls war das Imperial IPA von Doppelleu und noch besser das neue Storm&Anchor IPA.

turbinenEine Stufe tiefer, jedoch weiterhin ok, findet man Turbinen-Bräu und sein Cortina sowie UG Bräu (UG-Maibock und UG-Sauer Alt).

Wie immer ganz stark war die zweitbeste Brauerei im Kanton – Gutknecht’s Hammer-Bier – mit Choco-Chili-Porter, Rhubarby Doppelbock und XXl IPA.

cheers !

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Mosi Lager aus Sambia

Mosi Lager aus Sambia

Ferien und Pensionierung haben etwas gemeinsam: wenn man sie hat, hat man echt dann keine Zeit mehr zur Verfügung … Nein, pensioniert bin ich bei Weitem nicht, geniesse aber gerade die letzte von meinen 5 Wochen Ferien. Gut, das war meine miese Entschuldigung, um meinen letzten monatlichen Artikel weggelassen zu haben. Dafür habt ihr jetzt aber 2 Monaten zusammen fur den gleichen Preis.

Ich war während Juni und Juli – mit 78 respektiv 63 neuen Bieren – anständig aktiv. Die Schweiz war erneut mit 35 Bieren die am meisten repräsentierte Nation, gefolgt durch Schottland (15, BrewDog lässt grüssen) und Belgien (13).  Aus Ländern, die selten zu begegnen sind, war vor allem Portugal interessant. Biere wie Sant’Ana LX Rye oder Mean Sardine Amura zeigen, dass ebenfalls dort eine positive Bewegung stattfindet. Der Höhepunkt im geographischen Thema war aber ganz klar ein neues Land mit Sambia und das Mosi Lager. Ein grausiges Bier nebenbei gesagt …

Neue Schweizer Brauereien konnte ich 3 entdecken. Von den Jurassiern von Blanche Pierre konnte ich nur eine Sorte – Cuivrée, ein leicht

Schmitte Bier Wagerad von Brauwerkstatt Jegenstorf

Schmitte Bier Wagerad von Brauwerkstatt Jegenstorf

überdurchschnittliches Bier  – verkosten. Unüblicherweise brauen sie vor allem für ein Restaurant und füllen wenig in Flaschen ab. Die Thurgauer von Riethof haben noch zu tun: während das Dunkel noch ok war, kann das Hell kaum getrunken werden. Noch extremer polarisiert wurde es bei den Wallisern von la Mule: einerseits ein sehr gutes 1798 und andererseits ein unkontrolliertes und schlechtes Ò Rünò.

Hier eine kleine Übersicht von den anderen Schweizer Bieren der letzten 2 Monaten:

IMG_3024Schlechte Biere gab es schon einige, vermutlich mehr als üblicherweise. Abgesehen von dem Letztgeborenen Bastard der Cardinal Eve Serie (gerade vorher erwähnt), sowie einigen anderen ominösen Radler wie Desperados Verde, Landi Farmer Panaché Lemon und Du Bocq Red Bocq, das schlechteste war Presidente Light aus der Dominikanischen Republik.

Wie immer aber, waren die guten Biere eindeutig zahlreicher und wie immer kann ich sie nicht alle durchgehen. Falls Interesse besteht, wisst ihr aber dass jederzeit meine letzten 500 getestete Biere hier anzusehen sind. Hier einige Höhepunkte:

IMG_2732Der Juni-Sieger habe ich schon früher erwähnt: es handelt sich um das Tripple Imperial Rye von Hugo “Hammer” Gutknecht. Ein beeindruckes, komplexes und sehr starkes Bier (16.8% !), das sich für ein Trappist Quadrupel ausgeben könnte.

Der Juli-Sieger – und bestes Bier der letzten 2 Monaten – kommt aus den Niederlanden und aus einer Kollaboration zwischen 2 genialen Brauereien: De Molen und Närke (Schweden). Hoch komplex und ebenfalls stark (11.1%), man könnte dieses Bier während 2 Stunden verkosten und immer wieder zusätzliche Charaktermerkmale entdecken. Die ziemlich hoche Süsse wird verblüffend durch eine späte Salzigkeit ausgewogen. Es handelt sich um das Goths & Vandals.

cheers !

arabierNicht ganz im Schlafmodus, aber ähnlich ruhig wie im Dezember verlief der erste Monat von 2014: „nur“ 57 verschiedenen Biere aus 15 Ländern fanden den Weg zu meinen Geschmacksknospen.
Einen Grund dafür war teilweise mein Entscheid, einige (9) alte belgische Klassiker erneut zu prüfen, bei deren meine Notizen älter als 10 Jahren waren. Während den ersten 15 Jahren meines Bier-Hobbys war ich fest überzeugt, dass Belgien diskussionslos die besten Biere der Welt produzierte. Diese Meinung – die natürlich durch viele andere Personen geteilt wurde – war bei weitem nicht unberechtigt: einerseits waren die Kreativität und die Vielfalt der belgischen Brauern enorm und andererseits war die heutige Bierrevolution noch am Anfang und hatte die Schweiz noch nicht erreicht. Jetzt sehe ich das anders und Belgien liegt zurzeit hinter Schottland, die USA, Norwegen und Dänemark nur noch an Platz 5 in meiner Rangliste. Hier haben 2 Faktoren eine Rolle gespielt: Belgien war sehr lange überzeugt – wie Deutschland – die beste Bier Nation zu sein und blickte deswegen sehr lang herablassend auf die Craft-Beer-Revolution, was ihren heutigen Rückstand daraus resultiert. Und natürlich hat sich mein Geschmack während 26 Jahren leicht geändert und ich bekunde zum Beispiel heutzutage ab und zu Mühe mit Bieren, die viele Restsüsse zeigen – ein Merkmal von vielen belgischen Bieren.
aubrigWas ergab sich also aus den erneuten Verkostungen von diesen belgischen Klassikern ? Zuerst sicher eine Bestätigung über was ich gerade geschrieben habe: das Problem mit der Restsüsse. Hier haben vor allem das Tripel Karmeliet und das Delirium Tremens gelitten und obwohl meine Bewertungen für diese Biere gut bis korrekt bleiben, liegen sie jetzt viel tiefer als damals. Ähnlich aber nicht so stark mussten Biere wie La Chouffe, Duvel (bei diesem war ich erstaunt) und Kwak Rating-Punkte ebenfalls zurückgeben. Bei den beiden CantillonRosé de Gambrinus und Kriek – blieb es (und dies 13 Jahre später) haargenau gleich (gut). Einzig konnte sich das Arabier von De Dolle verbessern und sogar klar. Es ist vermutlich kein Zufall, dass es sich bei diesem Panel um das bitterste Bier handelte …
Es ist jetzt mal Zeit, über die neuen Biere zu plaudern. Die Schweiz konnte ihren ersten Platz bei der Anzahl von Bieren zurückerobern (22), klar vor die USA (10) und Frankreich (4). Neue Schweizer Brauereien hat es 2 gegeben: während ich noch mit meiner Meinung über Gili Bräu (Münsingen) warten will, kann ich jetzt schon sagen, dass die Brauerei Innerthal (Kanton Schwyz) mit ihren Aubrig Bieren sehr gute Produkte präsentiert ! Hier mal eine kleine Zusammenfassung der anderen Bieren aus der Schweiz:

  • das Pale Ale von Brasserie des Condémines bestätigt leider die arme Qualität dieser Brauerei;
    IMG_2310[1]

    La Charnière (Brauerei l’Éphémère)

  • das Baselbierter Hell – ein Bier, das durch Lägerebräu gebraut wird – bekommt von mir eine durchschnittliche Note für Ihre Qualität und eine sehr schlechte für die Tatsache, dass der Produzent nicht deklariert ist (böse Buben !);

Schlechte – sogar sehr schlechte – Biere gab es einige. Besonders beteiligt hier war die “schweizerische” Brauerei Feldschlösschen mit ihren grausamen Alkoholfrei und Cardinal Eve Spiced Mandarin. So übel aber diese beiden Biere waren, hatten sie keine Chancen gegen das unglaubliche Super Bock Tango von Unicer (Portugal). Ganz ehrlich: wie kann man so was brauen ??

Zum Glück gab es – wie immer – bei weitem viel mehr gute Produkte als schlechte. Hier eine nicht erschöpfende Liste von den besten Bieren, die ich im Januar verkostet konnte:

Dies bringt uns zum Podium, zwar nicht ein olympisches aber trotzdem ein sehr schönes und auf jeden Fall garantiert “nicht korrupt” 😉

An dritter Stelle rangiert schon wieder ein amerikanisches Bier mit dem Evil Twin Lil’B (ein generöses Imperial Porter mit 11.5% Alkohol) von La_Brasserie_du_Mont_Saleveder in diesem Monat omnipräsenten Brauerei Two Roads. Zweiter wird eine von mir altbekannte und sehr geliebte belgische Brauerei, nämlich Rodenbach mit ihrem exzellenten Caractère Rouge, ein komplexes fruchtiges Sour Ale.

Und der eindeutige Sieger im Januar kommt aus der wunderbaren französischen Brauerei Mont Salève: das Nouveaux Mondes ist ein sehr aromatisches und endvergorenes Imperial IPA, das mit 8 Volumenprozenten und trotz (oder dank ?) einer sehr ausgeprägten Bitterkeit gefährlich trinkbar ist.

cheers !

So, das Pressecommuniqué des SBV (Schweizer Brauerei-Verband) mit den Zahlen vom Braujahr 2012/13 (1. Oktober 2012 bis 30. September 2013) wurde gerade veröffentlicht. Was ist hier zu sehen ? Eigentlich nichts Neues, da die Tendenzen von den letzten Jahren sich bestätigen.

Während den Bierimporten noch mehr als üblich zugenommen haben (+ 99’132 Hektoliter), hat sich der Inlandausstoss weiterhin reduziert und das nicht wenig nämlich um 143’019 hl. Der Gesamtbiermarkt hat also um 0.9% abgenommen. Hier eine Grafik, die die Entwicklung der Bierimporte und des Inlandausstosses darstellt:

import_inlandausstoss

In Anbetracht dessen, dass:

  • jährlich circa 30 Brauereien mehr gibt,
  • praktisch alle regionale und überregionale Brauereien ihre Produktion erhöht haben (Egger und Rugenbräu ausgenommen),
  • und die Bevölkerung immer mehr Interesse an gute Biere zeigt (was der Erfolg von sämtlichen Mikro-, Nanobrauereien und spezialisierten Bierbaren bestätigt)

können die grossen Verlierer eindeutig identifiziert werden, nämlich das Duopol Carlsberg und Heineken.

Die nächste Grafik zeigt die neue Aufteilung des Biermarktes:

swiss_markt_2013

Es ist zu bemerken, dass alle Zahlen belegbar sind, ausser die von Carlsberg und Heineken, die seit langen Zeiten ihre nicht mehr veröffentlichen. Die Summe aber des Marktanteils von diesen 2 Konsortien ist aber eindeutig und liegt bei 52.6% (Vorjahr 55.2%). Nur die Aufteilung zwischen diesen beiden musste ich – basierend auf Zahlen von Vorjahren – schätzen.

Der SBV – wo notabene nur 4 von ihren 16 Mitgliedern eine Abnahme ihrer Produktion hinnehmen müssten – hat natürlich wie immer schöne Erklärungen für diese unangenehme Situation, die einige Zeitungen als “Krise im Schweizer Biermarkt” betiteln haben. Was sind diese ?

Zuerst das schlechte Wetter.

Während ich bereit bin, diese Erklärung für die 0.9% Abnahme des Gesamtbiermarkts gelten zu lassen, wäre ich aber froh, wenn Herr Marcel Kreber – Direktor des SBV – mir erklären würde, wieso das schlechte Wetter keinen negativen Einfluss auf Importbiere hatte. Ganz im Gegenteil sogar ! “Hmm, heute ist es nicht sehr warm, ich werde also ein Sagres anstatt mein Feldschlösschen trinken“. Bitte … Dies ist also keine Erklärung für die Abnahme des Inlandausstosses.

Dann die Euroschwäche.

Ja, klar. Wobei mit einem Euro auf  1.70 wäre die Situation nicht besser. Die Tatsache bleibt: wenn man Massenbiere in der Schweiz produziert, kann man auf keinen Fall die importierten Billigbiere konkurrieren. Achtung: ich bin nach wie vor  überzeugt, dass Biermarken wie Eichhof oder Feldschlösschen besser als Karskrone, Kronenbourg oder Sagres sind. Aber der Preisunterschied, der sich manchmal um einen Faktor 3 oder 4 handelt, kann sich nicht rechtfertigen und dies vor allem nicht gegenüber das Zielpublikum, nämlich die absolute Mehrheit von ahnungslosen und uninteressierten Biertrinkern.

Und sonst ? Ahh, klar: die ominöse Stammtischkultur, die nicht mehr wie früher gepflegt wird, sowie die Rauchverbote.

Die zunehmende Tendenz, daheim zu trinken, ist nichts Neues. Dass dies die 2 Giganten frustriert, verstehe ich schon. Es genügt also nicht, eine halblegale Kontrolle über die Restaurante zu haben …

Die Inlandbrauereien geben sich aber kämpferisch” liest man im Pressecommuniqué. Und wie ? “Mit einer wachsenden Biervielfalt, grosser Innovationskraft und hohen Qualitätsansprüchen“. Ernsthaft ? Was ist bei Heineken/Carlsberg eine wachsende Biervielfalt ? Die etwa 40 geklonten Marken von Lagerbieren, die völlig austauschbar sind und sich durch den Braumeister nicht erkennen lassen ? Dann, wo ist die grosse Innovationskraft ? Das neue Cardinal Eve Spiced Mandarine und das Feldschlösschen Stark ? Und die Qualitätsansprüche ? Ist damit vielleicht das high gravity brewing Verfahren gemeint ? Naja … Und schlussendlich wird uns verzählt, dass der Ausbildungskurs zum Schweizer Bier-Sommelier eine Massnahme gegen Stagnation ist. Obwohl dieser Kurs ganz brav durch den SBV kontrolliert ist, muss man schon naïv sein, um zu denken, dass die Bier-Sommeliers Produkte aus den grossen Schweizer Brauereien hervorheben werden. Es sei denn natürlich, diese Bier-Sommeliers für den SBV arbeiten 😉

Vor etwa 6 Jahren habe ich mal prognostiziert, dass sich Carlsberg (oder Heineken) aus der Schweiz zurückziehen wird. Ich glaube an meine Prognose heute umso mehr, denn beide Firmen einerseits mit den Preisen von den Importbieren nie mitmachen werden können und andererseits unfähig sind (im Gegenteil zu Schützengarten oder Felsenau zum Beispiel) Innovationen auf dem Markt zu bringen. Und, angenommen dass es plötzlich ein Feldschlösschen Double IPA geben würde, wer würde das trinken ? Nicht der Stammtisch Trinker, das interessiert ihn nicht. Und auch nicht der neugierige Biertrinker, da bei ihm das Image von Feldberg und Heineksschen bis in alle Ewigkeit zu negativ ist.

cheers !

Seit langer Zeit hatte ich im Kopf die Idee, einen solchen Test durchzuführen. Zwei Sachen standen mir bis kurzem immer im Weg: der Aufwand und die Motivation. Ja: die Motivation. Ich teste zwar fast täglich Biere, aber die idee, 20 oder vielleicht mehr ähnliche, geschmacklose Lagerbiere nacheinander auszuprobieren ? Naja, man muss wirklich opfenbereit sein !

Nachdem im August 2011 der x-te Biertest im 20 Minuten Online publiziert wurde, habe ich mich entschlossen, selber einen zu organisieren. Diese Biertests, die regelmässig durch (Konsumenten)Zeitschriften organisiert werden, haben meiner Meinung nach mindestens zwei Schwächen: 1) die Palette von Bieren ist entweder unvollständig oder falsch ausgewählt (man denkt zum Beispiel an “Sieben Zürcher Biere im Vergleich” wobei 4 davon gar nicht im Kanton gebraut werden) und 2) … ich war nicht dabei ! Ja, ein bisschen Narzissmus muss auch sein 😉

Wenn man so was organisiert, muss man die Rahmenbedingungen festlegen. Meine Idee war von Anfang an, die Lager Hell von den grösseren Brauereien der Schweiz gegeneinander antreten zu lassen. Kein Dunkel, kein Spezial und auch keine ausländische Marken, die in der Schweiz produziert werden (weg also mit Carlsberg und Heineken). Als minimale Grösse für die betroffenen Brauereien habe ich 10’000 Hektoliter festgelegt. Damit ist die Anzahl mit 27 zu testenden Bieren menschlich geblieben.

Diese 27 Biere musste ich aber zuerst finden und für gewisse war das schwieriger als ursprünglich angedacht. Hier möchte ich mich bei Peter Loosli von der Bierhütte bedanken: er hat meine Aufgabe mit seiner Auswahl und seinen speziellen Bestellungen wesentlich vereinfacht.

Da ich diesen Hindernislauf nicht allein durchlaufen wollte, habe ich (problemlos) zwei anderen Personen gefunden: Laurent Mousson, ehemaliger Vizepräsident der European Beer Consumers Union und Jurymitglied bei vielen internationalen Bier Wettbewerben und Rutzicka (Name der Redaktion bekannt :-)), ein kundiger Bierliebhaber.

Ebenfalls war mir die Methode klar: der Test muss blind durchgeführt werden. Einfacher gesagt als getan, vor allem wenn die anderen Teilnehmer auch blind testen wollten und niemand bereit war, die Biere zu servieren 🙂 … Nichts ist aber unmöglich (wenn das Thema Bier ist) und wir fanden bald eine Methode. Die Biere wurden in 6 Serien präsentiert (3×5 und 3×4), sie wurden jedesmal durch Rutzicka selektiert, in Plastikbechern serviert, auf nummerierten Bierdeckel deponiert und ich habe anschliessend die Reihenfolge der Becher gemischt. Damit besass nur Rutzicka einen Teil der Information, nämlich welche Biere in einer Serie vorhanden waren, er hatte aber keine Ahnung über die Reihenfolge. Erst ganz am Schluss wurden seine Informationen mit meinen verknüpft und die Namen der Biere offengelegt.

Die Biere wurden gemäss Ratebeer-Bewertungssystem notiert, also mit einem Maximum von 50 Punkten.

Lange Rede, kurzer Sinn – hier sind die Resultate:

Rang Bier Brauerei L.M. Rutzicka Bov Total
1 Gurten Lager Feldschlösschen (Rheinfelden) 18 20 31 69
2 Denner Lager Ramseier Suisse (Hochdorf) 22 19 25 66
3 Tell Heineken Switzerland (Chur) 16 22 26 64
4 Hopfemandli Lager Baar (Baar) 17 19 27 63
Old Boxer (Romanel/Lausanne) 19 21 23 63
Lager Felsenau (Bern) 16 17 30 63
7 Eichhof Lager Heineken Switzerland (Luzern) 21 18 23 62
Export Rugenbräu (Interlaken) 21 17 24 62
Lager Sonnenbräu (Rebstein) 16 21 25 62
10 Hürlimann Lager Feldschlösschen (Rheinfelden) 19 19 23 61
11 Coop Prix Garantie Heineken Switzerland (Chur) 19 23 18 60
Haldengut Lager Heineken Switzerland (Chur) 17 19 24 60
Lager Müller (Baden) 18 20 22 60
14 Landi Farmer Hell Ramseier Suisse (Hochdorf) 15 19 25 59
Lager Hell Schützengarten (St.Gallen) 19 18 22 59
16 Calanda Lager Heineken Switzerland (Chur) 18 18 20 56
Quöllfrisch Locher (Appenzell) 14 19 23 56
Löwengarten Hell Schützengarten (St.Gallen) 11 19 26 56
Warteck Lager Feldschlösschen (Rheinfelden) 14 18 24 56
20 Original Feldschlösschen (Rheinfelden) 15 20 19 54
Einsiedler Lager Rosengarten (Einsiedeln) 15 19 20 54
22 Cardinal Lager Feldschlösschen (Rheinfelden) 15 18 20 53
Römer Edelhell Ramseier Suisse (Hochdorf) 13 19 21 53
24 Galopper Egger (Worb) 16 18 18 52
Valaisanne Lager Feldschlösschen (Sion) 15 20 17 52
26 Lager Hell Falken (Schaffhausen) 12 12 17 41
27 Sprint Turbinen Bräu (Zürich) 10 13 15 38
Durchschnitt 16.3 18.7 22.5  57.5

Wenn ich diesen Test nur mit einem Wort zusammenfassen müsste, würde ich sagen: langweilig. Heilige Sch*%&@ waren diese Biere alle ähnlich, profillos und uninteressant ! Und ausgenommen bei 2 waren nicht einmal Fehler vorhanden, um die Monotonie zu unterbrechen … Die Homogenität der Geschmacksrichtungen hat aus diesem Test wirklich eine grosse Herausforderung gemacht !

Wie man es aus der letzten Zeile der Tabelle oben entnehmen kann, gab es bei den 3 Testern spürbare Unterschiede bei der durchschnittlichen Note. Das ist ganz normal und hat natürlich keinen Einfluss auf die Rangliste. Wichtig ist nur, dass jeder während dem ganzen Test gleichmässig bleibt.

Zwei Biere standen klar im Abseits, darunter das Produkt der kleinsten Brauerei im Rennen. In Anbetracht eindeutigen Aromen von Spargeln kann man berechtigte Zweifel an der Qualitätskontrolle bei Turbinen Bräu haben …

Mit seltenen Ausnahmen hatte ich diese Biere zum letzten Mal vor 6 bis 12 Jahren probiert und wusste eigentlich nicht ganz was von diesem Test zu erwarten war. Grundsätzlich – und trotz meinem initialen Vorbehalt – habe ich mehr geschmackliche Unterschiede zwischen den Bieren erwartet. Bezüglich der individuellen Resultate waren für mich die Leistungen von Turbinen Bräu und Locher besonders enttäuschend.

Wie verlässlich dieses Testresultat ist, bleibt – ehrlich gesagt – in Anbetracht der Ähnligkeit der Produkte, unbekannt. Ich werde aber in jedem Fall, vermutlich schon in den nächsten 12 Monaten, diesen Test wiederholen. Dann werden wir eine Antwort haben …

Prost !

Die neuesten Zahlen des Schweizer Biermarkts, nämlich vom Braujahr 2010/11 (1. Oktober bis 30. September), wurden gerade publiziert. Was sagen uns diese Zahlen ?

Zuerst dass die Bierimporte weiterhin stark zulegen (+69‘284 Hektoliter), eine Tendenz, die seit dem Jahr 2000 praktisch konstant ist. Dann dass sich der Inlandausstoss um 38‘306 hl reduziert hat, was daraus ein bescheidenes Wachstum des gesamten Konsums von 0.7% resultiert. Die Entwicklung dieser zwei Werten über den letzten 20 Jahren sieht folgendermassen aus:

Der Pro-Kopf-Konsum in der Schweiz hat sich zwischen 1991 (71 Liter) und 2005 (54.8 Liter) massiv reduziert, was den sehr negativen Trend der Schweizer Produktion zum grössten Teil erklärt. Diese sah kurz danach besser aus, schrumpft aber wieder seit 2008. Da in den letzten 3 Jahren 100 neuen Brauereien eröffnet wurden und gleichzeitig die meisten Klein- und Mittelbrauereien ihre Produktion erhöht haben (wie zum Beispiel Schützengarten, Locher, Müller, Egger, Felsenau, um nur die grösseren Brauereien zu nennen), sind die (grossen) Verlierer einfach zu finden. Weiss das jemand ? Jawohl: Carlsberg (Feldschlösschen/Valaisanne) und Heineken Switzerland (Calanda/Eichhof) ! (die Frage war zu einfach, es gibt also keinen Preis zu gewinnen :-)).

Kaum bekannt ist die Tatsache, dass die beiden Giganten schon lange keine Zahlen mehr über ihre Produktion kommunizieren. Eine Zahl wird immer wieder in den Medien publiziert, nämlich dass die beiden zusammen 70% des Schweizer Biermarkts produzieren. Das ist ein totaler Quatsch, der vermutlich aus einer damals realistischen Schätzung vom Jahr 2000 herkommt. Gemäss meinen Schätzungen können diese zwei auf keinen Fall mehr als 60% darstellen. Etwas zwischen 57% und 58% scheint mir realistisch zu sein. Wie komme ich darauf ? Einfach mit einem Art Reverse Engineering: ich nehme alle Zahlen, die bekannt sind und der Rest gehört einfach zu Carlsberg und Heineken.

Nota bene Nr. 1: dies könnte wohl in Zukunft immer schwieriger werden, wenn man betrachtet, dass sogar Brauereien wie Egger, Felsenau oder Rugenbräu jetzt ihre Biermengen aus Konkurrenzgründen“ nur gerundet bekannt geben … Wie bitte ?!?
Nota bene Nr.2: dass meine Schätzungen ziemlich vollwertig sind, hat mir kürzlich eine sehr gut informierte Person bestätigt.

Hier also die Marktanteile in der Schweiz in 2011, made in Bov:

Was passiert also genau ? Jedes Jahr verzichtet circa 1% der Konsumenten auf seine Stange Feldschlösschen, Calanda, Cardinal, Tell, Gurten, Warteck, Halden Gut, Ittinger Klosterbräu oder wie alle diese ähnlichen Produkte mögen heissen und fliehen in 2 entgegengesetzte Richtungen.

Die erste Kategorie sind Leute für die Bier nichts anderes als ein Durstlöscher ist. Diese verschonen ihre Portemonnaie und entscheiden sich für billige Importprodukte (hauptsächlich die 5dl Dosen aus Deutschland).

Die zweite Kategorie bevorzugt zunehmend die Biere von kleineren Schweizer Brauereien. Sei es weil diese besser schmecken (was aber nicht immer der Fall ist) oder weil das Image der beiden Giganten negativ auffällt (fehlende regionale Identität sowie unzählige Übernahmen und Stellenabbau).

Was machen Heineken und Carlsberg dagegen ? Praktisch nichts ! Ihre Passivität ist wirklich verwunderlich. Sie motzen über dem landesweiten Rauchverbot in den meisten Restaurants und Bars, und bedauern, dass ihre Biervielfalt nicht wahrgenommen wird. Dabei realisieren sie nicht, dass Dutzende von geklonten Lager Hell bei weitem keine Biervielfalt darstellen … Umso besser für die Kleinbraureien ! Diese Lage ist aber mittelfristig für die Niederländer und die Dänen nicht tragbar. Ich gehe also davon aus, dass sie in den nächsten 10 Jahren entweder eine oder mehrere mittelgrosse Brauereien übernommen werden oder aber, dass sie aus dem Schweizer Biermarkt aussteigen.

Wer will mit mir wetten ?

cheers !

Parmi les 76 bières dégustées lors du mois qui vient de s’écouler, la Suisse a repris la main, si ce n’est au niveau du podium, du moins au nombre de bières par pays. Ce sont en effet 29 nouvelles bières made in Switzerland qui sont tombées dans mon escarcelle. Et parmi celles-ci, comme à l’accoutumée, du très bon, du bon et du … un petit peu de moins bon.

Voyons ceci de plus près et dans le désordre:
Tout d’abord, j’ai découvert pas moins de 4 nouvelles brasseries le mois dernier.

  • Hasebärgbraui (Udligenswil, canton de Lucerne), chez qui j’ai commandé 3 bières via la page internet, présente des produits correctement faits, mais qui sont toutefois fort difficiles à identifier et à placer dans un style. Je ne suis certes pas un taliban des styles de bières (mes ratings tiennent très peu compte du fait qu’une bière corresponde à un style ou pas), mais il est quand même pas mal de savoir où l’on va.
  • La toute nouvelle brasserie fribourgeoise (non, ils n’ont pas repris les locaux de Cardinal …): la Brasserie du Chauve. Le brasseur, qui doit maintenant définitivement oublier l’option des implants capillaires, a vécu plusieurs années en Nouvelle-Zélande, d’où il est revenu avec un amour pour le houblon et les ales anglo-saxonnes. De bonnes bières (stout et black IPA entre autres) à essayer absolument. A noter que la ville de Fribourg à maintenant 3 brasseries présentant une belle complémentarité: les “anciens” de la BAF (brasserie artisanale de Fribourg), la Freiburger Biermanufaktur (très orientée Reinheitsgebot) et maintenant donc la Brasserie du Chauve.
  • Ce sont carrément 6 bières qu’offrent les Bernois de Mein Emmental (Konolfigen). Ici aussi, les styles ne sont pas forcément facile à cerner, mais en fait c’est plutôt un compliment quand on parle d’une brasserie suisse-allemande ;-). Du bon et du moins bon, mais l’enthousiasme et le potentiel sont là (et pas seulement à cause de leur excellente page internet). Ne manquez pas la Äs Fyschter’s, une stout fort bien faite.
  • Puis finalement (et enfin, car ça faisait un moment que je cherchais leurs bières), Storm&Anchor de Winterthur. Cette brasserie, qui n’est, il faut le préciser, pas (encore) commerciale et donc pas enregistrée à l’Administration Fédérale des Douanes, offrent des bières de types anglo-américains. Celles-ci ont un fort potentiel mais sont, pour certaines d’entre-elles en tous cas,  présentées trop jeunes. La Kodiak, un barley wine titrant à 11%, m’a fait forte impression.

A noter ensuite 4 nouvelles excellentes bières de Gutknecht’s Hammer-Bier, une brasserie qui évolue certes dans la zone d’attraction gravitationnelle du trou noir des styles germaniques, mais alors à un haut niveau ! Mention spéciale ici à leur Märzen-Bier.

De l’autre côté de l’espace-temps, on trouve la nouvelle plaisanterie de Feldschlösschen, l’Amber, mûrie sur bois de chêne. Oui, oui: sur bois de chêne. Vous ne pensiez tout de même pas qu’ils allaient employer des fûts, non ?

Retournons encore une fois la table pour finir par 3 superbes bières suisses:

Quittons maintenant la Suisse. Au chapitre flop du mois, c’est sans contestation possible la brasserie espagnole Masia Agullons qui l’emporte. Sa Pura Pale montrait des notes évidentes de DMS et sa Dalmoru était asphyxiée sous une tonne de coriandre. Fort décevant, considérant surtout la bonne, voire très bonne tenue de route des autres bières de cette brasserie, notamment la Setembre.

Avant de m’attaquer au podium du mois, j’aimerais encore citer 2 excellentes bières (afin que vous ne les manquiez pas lors de votre prochain passage au bar Erzbierschof ;-)): la Tres Blueberry Stout des américains de Dark Horse et la Bitch Please des as du marketing écossais Brewdog (brassée en collaboration avec la fabuleuse brasserie de l’Indiana, Three Floyds).

Or donc, le podium. La 3ème place revient à une bière relativement classique et qui m’a échappé pendant fort longtemps: la Kriek Mariage Parfait de la brasserie Boon. Peu de choses à en dire, si ce n’est qu’il s’agit d’un excellent lambic, comme la plupart des bières qu’ils brassent. La 2ème place revient à la Sea Bass de la fantastique brasserie Cigar City. Une sour ale complexe qui a également été ma 7000 ème bière dégustée (voir aussi ici).

C’est une bière italienne qui s’impose ce mois-ci et elle provient d’une brasserie qui m’était inconnue jusqu’alors: la LoverBeer BeerBera. Le brasseur, Valter Loverier, brasseur amateur de longue date, à récemment franchi le pas du professionnalisme. Ce brasseur jouit d’une très grande réputation parmi ses pairs et je comprends parfaitement pourquoi après avoir goûté quelques-unes de ses créations. La bière en question mériterait une rubrique à elle seule. Il s’agit d’une sorte d’hybridation issue d’un croisement entre le monde de la bière et celui du vin: en effet, aucune levure à bière n’est utilisée et la fermentation s’effectue, lentement, à partir de levures sauvages contenues dans du moût de barbera qui est rajouté à la bière de départ. Le tout est complété d’une maturation en fûts de chêne (non, on n’est pas chez Feldschlösschen ici …). Le résultat est tout simplement superbe !