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Schweizer Biere 2015/2016

Interessanterweise sorgte dieses Buch für Diskussionen bei weitem mehr vor als nach seinem Erscheinen. Während sich einige Biersommeliers zu Recht über die wohlwollende Kontrolle des Schweizer Brauerei-Verbands sowie andere Aspekte wie Anzahl und Herkunft der Biere, nicht eingeladene Verkoster, usw…, Fragen stellten und die Einladung absagten, waren andere recht begeistert oder naiv. Oder hatten auch einen Arbeitgeber, der direkt involviert war … Wobei, ehrlich gesagt, blieb die Teilnahme von SBV-Sommeliers mit 6 aus insgesamt 13 eher vernünftig.

Der Werbeslogan, der anfangs noch 280 Schweizer Biere getestet und bewertet von den besten Biersommeliers der Schweiz.“ lautete, war schlussendlich: „200 Schweizer Biere verkostet und beschrieben von Schweizer Biersommeliers“. Erstens: da in der Zwischenzeit die ersten 2 klassierten der Schweizer Meisterschaften abgesagt hatten, war schwierig von „besten“ zu reden 😉 … CH-Bier-BookDann über die Anzahl präsentierten Bieren … Als Kriterien für die Einbeziehung im Buch galten: nur Biere aus Brauereien mit einem jährlichen Ausstoß grösser als 1‘000 Hektoliter; keine saisonale Biere, keine Radler sowie keine einmaligen Spezialitäten. Eine Beschränkung, die zwar Sinn macht, jedoch das Bild der Bier-Szene in unserem Land ziemlich verfälschst, da genau die kleineren Brauereien für die größte Vielfalt verantwortlich sind. Dass schlussendlich „nur“ noch 191 Biere im Buch dabei sind, ist durch die Abwesenheit von 15 „qualifizierten“ Brauereien erklärlich. Einige (viele ?) davon haben ihr Veto eingelegt (aber wieso wurden sie überhaupt gefragt ?!?), einige wurden zu spät angefragt und konnten Informationen wie Bilder, Bezugsquellen, usw. nicht liefern und andere waren vielleicht – aus welchem Grund auch immer – vergessen. Der letzte Punkt schlussendlich: es steht nicht mehr „bewertet“ sondern „beschrieben“ weil der Job der involvierten Biersommeliers  klar definiert war: bitte um wohlwollende Beschreibungen ! Sicher bei einigen Bieren eine eher kreative Aufgabe …

Obwohl die Biere nach Biersorten unterteilt sind, wurden die Letzteren wiederum in 3 Kapiteln zugeordnet: „Grundsorten“, „Spezialitäten“ und „internationale Sorten“. Oh je … das sind noch die tollen Definitionen aus der Kartell-Zeiten … Aufwachen Leute ! Das Kartell gibt es seit 1991 nicht mehr ! Gut, wenn man denkt, dass ein Nachbarland 499 Jahre in der Vergangenheit blockiert ist, könnte das Ganze also schlimmer sein …

Die Bittere wird nicht in IBU sondern in Worten (“sehr schwach, schwach, mittel, stark, sehr stark“) angegeben. Dies angeblich weil es für die Konsumenten so verständlicher sein soll. Sicher ? Ich vermute es ist eher, weil bei weitem nicht alle Brauereien die IBU ihrer Bieren kennen.

Die merkwürdigste Sache aber, ist die Geruchs- und Geschmacksintensität, die mit einer Punktzahl von 1 bis 5 bei jedem Bier angegeben ist. Hier die Beschreibung dazu: „Mit 1 wird damit ausgedrückt, dass dieses Bier sehr schwach, hell und süss ist. Entsprechend bedeutet die Vergabe von 5, dass der Konsument ein sehr starkes, dunkles und bitteres Bier zu erwarten hat.“. Ich wusste es doch: dunkle Biere sind alle bitter ! Und stark … 😉

Das Buch soll jährlich erscheinen. Die Frage bleibt für mich aber offen: was soll das Zielpublikum sein ? Die 08/15 Feld-neken und Hei-schlösschen Biertrinker interessiert das wohl gar nicht. Und die Craft crew tut es noch weniger …

Anzahl registrierten Brauereien in der Schweiz

Im Juni 2013 schrieb jemand: „… tendiere ich zu denken, dass die Wachstumsphase bald Vergangenheit sein wird (vermutlich sogar vor 2020) und dass die Rekordzahl vom Jahr 1885 nicht geschlagen wird.“. Schade nur dass dieser Jemand ich war …

Obwohl ich einerseits betreffend Ende der Wachstumsphase vor 2020 immer noch richtig sein könnte, wurde andererseits die Rekordzahl (530) kürzlich mit 551 geschlagen. Das ist viel, sehr viel … Ehrlich gesagt, kann man 1885 mit 2015 kaum vergleichen und obwohl die Situation vor 130 Jahren nicht völlig bekannt ist, kann man unbedenklich behaupten, dass damals die meisten Brauereien professionell betrieben wurden, während dies heute schätzungsweise nicht einmal bei 100 der Fall ist. Heute ist es unheimlich (zu) einfach, sich als offizielle Brauerei zu registrieren und ich kann die Bedenken des renommierten kanadischen Bier-Schriftsteller Stephen Beaumont – eine Brauerei, die jährlich weniger als 50 hl produziert, als echte Brauerei zu betrachten – sehr gut verstehen.

Tatsache ist, die Bier-Szene in der Schweiz ist nicht mehr überschaubar. Für mich auch nicht.

festipiousseFestival & Events

Nicht nur die Anzahl der Brauereien, sondern auch die Anzahl von Bier-Festivals und Events explodiert. Die speziellen Events (Meet the Brewer, Armageddon) multiplizieren sich bei Bars wie Au Trappiste, Erzbierschof, the International oder PiBar und kürzlich kamen nicht weniger als 5 neue Festivals zu die bestehenden dazu: Bierfest Chur, Zürich Bier Festival, LuppolaTI (Chiasso), Festi’Piousse (Echallens) und Echec & Malt Beer Festival (Lausanne). Bis auf 1 war der Erfolg gross bis überwältigend, was natürlich sehr erfreulich ist.

Vergesst also die kommenden Festivals und Events nicht! : Basler Biermarkt (28.8.), Mikrobrauer-Armageddon Liebefeld/Bern (Erzbierschof, 4.9.), Festival des Brasseries Artisanales de Fribourg (5.9.), Craft Bier Festival Rapperswil (6.9.), Meet the Brewer (Jester King, bei Au Trappiste, 12.9.) und die Unterländer Biertage (Oberglatt, 7. und 8.11.).

scheissbierKollaborationsbiere in der Schweiz

Während 2012 als Jahr des Anfangs des IPA-Trends gilt, kann 2015 sicher als Anfang des Kollaborationen-Trends angesehen werden. Vergleicht man dies mit den USA, stellt man fest, dass unser Rückstand immer ein bisschen kleiner wird (der Anfang des IPA-Trends dort ordnet man in 2004/2005, während die Geschichte mit den Kollaborationen ab 2009 explodierte).

Das erste „Collab“-Bier der Schweiz (soviel ich weiss, danke für eine allfällige Korrektur !) war 100% made in Schaffhausen und zwar das „Scheissbier“ von Brauerei.sh und Brauage du Garage à la Plage in 2010 (das Bier wurde anlässlich der Eröffnung der neuen WC-Anlagen einer Bar gebraut, deshalb …). Die erste schweizweit verfügbare (oder fast) Kollaboration kam 2 Jahre später mit dem CH2 von Birrificio Ticinese und Bier Factory Rapperswil. Als Brauereien, die aktiv an Kollaborationen sind, kann man Trois Dames, Bad Attitude, 523, Barbière, Blackwell und Storm&Anchor speziell erwähnen.

Bier des Monats

Weil ich in den letzten Zeiten nichts darüber geschrieben habe, heisst nicht, dass ich zu trinken aufgehört habe. Denkste! Während ich im Juni mit 93 neuen Bieren stark beschäftigt war, war Juli mit 130 noch besser (oder härter, je nach Bier …).icanseeyourflanders

Omnipräsent war selbstverständlich die Schweiz mit insgesamt 96 neuen Bieren. Weit hinten trifft man auf Belgien (29) und Italien (23) auf. Bei den für mich neuen Brauereien waren die Erlebnisse sehr unterschiedlich: positiv (bis sehr positiv) waren sicher Lance-Pierre, Darkwolf und Pentabier, während es mit Brauereien wie Braulabor, Heerbrugger Bier, Mon Oeil und Budken langsam aber sicher nicht ganz angenehm wurde …

Die besten Biere waren Prairie Artisan Ales Evil Twin Bible Belt (Juni) und Blackwell I can see your Flanders (Juli). Besonders zu erwähnen sind auch Amager Surly Todd the Axe Man, Trois Dames Saison Brett, Blackwell Drahtesel und Jester King Snörkel.

cheers !

IMG_1993[1]Une fois n’est pas coutume, la chaleur estivale n’a pas eu raison de mon élan dégustatif et ce ne sont pas moins de 85 nouvelles bières qui se sont retrouvées accroché à mon tableau de chasse. Deux rencontres avec mon ami et ratebeerien notoire fiulijn ne sont pas totalement étrangères à ce score … Pour rappel, vous pouvez consulter la liste de mes 500 dernières bières dégustées ici.

C’est la Suisse que l’on retrouve une nouvelle fois en tête avec 34 bières, suivie de la Belgique (14) et des Pays-Bas (10). A noter la présence de 3 pays plutôt rares. Tout d’abord la Grèce (il est toujours facile de savoir où j’ai passé mes vacances en lisant mes notes de juillet …): 2 bières très valables de la mcrobrasserie Corfu Beer (Real Ale Bitter et Real Ale Special) et en bonus quelques autres bien moins recommandables. Le Portugal a une peine immense à présenter quelque chose de valable et ce n’est évidemment pas la Sagres Sem Alcool qui prouvera le contraire. Le ciel est par contre plus bleu du côté de l’Autriche avec trois bonnes bières (et de plus originales) de la brasserie Gusswerk: Horny Betty, Dies IrÆ et Cerevinum. Par contre, je m’étonne toujours qu’on ne puisse pas trouver des bières autrichiennes plus facilement, surtout en considérant qu’il existe un grand nombre de brasseries dans ce pays.IMG_1971[1]

Côté suisse, j’ai pu croiser les bières de quatre nouvelles brasseries. Ni l’unique bière produite par les zurichois de Im Grindel – la Mättmibräu – ni celles des vaudois de la Brasserie du Trio n’ont soulevé mon enthousiasme. C’est bien mieux par contre chez Wagerswiler Bräu (Turgovie) avec leur Weizen et chez la Brasserie Montheysanne – fraîchement inscrite au registre de l’administration des douanes – avec des bières qui valent clairement le détour.

À noter sinon parmi les autres bières suisses:

J’ai croisé pas mal de mauvaises bières le mois dernier, la faute en grande partie à un récent passage dans un supermarché en France. Il faut reconnaitre que des brasseries comme Saint-Omer – avec la Saint Bertin, la Kingsbräu Abbaye et la Blonderbräu – et SaverneLicorne Elsass et Kellegen Blanche – s’y connaissent pour brasser des produits imbuvables. Les Gaulois ont toutefois du s’incliner devant la Henninger Kaiser Blonde (brassée chez les Grecs de Mythos) et surtout devant l’abominable Strong Dwuslodowy des Polonais de Warka.

IMG_1977[1]Mais comme pratiquement tous les mois depuis quelques temps, ce sont les bières de qualité qui ont été majoritaires. Parmi les meilleurs on retrouve des habitués, tels les Belges de De Proef en duo avec Mikkeller pour la Hop Series Super Galena et même en trio avec Mikkeller et les américains de Three Floyds pour la fameuse Risgoop. Puis les néerlandais d’Emelisse avec leur White Label – une Imperial Russian Stout vieillie cette fois-ci en fûts de Bunnahabhain – et De Molen avec la Hemel & Aarde Bourbon ainsi que la Painful Death brassée en collaboration avec les compatriotes de Merciless. Les USA n’ont pas été en reste avec la Meadowlark IPA des “gypsy brewers” de Pretty Things – brassée par Buzzards Bay (Massachusetts) – et les excellents Jester King et leur RU-55 puis surtout leur El Cedro, une Saison houblonné à cru au Citra puis vieillie avec des copeaux de cèdre espagnol et finalement conditionnée en bouteille avec des bretts. Cette dernière finissant d’ailleurs sur la troisième place du podium du mois.

Tout cela est bien sûr très beau, mais lors d’un mois où 7 nouvelles bières de Storm&Anchor croisent ma route, il aurait fallu être beaucoup plus fort pour leur barrer le passage.

IMG_1992[1]On retrouve donc en deuxième position la Black – une solide et complexe Black IPA titrant à 8.1% – alors que la victoire revient à la Burned, une merveilleuse bière à la fois puissante et subtile, sans aucun doute la meilleure bière fumée que j’ai bue à ce jour. Ce mois constitue également un tournant au niveau de mon classement des brasseries suisses, puisque les statistiques confirment maintenant un fait que je tiens pour inévitable depuis plusieurs mois: Storm&Anchor a détrôné la légendaire BFM et prend sa place au sommet.

cheers!

IMG_1790[1]Oui, je sais: je ne suis pas en avance … La chaleur et les vacances n’ont jamais eu sur moi des effets dopants et je suis pour l’instant plutôt en mode “pourquoi faire aujourd’hui ce que tu peux repousser à demain”. Mais, bon, quand même: je ne vais pas passer sous silence mes aventures du mois passé aux royaume du malt et du houblon !

Or donc, ce sont 62 bières de 14 pays qui m’ont accompagné ce mois de juin, ce qui constitue la première perte de vitesse en 2013 par rapport au mois précédent. Rien de bien surprenant, puisque –  et contrairement aux adeptes de la Lager de masse – la chaleur est loin de me donner des ailes dans le domaine de la dégustation. Quoiqu’en y repensant, 62 c’est quand même pas mal …

La Suisse reprend la main au niveau quantitatif après la parenthèse danoise du mois de mai avec un total de 29 spécimens, soit une avance claire sur les USA (12) et la Belgique (6). A noter la présence d’un pays assez rare avec les Philippines et leur fort mauvaise Red Horse Extra Strong de San Miguel.

IMG_1793[1]J’ai eu la chance de découvrir 3 nouvelles brasseries lors du mois passé (ça m’étonne moi-même). La meilleure d’entre-elles – même si elle ne mérite pas des hurlements de joie – a été Madl-Bräu (Schneisingen, canton d’Argovie) avec sa Birra Madonna Negra, brassée en exclusivité pour le restaurant Achenberg. Le fait de choisir une Stout pour un restaurant mériterait en fait à lui seul des points de bonus 😉 . Puis la brasserie bâloise Bîrtel avec deux bières étranges mais buvables, Odem et Brodem. J’allais écrire qu’il y avait encore plus de boulot du côté de chez Gnädinger Bräu (Ramsen, Schaffhouse), mais considérant le fait qu’il font partie des vieux de la vieille (enregistrés comme brasserie en 1998), je crains fortement que tout espoir est perdu … Si vous ne me croyez pas, essayez donc leur Helles et leur Dunkel, deux bières avec lesquelles je me dis rétrospectivement avoir été fort gentil.

Voici maintenant en vrac quelques autres bières suisses du mois passé:

Il y a eu évidemment dans ce lot de 62 bières quelques horreurs, mais heureusement assez peu. La Fürst Wallerstein Dunkles Radler en fait bien sûr partie. Boire ce genre de bière mélangée à de la limonade me fait toujours douter de mon état psychique: honnêtement, il faut être passablement atteint pour perdre son temps avec des trucs pareils ! IMG_1800[1]Mais bon, j’essaie de me soigner. Puisqu’on parle de ce genre de bières, je suis tombé tout récemment sur un article assez encourageant où l’on peut lire notamment que le marché pour ces horreurs reste très marginal (3,3% en Suisse et 4,5% en Allemagne). Une raison qui devrait être suffisante pour arrêter ces conneries et réorienter la production vers des bières de goût. Mais bon, si les grands brasseurs avaient la moindre idée du marché de la bière, ça se saurait 😉 .

Sinon, la qualité pitoyable de la Staropramen Branik Svetly me fait dire que les rachats successifs de cette brasserie (Bass, InBev, Molson Coors) ne lui pas fait que du bien … Mais la pire du mois – de peu – aura été la très décevante Toohey’s Old, une soi-disante Brown Ale importée de manière artisanale 😀 directement d’Australie.

Venons-en maintenant aux merveilles du mois, celles qui vous donnent envie d’en déboucher une deuxième bouteille. Pas mal de bières américaines dans le lot, dont – juste au pied du podium – la Farms Dirtoir Black Lager de Rogue Ales, Poivre du Sichuan de Pipeworks, das Wunderkind de Jester King, Natasha Røcks America – une collaboration entre Fanø et Hoppin’Frog – , la Nelson Sauvin Rye Pale Ale de Westbrook et la Blaecorn Unidragon de Clown Shoes. Mais aussi l’hébergeur favori des “gypsys”, j’ai nommé De Proef avec la Mikkeller Hop Series Nugget et l’Omnipollo Nebuchadnezzar. De Molen est – bien sûr serais-je tenté de dire – également présent avec l’excellente Evil Twin Ashtray Heart. IMG_1801[1]Plus étonnant est la présence d’une brasserie espagnole avec la Pumpkin Tzar de Naparbier.

Nous voici en vue du podium. Ce mois-ci, ce dernier est constitué – comme les trois mousquetaires – de quatre entités. Indissociables à la troisième place se trouvent la Storm&Anchor Red – une délicieuse et complexe American Strong Ale – et la Stout Impériale Pipeworks Coffee Break Abduction, un véritable festival de malt rôtis, café et vanille. Tout aussi inséparables sont les deux bières arrivant en tête du classement du mois. Il s’agit tout d’abord de la superbe nouvelle version 2012 dédiée au légendaire chat béatifié (ou est-ce sanctifié ?) de la BFM, l’Abbaye de Saint Bon-Chien, puis de la très originale et franchement géniale Jester King Funk Metal, une solide Stout à 8.2%, vieillie en fût et dans laquelle l’ajout de bretts donne un profil très original et extrêmement séduisant.

cheers et bonnes vacances à tous ceux qui en ont !