Posts Tagged ‘Sennbräu’

jamesbraeuWie im letzten Artikel versprochen, möchte ich detaillierter auf die 103 neuen Schweizer Biere, die ich im März verkostet habe, zurückkommen. Meine Bewertungen können über die Links – die nach den Brauereien-Seiten auf Ratebeer.com führen – nachgesehen werden.

Kanton Aargau

feldNur 3 Biere hier, was eigentlich wenig ist für einen Kanton, der hinter Bern und Zürich die 3. grösste Anzahl von Brauereien mit 55 vorzeigt. Und Biere aus sehr unterschiedlichen Brauereien, von JamesBRÄU (5 Hektoliter) und ihr Coffee Stout bis Feldschlösschen (circa 1,5 Mio. hl) und ihr “Innovation des Jahres” Braufrisch über Lägere Bräu (1’800 hl) und ihr Whiskey Porter. Dass meine Vorliebe genau nach Anzahl Hektoliter umgekehrt sortiert ist, ist selbstverständlich purer Zufall. Oder ?

Kanton Appenzell

Die ambitionierte und erfolgreiche Brauerei Locher (160’000 hl und bald mehr als 200’000) konnte mich mit ihrem Glühbier überhaupt nicht überzeugen. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich so was kaum trinken kann, egal welche Brauerei das produziert.

Kanton Bern

braubarGanz logisch, dass Bern mit 27 neuen Bieren quantitativ dominiert hat: nicht nur wohne ich hier aber vor allem hat dieser Kanton mit 94 eindeutig am meisten Brauereien von allen.

Während Aare Bier mit ihrem Dunkel ihre Biervielfalt-Allergie weiterhin bestätigt, sieht es bei den anderen ganz anders aus und sogar Hasli-Bier – die ihren ungeschickt gewählten Name ganz gerne verschwinden lassen würde – zeigt mit ihrer neuen Marke “49er” endlich ein bisschen was (Imperial Stout, Red Ale und Draft Beer).

Bei Barbière konnte ich 5 neue Biere entdecken. Das IPA Equinox, das Ali und das Mosart sind wirklich empfehlenswert. Und die anderen sind nicht weit hinten.

Dass Blackwell bei mir nicht automatisch einen Volltreffer bedeutet, zeigte das merkwürdige (aber nicht nur) Tannenbaum Effect 2.0 Brown Spruce IPA. Aber sowohl das Huell Melon T’Artagnan Berliner Weisse wie auch vor allem das Shishiga Universal Stout (Platz 2 des Monates) konnten den Eindruck meisterlich wiederherstellen. Wohlgemerkt: es sind 14,2% Alkohol Unterschied zwischen diesen 2 Bieren …

BRAUBAR macht gute Sachen, sehr gute sogar ! Das Hop Burst und das Later Red waren die Highlights unter den 4 neuen Bieren, die ich trinken konnte.

bryggerolRoger Brügger, der erste Schweizermeister der Bier-Sommeliers , steigt dank seinen exzellenten American IPA Nelson S. und I Bleed Black in meinem Ranking der Schweizer Brauereien weiter auf: Brygger Øl wird es wohl bald in der Top 20 schaffen und es könnte wohl weitergehen.

Immer gut, präzis und interessant: Burg Braui und das Mentha.

Nicht weit von meinem Wohnort entfernt, Patrick Domenig von Chicco-Bräu (Nidau) zeigt sein Können von Anfang an: Hoppy Pale Ale, Nelson lager und Nelson Weizen.

chiccoSein Pale Ale sorgte scheinbar für diverse Reaktionen, war für mich aber ok: Danidrinks.

Eine weitere neue Brauerei aus meiner Region ist la Courtysane (Courtelary). Ich hatte bis jetzt nur ein Bier, das überdurchschnittliche Teresina und freue mich schon auf weitere Sorten.

Drei neue Biere von mein Emmental (ä Böbu, ä Düderler und ä Röbu) konnten die Enttäuschung von letzten Mal teilweise korrigieren, ohne jedoch eine grosse Überzeugung bei mir zu bewirken.

Kanton Graubünden

surselvaDie Brauerei Engadiner Bier überzeugt mit Morteratsch Bier und Pöstli Bräu nach wie vor. Dies ist weniger der Fall bei Surselva Bräu: die 2 Biere, die sie für das Benediktiner Kloster Disentis brauen – St. Placi Goldhelles Spezial und Weizenbier – sind ungenügend bis durchschnittlich.

Kanton Jura

Von vielen vergöttert und ebenfalls von vielen unverstanden, da ist sie: l’Abbaye de Saint Bon-Chien in seiner Grand Cru Version 2014 (Frenchy Sparkling Wine) von BFM natürlich. Da dieses Bier den ersten Platz des Monates belegt, ist wohl klar in welcher Kategorie ich mich befinde.

Kanton Luzern

Hier konnte sich Goliath-Eichhof – mit seinem erstaunlich gut gelungenen Kulturbräu – gegen David-Sankt-Maria – und sein betrübliches No7 Weizen Dunkel (NB schlechtes Bier des Monates) – klar durchsetzen.

Kanton Sankt-Gallen

kornhausEin korrektes Bier von Kornhausbräu (der Herbst) und ein ebenfalls korrektes Bier von Sonnenbräu (Annett’s Büezer). Schlechtes Wetter hingegen bei Stadtbühl mit dem miserablen Zwickel und dem noch schlimmeren Minimal. Hilfe …

Wie man es richtig macht, zeigt die Brauerei Sennbräu mit 5 guten bis sehr guten Bieren wie das Farmhouse Ale und das Landbier.

Kanton Thurgau

barfussEine neue und ziemlich gute Brauerei zuerst mit Barfuss (Black Monkey, Secret Service und Sleeping Bear) und dann eine neue (wobei nur für mich, da diese seit 2005 gibt) und ziemlich schlechte Brauerei mit Element (Feuerkelch, Kloster und Pils). Stolz sein, nach Reinheitsgebot zu brauen, genügt wohl nicht …

Ein sicherer Wert in diesem Kanton bleibt weiterhin das Brauhaus Sternen mit seinem Rauchbier.

Kanton Tessin

rudbirHier konnte ich ebenfalls 2 neue Brauereien entdecken, beide recht gut !

Bei Birra Schmid haben mich sowohl das Coast Ale wie auch das Dry Stout überzeugt. Bei Rud Bir war es mit dem Imperial und dem Stellare sogar noch besser.

Von Bad Attitude (Birrificio Ticinese) konnte ich das sehr gute Strange Love wie auch das anständige Grauvogel verkosten.

Kanton Waadt

tempsDieser Kanton zeigte eine starke Präsenz mit nicht weniger als 15 neuen Bieren und vor allem 4 neuen Brauereien ! Fangen wir mit diesen an:

  • die Brasserie du Temps ist viel versprechend mit Bieren wie vor allem Tempérance und Boule à Neige.
  • gut ebenfalls die Brasserie la Drêche mit seinem Kürbis-Bier Ale’Oween (und es braucht schon was, damit ein solches Bier mich anspricht)
  • interessant und gut gemacht war das Car Rouge von Echec & Malt
  • hingegen war das Bjer von Concorde ein Versager

nebuleuseDa wir gerade bei den Enttäuschungen sind, fahren wir gerade weiter:

Dann, bessere Produkte mit dem Bière Rousse au Gingembre von Cathélaz, Caribou von la Nébuleuse, Grand Cru 2013 von les Faiseurs de Bière (eine jetzt leider geschlossene Pionier-Brauerei) und vor allem Tropicale IPA von Trois Dames.

Kanton Wallis

tardivWenn ich an diesen Kanton denke, kommen mir zuerst 2 Sachen in den Sinn: zu viele bescheidene bis sogar schlechte Brauereien einerseits und die vermutlich innovativste Brauerei der Schweiz andererseits (doch, doch, es gibt schon was inzwischen)

Als Vertreter der erste Kategorie traf ich das arme Bonnefille la Rousse von Tardiv, während mich nicht weniger als 8 neue Biere von Brasserie des 5 Quatre Mille mehr als glücklich gemacht haben (die besten waren Mosaic is Back, 3xC Porter und Session IPA).

Kanton Zürich

Nicht wirklich begeistert hat mich die Entdeckung der Brauerei Aathaler-Bräu. Die 5 Biere, die ich erhalten konnte, schwankten zwischen leicht überdurchschnittlich (Black Bull Irish Stout und Ginger Ale) und schlecht (Pale Ale). Verbesserungspotential ist klar vorhanden.

wehntalVon der 2. für mich neuen Brauerei des Kantons, Braumanufaktur Sunneberg, hatte ich nur ein Bier: Red Ale. Es war aber gut und ich hoffe schwer, bald neue Sorten finden zu können.

Vier neue Biere aus Bierzunft Wehntal haben meinen sehr mässigen Ersteindruck – der 3 jährig war – meisterlich verbessert ! Biere wie Ekaterina, DIPA oder Brown Ale sind einfach exzellent.

Gut ebenfalls war das Imperial IPA von Doppelleu und noch besser das neue Storm&Anchor IPA.

turbinenEine Stufe tiefer, jedoch weiterhin ok, findet man Turbinen-Bräu und sein Cortina sowie UG Bräu (UG-Maibock und UG-Sauer Alt).

Wie immer ganz stark war die zweitbeste Brauerei im Kanton – Gutknecht’s Hammer-Bier – mit Choco-Chili-Porter, Rhubarby Doppelbock und XXl IPA.

cheers !

Mosi Lager aus Sambia

Mosi Lager aus Sambia

Ferien und Pensionierung haben etwas gemeinsam: wenn man sie hat, hat man echt dann keine Zeit mehr zur Verfügung … Nein, pensioniert bin ich bei Weitem nicht, geniesse aber gerade die letzte von meinen 5 Wochen Ferien. Gut, das war meine miese Entschuldigung, um meinen letzten monatlichen Artikel weggelassen zu haben. Dafür habt ihr jetzt aber 2 Monaten zusammen fur den gleichen Preis.

Ich war während Juni und Juli – mit 78 respektiv 63 neuen Bieren – anständig aktiv. Die Schweiz war erneut mit 35 Bieren die am meisten repräsentierte Nation, gefolgt durch Schottland (15, BrewDog lässt grüssen) und Belgien (13).  Aus Ländern, die selten zu begegnen sind, war vor allem Portugal interessant. Biere wie Sant’Ana LX Rye oder Mean Sardine Amura zeigen, dass ebenfalls dort eine positive Bewegung stattfindet. Der Höhepunkt im geographischen Thema war aber ganz klar ein neues Land mit Sambia und das Mosi Lager. Ein grausiges Bier nebenbei gesagt …

Neue Schweizer Brauereien konnte ich 3 entdecken. Von den Jurassiern von Blanche Pierre konnte ich nur eine Sorte – Cuivrée, ein leicht

Schmitte Bier Wagerad von Brauwerkstatt Jegenstorf

Schmitte Bier Wagerad von Brauwerkstatt Jegenstorf

überdurchschnittliches Bier  – verkosten. Unüblicherweise brauen sie vor allem für ein Restaurant und füllen wenig in Flaschen ab. Die Thurgauer von Riethof haben noch zu tun: während das Dunkel noch ok war, kann das Hell kaum getrunken werden. Noch extremer polarisiert wurde es bei den Wallisern von la Mule: einerseits ein sehr gutes 1798 und andererseits ein unkontrolliertes und schlechtes Ò Rünò.

Hier eine kleine Übersicht von den anderen Schweizer Bieren der letzten 2 Monaten:

IMG_3024Schlechte Biere gab es schon einige, vermutlich mehr als üblicherweise. Abgesehen von dem Letztgeborenen Bastard der Cardinal Eve Serie (gerade vorher erwähnt), sowie einigen anderen ominösen Radler wie Desperados Verde, Landi Farmer Panaché Lemon und Du Bocq Red Bocq, das schlechteste war Presidente Light aus der Dominikanischen Republik.

Wie immer aber, waren die guten Biere eindeutig zahlreicher und wie immer kann ich sie nicht alle durchgehen. Falls Interesse besteht, wisst ihr aber dass jederzeit meine letzten 500 getestete Biere hier anzusehen sind. Hier einige Höhepunkte:

IMG_2732Der Juni-Sieger habe ich schon früher erwähnt: es handelt sich um das Tripple Imperial Rye von Hugo “Hammer” Gutknecht. Ein beeindruckes, komplexes und sehr starkes Bier (16.8% !), das sich für ein Trappist Quadrupel ausgeben könnte.

Der Juli-Sieger – und bestes Bier der letzten 2 Monaten – kommt aus den Niederlanden und aus einer Kollaboration zwischen 2 genialen Brauereien: De Molen und Närke (Schweden). Hoch komplex und ebenfalls stark (11.1%), man könnte dieses Bier während 2 Stunden verkosten und immer wieder zusätzliche Charaktermerkmale entdecken. Die ziemlich hoche Süsse wird verblüffend durch eine späte Salzigkeit ausgewogen. Es handelt sich um das Goths & Vandals.

cheers !

arabierNicht ganz im Schlafmodus, aber ähnlich ruhig wie im Dezember verlief der erste Monat von 2014: „nur“ 57 verschiedenen Biere aus 15 Ländern fanden den Weg zu meinen Geschmacksknospen.
Einen Grund dafür war teilweise mein Entscheid, einige (9) alte belgische Klassiker erneut zu prüfen, bei deren meine Notizen älter als 10 Jahren waren. Während den ersten 15 Jahren meines Bier-Hobbys war ich fest überzeugt, dass Belgien diskussionslos die besten Biere der Welt produzierte. Diese Meinung – die natürlich durch viele andere Personen geteilt wurde – war bei weitem nicht unberechtigt: einerseits waren die Kreativität und die Vielfalt der belgischen Brauern enorm und andererseits war die heutige Bierrevolution noch am Anfang und hatte die Schweiz noch nicht erreicht. Jetzt sehe ich das anders und Belgien liegt zurzeit hinter Schottland, die USA, Norwegen und Dänemark nur noch an Platz 5 in meiner Rangliste. Hier haben 2 Faktoren eine Rolle gespielt: Belgien war sehr lange überzeugt – wie Deutschland – die beste Bier Nation zu sein und blickte deswegen sehr lang herablassend auf die Craft-Beer-Revolution, was ihren heutigen Rückstand daraus resultiert. Und natürlich hat sich mein Geschmack während 26 Jahren leicht geändert und ich bekunde zum Beispiel heutzutage ab und zu Mühe mit Bieren, die viele Restsüsse zeigen – ein Merkmal von vielen belgischen Bieren.
aubrigWas ergab sich also aus den erneuten Verkostungen von diesen belgischen Klassikern ? Zuerst sicher eine Bestätigung über was ich gerade geschrieben habe: das Problem mit der Restsüsse. Hier haben vor allem das Tripel Karmeliet und das Delirium Tremens gelitten und obwohl meine Bewertungen für diese Biere gut bis korrekt bleiben, liegen sie jetzt viel tiefer als damals. Ähnlich aber nicht so stark mussten Biere wie La Chouffe, Duvel (bei diesem war ich erstaunt) und Kwak Rating-Punkte ebenfalls zurückgeben. Bei den beiden CantillonRosé de Gambrinus und Kriek – blieb es (und dies 13 Jahre später) haargenau gleich (gut). Einzig konnte sich das Arabier von De Dolle verbessern und sogar klar. Es ist vermutlich kein Zufall, dass es sich bei diesem Panel um das bitterste Bier handelte …
Es ist jetzt mal Zeit, über die neuen Biere zu plaudern. Die Schweiz konnte ihren ersten Platz bei der Anzahl von Bieren zurückerobern (22), klar vor die USA (10) und Frankreich (4). Neue Schweizer Brauereien hat es 2 gegeben: während ich noch mit meiner Meinung über Gili Bräu (Münsingen) warten will, kann ich jetzt schon sagen, dass die Brauerei Innerthal (Kanton Schwyz) mit ihren Aubrig Bieren sehr gute Produkte präsentiert ! Hier mal eine kleine Zusammenfassung der anderen Bieren aus der Schweiz:

  • das Pale Ale von Brasserie des Condémines bestätigt leider die arme Qualität dieser Brauerei;
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    La Charnière (Brauerei l’Éphémère)

  • das Baselbierter Hell – ein Bier, das durch Lägerebräu gebraut wird – bekommt von mir eine durchschnittliche Note für Ihre Qualität und eine sehr schlechte für die Tatsache, dass der Produzent nicht deklariert ist (böse Buben !);

Schlechte – sogar sehr schlechte – Biere gab es einige. Besonders beteiligt hier war die “schweizerische” Brauerei Feldschlösschen mit ihren grausamen Alkoholfrei und Cardinal Eve Spiced Mandarin. So übel aber diese beiden Biere waren, hatten sie keine Chancen gegen das unglaubliche Super Bock Tango von Unicer (Portugal). Ganz ehrlich: wie kann man so was brauen ??

Zum Glück gab es – wie immer – bei weitem viel mehr gute Produkte als schlechte. Hier eine nicht erschöpfende Liste von den besten Bieren, die ich im Januar verkostet konnte:

Dies bringt uns zum Podium, zwar nicht ein olympisches aber trotzdem ein sehr schönes und auf jeden Fall garantiert “nicht korrupt” 😉

An dritter Stelle rangiert schon wieder ein amerikanisches Bier mit dem Evil Twin Lil’B (ein generöses Imperial Porter mit 11.5% Alkohol) von La_Brasserie_du_Mont_Saleveder in diesem Monat omnipräsenten Brauerei Two Roads. Zweiter wird eine von mir altbekannte und sehr geliebte belgische Brauerei, nämlich Rodenbach mit ihrem exzellenten Caractère Rouge, ein komplexes fruchtiges Sour Ale.

Und der eindeutige Sieger im Januar kommt aus der wunderbaren französischen Brauerei Mont Salève: das Nouveaux Mondes ist ein sehr aromatisches und endvergorenes Imperial IPA, das mit 8 Volumenprozenten und trotz (oder dank ?) einer sehr ausgeprägten Bitterkeit gefährlich trinkbar ist.

cheers !

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Titanbräu, la brasserie de Saint-Marin

La publication de mon dernier billet mensuel en allemand m’a valu un nombre réjouissant de remerciements de la part de mes lecteurs germanophones. Et quelques remarques inquiètes de romands … Tout cela pour vous dire d’une part, qu’il est très agréable de se savoir lu et d’autre part qu’il est difficile de contenter tout le monde.

Bref, revenons à nos moutons – ou plutôt à nos houblons. Si le mois d’octobre s’est situé en-deçà de la moyenne annuelle au regard du nombre de bières (et de la qualité probablement aussi), il a toutefois été plus qu’honorable avec tout de même 79 nouveaux spécimens en provenance de 15 pays.

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Alpha Pilsener, une bière d’Andorre

La Suisse pointe comme à l’habitude en tête avec 18 représentants, suivie de la Belgique et des États-Unis avec 12 chacun. A noter particulièrement un nouveau pays avec Saint-Marin. Enfin … nouveau, pas vraiment: en 2004 déjà, j’avais eu l’occasion de boire des bières de la brasserie Amarcord (appelée alors Spring), mais par la suite, en 2009, cette brasserie a déménagé en Italie (à Apecchio) et même si j’ai personnellement continué à considérer ce pays comme acquis, le trou apparu alors dans mes statistiques sur ratebeer m’a quand même un peu dérangé (on est pointilleux ou on ne l’est pas…). Cette inconsistance a donc été réparée grâce à la bienveillance du légendaire Himmy qui a partagé avec moi deux bières de la brasserie Titanbräu. A l’attention de ceux qui sont – comme moi – féru de détails, je signale que je n’ai pas encore bu une bière de tous les pays d’Europe (du moins selon les critères de ratebeer qui peuvent paraitre assez laxistes sur ce point) puisqu’il me manque encore le Vatican,  la République turque de Chypre du Nord, la République moldave du Dniestr et finalement Guernesey (dont seuls les deux derniers cités produisent de la bière à ce jour).

J’ai pu croiser des bières d’autres pays rares le mois passé avec l’Alpha Pilsener (Andorre), la Baird Mikkeller Fruitful Life Collaboration (Japon) et la Nómada Dead Monk de Ca l’Arenys (Espagne).

J’ai également pu découvrir les produits de 3 nouvelles brasseries suisses: Birra Bozz (Gordola, Tessin), Sennbräu (Buchs, Saint-Gall) et Trois Lacs (Enges, Neuchâtel). Seul les Saint-Gallois ont été convaincants, offrant trois bières de bonne facture dont en particulier la Senn Adams. Quant aux deux autres, j’attendrai de boire leurs autres bières en attente dans ma cave avant de me prononcer plus clairement.

Voici un tour d’horizon des autres bières suisses du mois d’octobre:

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L’excellente Stillwater As Follows brassée chez Two Roads

Comme chaque mois ou presque, j’ai du m’envoyer des trucs – restons poli -pas bons. Pour ceux d’entre-vous se souciant de ma santé (merci à vous) et qui l’ignorerait, je rappellerai que je ne fini en aucun cas une bière qui ne me plait pas. Il est même rare que je boive en entier une bière n’atteignant pas la moyenne (qui, soit dit en passant, se situe actuellement vers les 12.5 sur 20 ou 3.1 sur 5 sur l’échelle de ratebeer). Je ne connais d’ailleurs pas de “beer rater” se fixant des règles concernant une consommation minimum d’un produit, chose que l’on peut par contre trouver chez les “beer tickers”. Or donc, je parlais de truc douteux et c’est la Biker Cool de Fürst Wallerstein qui remporte la palme avec un horrible mélange bière-limonade citron dont les allemands sont spécialistes et que les guignols du marketing persistent à vouloir qualifier de rafraichissant. Cette exécrable mixture laisse derrière elle de solides concurrents telles la Sundsporter des Suédois d’Helsingborgs (un festival de cuivre et de métal) et la Beck’s Asia, un mélange écoeurant de bière, grapefruit et gingembre (par chance une version limitée).

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Jolly Pumpkin fidèle à sa réputation avec la Weizen Bam

What about good beers me direz-vous ? Pas de panique, il y en a eu ! Tout d’abord, un joli tir groupé états-uniens avec Kuhnhenn Aldebaran, Jolly Pumpkin Weizen Bam, Jester King Salt Lick (Censored), Short’s the Woodmaster et Two Roads Stillwater As Follows (toutes obtenues chez Erzbierschof pour ceux que ça intéressent). Puis une bière italienne, Stradaregina Pin Hop, une néerlandaise, the Perfect Crime Smoking Gun de la brasserie Schelde ainsi qu’une présence habituelle belgo-danoise (De Proef Mikkeller Walk on Water et De Proef To Øl Black Porter) et une moins commune belgo-japonaise avec OWA Sakura Lambic. La brasserie OWA a été créée en 2007 par Leo Imai, un chimiste/brasseur japonais qui a roulé sa bosse entre la brasserie Kirin, une université écossaise et une brasserie bavaroise avant de fonder sa compagnie à Bruxelles, à deux kilomètres du fameux Moeder Lambic. Son objectif est une fusion culinaire entre la Belgique et le Japon, il s’applique donc à concevoir des bières se mariant parfaitement à la cuisine de son pays d’origine. Je dis concevoir, car il ne semble pas avoir de lieu de production (merci de me contredire si vous en savez plus) et travaille en collaboration avec d’autres brasseries. La Sakura Lambic précitée provient probablement de chez Timmermans (vous remarquerez grâce à l’adverbe “probablement” que la transparence dont je déplore souvent le manque en Suisse, n’est pas forcément présente chez les Belges non plus, loin s’en faut d’ailleurs).

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Dégustation belge chez Erzbierschof: Bzart (Oud Beersel), OWA et XXX de De Ranke

Aborder le podium me permet de rebondir directement sur la brasserie (ou plutôt la compagnie) OWA puisqu’une autre de leurs bières a fait particulièrement fort le mois passé en obtenant la deuxième place. J’ai nommé la Ume Lambic, produite chez De Troch. Le Ume est un abricotier du Japon produisant des fruits particulièrement aigres et acides et qui se combinent merveilleusement à un lambic.

Deux bières se partagent la troisième place dont la meilleure bière suisse du mois, la délicieuse Dark Ale de Reinecke Bräu. Quel dommage que Beat ne brasse pas plus ! Son compagnon pour la médaille de bronze est une nouvelle bière du tandem explosif De Proef/Mikkeller qui pour l’occasion a constitué un trio avec les états-uniens de Three Floyds pour concocter la Boogoop, un barley wine arborant fièrement ses 10.4% d’alcool et ses 80 IBU. Âmes sensibles s’abstenir.FFF_BooGoopLabel_mikk82

La victoire du mois revient à mon style de prédilection avec la puissante Stone Espresso Imperial Russian Stout, un véritable feu d’artifice de café et de chocolat enrobé d’une amertume à damner un saint (enfin, peut-être pas, mais un amateur de bière, oui !).

cheers !