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Schweizer Biere 2015/2016

Interessanterweise sorgte dieses Buch für Diskussionen bei weitem mehr vor als nach seinem Erscheinen. Während sich einige Biersommeliers zu Recht über die wohlwollende Kontrolle des Schweizer Brauerei-Verbands sowie andere Aspekte wie Anzahl und Herkunft der Biere, nicht eingeladene Verkoster, usw…, Fragen stellten und die Einladung absagten, waren andere recht begeistert oder naiv. Oder hatten auch einen Arbeitgeber, der direkt involviert war … Wobei, ehrlich gesagt, blieb die Teilnahme von SBV-Sommeliers mit 6 aus insgesamt 13 eher vernünftig.

Der Werbeslogan, der anfangs noch 280 Schweizer Biere getestet und bewertet von den besten Biersommeliers der Schweiz.“ lautete, war schlussendlich: „200 Schweizer Biere verkostet und beschrieben von Schweizer Biersommeliers“. Erstens: da in der Zwischenzeit die ersten 2 klassierten der Schweizer Meisterschaften abgesagt hatten, war schwierig von „besten“ zu reden 😉 … CH-Bier-BookDann über die Anzahl präsentierten Bieren … Als Kriterien für die Einbeziehung im Buch galten: nur Biere aus Brauereien mit einem jährlichen Ausstoß grösser als 1‘000 Hektoliter; keine saisonale Biere, keine Radler sowie keine einmaligen Spezialitäten. Eine Beschränkung, die zwar Sinn macht, jedoch das Bild der Bier-Szene in unserem Land ziemlich verfälschst, da genau die kleineren Brauereien für die größte Vielfalt verantwortlich sind. Dass schlussendlich „nur“ noch 191 Biere im Buch dabei sind, ist durch die Abwesenheit von 15 „qualifizierten“ Brauereien erklärlich. Einige (viele ?) davon haben ihr Veto eingelegt (aber wieso wurden sie überhaupt gefragt ?!?), einige wurden zu spät angefragt und konnten Informationen wie Bilder, Bezugsquellen, usw. nicht liefern und andere waren vielleicht – aus welchem Grund auch immer – vergessen. Der letzte Punkt schlussendlich: es steht nicht mehr „bewertet“ sondern „beschrieben“ weil der Job der involvierten Biersommeliers  klar definiert war: bitte um wohlwollende Beschreibungen ! Sicher bei einigen Bieren eine eher kreative Aufgabe …

Obwohl die Biere nach Biersorten unterteilt sind, wurden die Letzteren wiederum in 3 Kapiteln zugeordnet: „Grundsorten“, „Spezialitäten“ und „internationale Sorten“. Oh je … das sind noch die tollen Definitionen aus der Kartell-Zeiten … Aufwachen Leute ! Das Kartell gibt es seit 1991 nicht mehr ! Gut, wenn man denkt, dass ein Nachbarland 499 Jahre in der Vergangenheit blockiert ist, könnte das Ganze also schlimmer sein …

Die Bittere wird nicht in IBU sondern in Worten (“sehr schwach, schwach, mittel, stark, sehr stark“) angegeben. Dies angeblich weil es für die Konsumenten so verständlicher sein soll. Sicher ? Ich vermute es ist eher, weil bei weitem nicht alle Brauereien die IBU ihrer Bieren kennen.

Die merkwürdigste Sache aber, ist die Geruchs- und Geschmacksintensität, die mit einer Punktzahl von 1 bis 5 bei jedem Bier angegeben ist. Hier die Beschreibung dazu: „Mit 1 wird damit ausgedrückt, dass dieses Bier sehr schwach, hell und süss ist. Entsprechend bedeutet die Vergabe von 5, dass der Konsument ein sehr starkes, dunkles und bitteres Bier zu erwarten hat.“. Ich wusste es doch: dunkle Biere sind alle bitter ! Und stark … 😉

Das Buch soll jährlich erscheinen. Die Frage bleibt für mich aber offen: was soll das Zielpublikum sein ? Die 08/15 Feld-neken und Hei-schlösschen Biertrinker interessiert das wohl gar nicht. Und die Craft crew tut es noch weniger …

Anzahl registrierten Brauereien in der Schweiz

Im Juni 2013 schrieb jemand: „… tendiere ich zu denken, dass die Wachstumsphase bald Vergangenheit sein wird (vermutlich sogar vor 2020) und dass die Rekordzahl vom Jahr 1885 nicht geschlagen wird.“. Schade nur dass dieser Jemand ich war …

Obwohl ich einerseits betreffend Ende der Wachstumsphase vor 2020 immer noch richtig sein könnte, wurde andererseits die Rekordzahl (530) kürzlich mit 551 geschlagen. Das ist viel, sehr viel … Ehrlich gesagt, kann man 1885 mit 2015 kaum vergleichen und obwohl die Situation vor 130 Jahren nicht völlig bekannt ist, kann man unbedenklich behaupten, dass damals die meisten Brauereien professionell betrieben wurden, während dies heute schätzungsweise nicht einmal bei 100 der Fall ist. Heute ist es unheimlich (zu) einfach, sich als offizielle Brauerei zu registrieren und ich kann die Bedenken des renommierten kanadischen Bier-Schriftsteller Stephen Beaumont – eine Brauerei, die jährlich weniger als 50 hl produziert, als echte Brauerei zu betrachten – sehr gut verstehen.

Tatsache ist, die Bier-Szene in der Schweiz ist nicht mehr überschaubar. Für mich auch nicht.

festipiousseFestival & Events

Nicht nur die Anzahl der Brauereien, sondern auch die Anzahl von Bier-Festivals und Events explodiert. Die speziellen Events (Meet the Brewer, Armageddon) multiplizieren sich bei Bars wie Au Trappiste, Erzbierschof, the International oder PiBar und kürzlich kamen nicht weniger als 5 neue Festivals zu die bestehenden dazu: Bierfest Chur, Zürich Bier Festival, LuppolaTI (Chiasso), Festi’Piousse (Echallens) und Echec & Malt Beer Festival (Lausanne). Bis auf 1 war der Erfolg gross bis überwältigend, was natürlich sehr erfreulich ist.

Vergesst also die kommenden Festivals und Events nicht! : Basler Biermarkt (28.8.), Mikrobrauer-Armageddon Liebefeld/Bern (Erzbierschof, 4.9.), Festival des Brasseries Artisanales de Fribourg (5.9.), Craft Bier Festival Rapperswil (6.9.), Meet the Brewer (Jester King, bei Au Trappiste, 12.9.) und die Unterländer Biertage (Oberglatt, 7. und 8.11.).

scheissbierKollaborationsbiere in der Schweiz

Während 2012 als Jahr des Anfangs des IPA-Trends gilt, kann 2015 sicher als Anfang des Kollaborationen-Trends angesehen werden. Vergleicht man dies mit den USA, stellt man fest, dass unser Rückstand immer ein bisschen kleiner wird (der Anfang des IPA-Trends dort ordnet man in 2004/2005, während die Geschichte mit den Kollaborationen ab 2009 explodierte).

Das erste „Collab“-Bier der Schweiz (soviel ich weiss, danke für eine allfällige Korrektur !) war 100% made in Schaffhausen und zwar das „Scheissbier“ von Brauerei.sh und Brauage du Garage à la Plage in 2010 (das Bier wurde anlässlich der Eröffnung der neuen WC-Anlagen einer Bar gebraut, deshalb …). Die erste schweizweit verfügbare (oder fast) Kollaboration kam 2 Jahre später mit dem CH2 von Birrificio Ticinese und Bier Factory Rapperswil. Als Brauereien, die aktiv an Kollaborationen sind, kann man Trois Dames, Bad Attitude, 523, Barbière, Blackwell und Storm&Anchor speziell erwähnen.

Bier des Monats

Weil ich in den letzten Zeiten nichts darüber geschrieben habe, heisst nicht, dass ich zu trinken aufgehört habe. Denkste! Während ich im Juni mit 93 neuen Bieren stark beschäftigt war, war Juli mit 130 noch besser (oder härter, je nach Bier …).icanseeyourflanders

Omnipräsent war selbstverständlich die Schweiz mit insgesamt 96 neuen Bieren. Weit hinten trifft man auf Belgien (29) und Italien (23) auf. Bei den für mich neuen Brauereien waren die Erlebnisse sehr unterschiedlich: positiv (bis sehr positiv) waren sicher Lance-Pierre, Darkwolf und Pentabier, während es mit Brauereien wie Braulabor, Heerbrugger Bier, Mon Oeil und Budken langsam aber sicher nicht ganz angenehm wurde …

Die besten Biere waren Prairie Artisan Ales Evil Twin Bible Belt (Juni) und Blackwell I can see your Flanders (Juli). Besonders zu erwähnen sind auch Amager Surly Todd the Axe Man, Trois Dames Saison Brett, Blackwell Drahtesel und Jester King Snörkel.

cheers !

Staraya Krepost (Transnistrie)

Staraya Krepost une bière de Transnistrie. Trans … quoi ?!?

Le moins que l’on puisse dire, c’est que le chômage ne menace pas mon hobby de chasseur de bière: des festivals en veux-tu en voilà, des magasins de bières et des bars dont les offres se renouvellent sans cesse, des brasseries qui se créent encore plus vite que Messi enfile les buts et des brasseurs (ainsi que des amis) dont la générosité est de plus en plus grande. En bref: plaisir (beaucoup) et stress (un peu quand même) sont mon lot quotidien. Tout ça pour vous dire aussi qu’entre dégustations, mises à jour de ma page internet et boulot d’administrateur sur RateBeer, je commence à avoir passablement de peine à trouver le temps de pondre sur ce blog …

Mais revenons donc au sujet du titre. Ce ne sont pas moins de 197 nouvelles bières qui ont égayé mes papilles lors de ces deux derniers mois (105 en avril et 92 en mai). La Suisse – en partie grâce aux Solothurner Biertage – a bien évidemment écrasé toute concurrence au niveau du nombre avec 79 représentantes, devançant la Belgique (18) et les USA (12).

Bienvenue à deux nouveau pays: la Guyane française (avec la Jeune Gueule Weïti, une bière tout à fait honorable) et la Transnistrie, un état dont la reconnaissance est – comment dire – limitée, puisque seuls l’Ossétie du Sud, l’Abkhazie et l’Artsakh (eux-mêmes jouissant d’une reconnaissance très modeste …) la considèrent comme un État. Mais bon, comme à chaque fois, je me réfugie derrière les définitions de RateBeer et la Transnistrie constitue donc mon 164ème pays. Soit dit en passant, la bière – Staraya Krepost Klassicheskoe – était parfaitement buvable.

brew_23227D’autres pays rares se sont invités lors des deux derniers mois. La Moldavie principalement avec pas moins de 11 bières, la plupart des Lager disons … difficiles, mais aussi avec une bière de type belge de qualité honnête (la meilleure des 11 d’ailleurs): Persha Trapezne. Les deux bières éthiopiennes – Castel Beer et St. George Amber Beer – peuvent être trouvées en Suisse chez Beers’n’More. Finalement la Lituanie avec une bière forte (14%) et très intéressante: 13 Statinių (Tamsusis) de la brasserie Vilniaus Alus.

Quid des bières suisses ? Tout d’abord 7 nouvelles brasseries à signaler. Dans un ordre de préférence croissant:

Quant aux autres bières helvétiques des deux derniers mois, en voici un résumé non-exhaustif (si vous êtes friands de détails, voici pour rappel l’adresse où vous pouvez consulter mes 500 dernières bières: www.bov.ch/cgi-bin/shownewbeers).

  •  un super brasseur et un super houblon ne peuvent déboucher que sur une super bière: 523 Enigma Bliss;
  • très intéressantes nouveautés des Valaisans de 7Peaks avec en vedette la Cimes de l’Est;
  • le brewpub bernois Barbière continue de présenter qualité et innovation avec notamment la Green Bullet Nelson;
  • l’excellente collaboration entre Bad Attitude et le gypsy (je rigole …) Storm&Anchor – Daughter of Ashes – manque le podium du mois de mai pour un cheveu;
  • Old School Lake Side IPA

    Old School Lake Side IPA

    ce n’est pas le cas de Blackwell, 3ème du mois d’avril avec leur Nelson’s Sour Power Berliner Weisse. A noter aussi leur très bonne collaboration avec Full Measure: Nelson Terro{i}r!;

  • Bodensee fait encore mieux avec la sublime Van Meer, 2ème place du mois d’avril;
  • Brygger Øl ne voulant pas être en reste, Roger place sa superbe Saison Tonic sur la seconde marche du podium du mois de mai;
  • après les avoir fortement critiqué depuis leurs débuts ou presque, je dois avouer qu’ils m’ont très positivement surpris (pour la 2ème fois en 4 mois) avec leur Lucy IPA 14: il s’agit de Buechibärgerbier et il va me falloir passer en revue leur palette de bière à nouveau;
  • la prometteuse Brasserie des Coudres (Céligny, Genève) démontre son savoir avec sa superbe IPA, médaille de bronze du mois de mai;
  • toujours suivant le trend des IPA – et toujours très bon – Napf Müeti’s Hopfebombe;
  • Claude Degen, lui, prouve qu’il existe d’autres styles avec son Earl;
  • Officina della Birra confirme – si c’était nécessaire – ses qualités et sa créativité avec Castrum-Magnum et H2Ops;
  • pas moins de 7 nouvelles bières des Bernois d’Old School (Faulensee): pratiquement que du très bon et un véritable hymne aux houblons ! La meilleure d’entre-elles: Sun Storm III.
  • et finalement Trois Dames avec en vedettes l’Überliner Weisse (collaboration avec Barbière) et l’IPA Simcoe-Citra.
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Attention: produit très mauvais !

Comme certaines personnes m’ont fait remarquer que je devenais très gentil ces derniers temps, voici une (petite) liste des moins bonnes bières helvétiques des deux derniers mois: 3 Lacs Marylou, Sam’s Weizen Dunkel, Granicum Amber APA et Bertbier Chömifäger Altbier.

Mais ces bières, aussi douteuses aient-elles été, n’ont pas pu concurrencer les cancres des deux derniers mois, notamment la délégation moldave: Spicusor Blonda et Orasul Vechi (brasserie Bere Unitanc), Goldenburg (brassée par Beermaster) et Chisina Speciala Tare (Efes Vitanta). Si la Sornin Perle Verte (France) et l’Oettinger Radler (Allemagne) ont été fort mauvaises également, ni elles ni les Moldaves n’ont eu aucune chance face à l’immonde Medalla Light de la brasserie de Puerto Rico. J’en frémi encore rien que d’y repenser …

Finissons comme d’habitude par le top du top. Je vous ai déjà parler des meilleures bières suisses, voici celles des autres pays.

Struise Mocha Bomb

Struise Mocha Bomb

La Logsdon Oak-Aged Bretta (USA) est une Sour Ale à la forte personnalité et où les notes fruitées et acides dominent largement le côté boisé.Quant à L’Hopfenstopfer Monroe, c’est sans aucun doute la meilleure de la série Single Hop de la brasserie allemande Häffner. Un houblon vraiment impressionnant !

Difficile de ne pas retrouver les Belges de De Proef dans les sommets et les deux mois passés n’ont pas fait exception: la Mikkeller Single Hop Sorachi Ace IPA tout d’abord –  très fruitée, propre et complexe –  puis deux Imperial Stout de hautes factures, toutes les deux concocté en collaboration avec les Danois de To Øl: Goliat Imperial Coffee Stout et Liquid Confidence Cognac, deux bières de combat (respectivement 10.1 et 12.2% d’alcool) dont les noms livrent beaucoup d’indice sur ce que l’on peut en attendre.

Un autre gypsy à la fête avec Evil Twin faisant produire cette fois chez les Brésiliens de Tupiniquim (inconnu pour moi aussi, ne vous inquiétez pas …) sa Brazil Metro Man.

pirateEt une merveille de Marjo avec la Marjollica Frount’zzz the Never.Il doit bien exister un tutoriel permettant de comprendre les significations à plusieurs degrés des noms de bière de madame le Paradis 😉

Pour finir, voici les vainqueurs des deux mois précédents. La détonante, forte (13%) et hautement complexe Barrel Aged Bomb! des Américains de Prairies Artisans Ales s’impose lors du mois d’avril alors que la Black Damnation II Mocha Bomb (décidément, on vit une époque explosive…) remporte le mois de mai et me rappelle que ce n’est pas sans raison que c’est toujours une bière de la brasserie belge de Struise qui trône au sommet de ma liste des meilleures bières …

cheers !

 

jamesbraeuWie im letzten Artikel versprochen, möchte ich detaillierter auf die 103 neuen Schweizer Biere, die ich im März verkostet habe, zurückkommen. Meine Bewertungen können über die Links – die nach den Brauereien-Seiten auf Ratebeer.com führen – nachgesehen werden.

Kanton Aargau

feldNur 3 Biere hier, was eigentlich wenig ist für einen Kanton, der hinter Bern und Zürich die 3. grösste Anzahl von Brauereien mit 55 vorzeigt. Und Biere aus sehr unterschiedlichen Brauereien, von JamesBRÄU (5 Hektoliter) und ihr Coffee Stout bis Feldschlösschen (circa 1,5 Mio. hl) und ihr “Innovation des Jahres” Braufrisch über Lägere Bräu (1’800 hl) und ihr Whiskey Porter. Dass meine Vorliebe genau nach Anzahl Hektoliter umgekehrt sortiert ist, ist selbstverständlich purer Zufall. Oder ?

Kanton Appenzell

Die ambitionierte und erfolgreiche Brauerei Locher (160’000 hl und bald mehr als 200’000) konnte mich mit ihrem Glühbier überhaupt nicht überzeugen. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich so was kaum trinken kann, egal welche Brauerei das produziert.

Kanton Bern

braubarGanz logisch, dass Bern mit 27 neuen Bieren quantitativ dominiert hat: nicht nur wohne ich hier aber vor allem hat dieser Kanton mit 94 eindeutig am meisten Brauereien von allen.

Während Aare Bier mit ihrem Dunkel ihre Biervielfalt-Allergie weiterhin bestätigt, sieht es bei den anderen ganz anders aus und sogar Hasli-Bier – die ihren ungeschickt gewählten Name ganz gerne verschwinden lassen würde – zeigt mit ihrer neuen Marke “49er” endlich ein bisschen was (Imperial Stout, Red Ale und Draft Beer).

Bei Barbière konnte ich 5 neue Biere entdecken. Das IPA Equinox, das Ali und das Mosart sind wirklich empfehlenswert. Und die anderen sind nicht weit hinten.

Dass Blackwell bei mir nicht automatisch einen Volltreffer bedeutet, zeigte das merkwürdige (aber nicht nur) Tannenbaum Effect 2.0 Brown Spruce IPA. Aber sowohl das Huell Melon T’Artagnan Berliner Weisse wie auch vor allem das Shishiga Universal Stout (Platz 2 des Monates) konnten den Eindruck meisterlich wiederherstellen. Wohlgemerkt: es sind 14,2% Alkohol Unterschied zwischen diesen 2 Bieren …

BRAUBAR macht gute Sachen, sehr gute sogar ! Das Hop Burst und das Later Red waren die Highlights unter den 4 neuen Bieren, die ich trinken konnte.

bryggerolRoger Brügger, der erste Schweizermeister der Bier-Sommeliers , steigt dank seinen exzellenten American IPA Nelson S. und I Bleed Black in meinem Ranking der Schweizer Brauereien weiter auf: Brygger Øl wird es wohl bald in der Top 20 schaffen und es könnte wohl weitergehen.

Immer gut, präzis und interessant: Burg Braui und das Mentha.

Nicht weit von meinem Wohnort entfernt, Patrick Domenig von Chicco-Bräu (Nidau) zeigt sein Können von Anfang an: Hoppy Pale Ale, Nelson lager und Nelson Weizen.

chiccoSein Pale Ale sorgte scheinbar für diverse Reaktionen, war für mich aber ok: Danidrinks.

Eine weitere neue Brauerei aus meiner Region ist la Courtysane (Courtelary). Ich hatte bis jetzt nur ein Bier, das überdurchschnittliche Teresina und freue mich schon auf weitere Sorten.

Drei neue Biere von mein Emmental (ä Böbu, ä Düderler und ä Röbu) konnten die Enttäuschung von letzten Mal teilweise korrigieren, ohne jedoch eine grosse Überzeugung bei mir zu bewirken.

Kanton Graubünden

surselvaDie Brauerei Engadiner Bier überzeugt mit Morteratsch Bier und Pöstli Bräu nach wie vor. Dies ist weniger der Fall bei Surselva Bräu: die 2 Biere, die sie für das Benediktiner Kloster Disentis brauen – St. Placi Goldhelles Spezial und Weizenbier – sind ungenügend bis durchschnittlich.

Kanton Jura

Von vielen vergöttert und ebenfalls von vielen unverstanden, da ist sie: l’Abbaye de Saint Bon-Chien in seiner Grand Cru Version 2014 (Frenchy Sparkling Wine) von BFM natürlich. Da dieses Bier den ersten Platz des Monates belegt, ist wohl klar in welcher Kategorie ich mich befinde.

Kanton Luzern

Hier konnte sich Goliath-Eichhof – mit seinem erstaunlich gut gelungenen Kulturbräu – gegen David-Sankt-Maria – und sein betrübliches No7 Weizen Dunkel (NB schlechtes Bier des Monates) – klar durchsetzen.

Kanton Sankt-Gallen

kornhausEin korrektes Bier von Kornhausbräu (der Herbst) und ein ebenfalls korrektes Bier von Sonnenbräu (Annett’s Büezer). Schlechtes Wetter hingegen bei Stadtbühl mit dem miserablen Zwickel und dem noch schlimmeren Minimal. Hilfe …

Wie man es richtig macht, zeigt die Brauerei Sennbräu mit 5 guten bis sehr guten Bieren wie das Farmhouse Ale und das Landbier.

Kanton Thurgau

barfussEine neue und ziemlich gute Brauerei zuerst mit Barfuss (Black Monkey, Secret Service und Sleeping Bear) und dann eine neue (wobei nur für mich, da diese seit 2005 gibt) und ziemlich schlechte Brauerei mit Element (Feuerkelch, Kloster und Pils). Stolz sein, nach Reinheitsgebot zu brauen, genügt wohl nicht …

Ein sicherer Wert in diesem Kanton bleibt weiterhin das Brauhaus Sternen mit seinem Rauchbier.

Kanton Tessin

rudbirHier konnte ich ebenfalls 2 neue Brauereien entdecken, beide recht gut !

Bei Birra Schmid haben mich sowohl das Coast Ale wie auch das Dry Stout überzeugt. Bei Rud Bir war es mit dem Imperial und dem Stellare sogar noch besser.

Von Bad Attitude (Birrificio Ticinese) konnte ich das sehr gute Strange Love wie auch das anständige Grauvogel verkosten.

Kanton Waadt

tempsDieser Kanton zeigte eine starke Präsenz mit nicht weniger als 15 neuen Bieren und vor allem 4 neuen Brauereien ! Fangen wir mit diesen an:

  • die Brasserie du Temps ist viel versprechend mit Bieren wie vor allem Tempérance und Boule à Neige.
  • gut ebenfalls die Brasserie la Drêche mit seinem Kürbis-Bier Ale’Oween (und es braucht schon was, damit ein solches Bier mich anspricht)
  • interessant und gut gemacht war das Car Rouge von Echec & Malt
  • hingegen war das Bjer von Concorde ein Versager

nebuleuseDa wir gerade bei den Enttäuschungen sind, fahren wir gerade weiter:

Dann, bessere Produkte mit dem Bière Rousse au Gingembre von Cathélaz, Caribou von la Nébuleuse, Grand Cru 2013 von les Faiseurs de Bière (eine jetzt leider geschlossene Pionier-Brauerei) und vor allem Tropicale IPA von Trois Dames.

Kanton Wallis

tardivWenn ich an diesen Kanton denke, kommen mir zuerst 2 Sachen in den Sinn: zu viele bescheidene bis sogar schlechte Brauereien einerseits und die vermutlich innovativste Brauerei der Schweiz andererseits (doch, doch, es gibt schon was inzwischen)

Als Vertreter der erste Kategorie traf ich das arme Bonnefille la Rousse von Tardiv, während mich nicht weniger als 8 neue Biere von Brasserie des 5 Quatre Mille mehr als glücklich gemacht haben (die besten waren Mosaic is Back, 3xC Porter und Session IPA).

Kanton Zürich

Nicht wirklich begeistert hat mich die Entdeckung der Brauerei Aathaler-Bräu. Die 5 Biere, die ich erhalten konnte, schwankten zwischen leicht überdurchschnittlich (Black Bull Irish Stout und Ginger Ale) und schlecht (Pale Ale). Verbesserungspotential ist klar vorhanden.

wehntalVon der 2. für mich neuen Brauerei des Kantons, Braumanufaktur Sunneberg, hatte ich nur ein Bier: Red Ale. Es war aber gut und ich hoffe schwer, bald neue Sorten finden zu können.

Vier neue Biere aus Bierzunft Wehntal haben meinen sehr mässigen Ersteindruck – der 3 jährig war – meisterlich verbessert ! Biere wie Ekaterina, DIPA oder Brown Ale sind einfach exzellent.

Gut ebenfalls war das Imperial IPA von Doppelleu und noch besser das neue Storm&Anchor IPA.

turbinenEine Stufe tiefer, jedoch weiterhin ok, findet man Turbinen-Bräu und sein Cortina sowie UG Bräu (UG-Maibock und UG-Sauer Alt).

Wie immer ganz stark war die zweitbeste Brauerei im Kanton – Gutknecht’s Hammer-Bier – mit Choco-Chili-Porter, Rhubarby Doppelbock und XXl IPA.

cheers !

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One of the very first Swiss IPA !

Some years ago, as the craft beer scene in Switzerland was babbling (OK, it still is, mind you …) I thought that the missing link between good beers and the potential beer aficionados could be Stout. In my mind, as many people do like chocolate and coffee flavors, this beer style could well become the gateway introducing them to the new world of craft beers. I didn’t think about IPA because the majority of the persons pretending to dislike beers were (and still are) complaining about bitterness.

As we can realize it in Switzerland since about 3 years, I was just plain wrong, mainly because I fully underestimated the (mainly subconscious) aversive preconception of people for dark beers. On the contrary, the declared aversion for bitterness is mostly subjective and nonexistent: you can see a person complaining about a 15 IBU lager being too bitter while the same will appreciate a 65 IBU IPA where the bitterness has been well-packed with fruity or flavors.

So the role eventually went to India Pale Ale. And how ! So much in fact that some beer geeks (and I’m part of it sometimes) are irritated to see most of the breweries rushing to present an IPA. The fact is that IPA has been the most represented style among my beers tasted from Switzerland for 4 consecutive years now. Here is a graph helping you visualize this trend:

IPA_graphBesides the amazing inflation since 2011, the drop from 13.2% to 10.2% between 2013 and 2014 must also be noticed. There appears also to be hope for the guys who cannot stand this hype ;-).

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Meisibräu Teufelshopfen or IPA in Obwalden (2006)

A common misconception is that IPA was a style of beer specifically invented for the voyage to India. So please, instead of repeating this to your next friend or publish it on your homepage, take a look at the great researches from the excellent Pete Brown.

As I really doubt any IPA has ever been brewed and commercialized in Switzerland during the past centuries, the very first one was probably the Hopfenbombe Tribute to Cascade from the legendary Bäre-Bräu (1998-2004) in January 2002. However… one may object that this beer was not an IPA as it was bottom fermented, so more an Imperial Pils or, what I personally prefer to call, an IPL (India Pale Lager). So the title of the first IPA could well be claimed by the Blonde Hufi 59 from the highly unknown brewery of La Laiterie (2002-2005),  just ahead of the BFM with its Cuvée du 7ème or the Officina della Birra with its Chiara Extra Hops, all three available between Summer 2004 and Spring 2005. One year later, in 2006, appeared BeSte IPA, Trois Dames IPA as well as Meisibräu Teufelshopfen.

This beer style remains a taboo for the national breweries and has only been – until now – approached very cautiously by those of regional size. One thinks of the attempts of Sonnenbräu with its Craft1 (bottom fermented, 2013), Turbinenbräu and its Rotterdam-Mumbai Orion (very limited release, 2013) or, one size smaller, of the ominous Henri Schiffmann from Burgdorfer (2014), the Single Hop Black Ale and the India Pale Ale from Doppelleu (2013) or the Unser Bier Aypiey (2012). Few candidates and even fewer potential medalists …

It’s time now to take a look at my top ten which contains also retired beers, as well as Black IPA, India Pale Lagers and Imperial IPA. But just before that, I would like to mention some beers which just could not make it to the top ten, yet fully deserve lot of attention due to their high qualities:

Now to the top ten:

name brewery alc. comments
10th India Pale Ale Barrique 2010 Trois Dames 6.3% A one-time variation of their standard IPA. Aged for three months in pinot gris barrels.
9th Cuvée du 7ème BFM 7.5% Combines six types of aromatic hops (I’m sure Jérôme intentionally dropped a 7th type just to make people talking about it …). The single remaining bottle in my cellar is not sufficient to reconsider its availability …
6th Nelson Storm&Anchor 8.1% A great single hop IPA with flavors of litchis, grapefruit and pineapple. Future availability pretty uncertain.
Bière de Zinal Baltic IPA Brasserie des 5 Quatre Mille 7% Red fruits, notes of coffee, licorice and much more in this beautiful and strong (9.6%) Black IPA.
Strong Ali Barbière 6.5% A complex Black IPA featuring dark fruits, herbs and licorice flavors. Hopefully they will brew it again.
5th American Ninja 523 8.37% Seasonal. A Black IPA with lot of class and character from a new and hugely talented brewery. Nugget, Warrior and Sorachi Ace as well as 89 IBU and 8.37% alcohol are working together for your pleasure.
4th XXA Xtra Strong Ale Bier Factory Rapperswil 6.7% Available since 2010, this complex and beautiful 60 IBU IPA remains as a benchmark for the other Swiss beers of this style.
1st Black Storm&Anchor 8.1% Using smoked malts, this wonderful Black IPA is for me the best beer among the numerous good ones from this brewery. Its future availability will depend on Tom’s mood …
Hop Suicide! Blackwell 7.6% Complex, fruity and very bitter (120 IBU). Looks unfortunately to remain a one-time release as the Blackwell crew is moving on at the speed of light to other projects.
Hopfenbombe Tribute to Cascade Bäre-Bräu 5.4% Retired as the brewery closed in 2004. Although bottom fermented, this beer has been the first – in 2002 – to really feature hops in a Swiss beer.

cheers !

IMG_3364[1]A peine le temps de jeter un regard dans le rétroviseur que – zou – le mois de janvier est déjà terminé (j’ai pourtant vu passer Noël très récemment, non ?).  Je ramasse donc mes billes pour faire le bilan et il est vrai que je me dois de constater que l’année a commencé sur quelques notes plaisantes dont le nombre fort agréable de bières offertes par des brasseurs (je ne les remercierai jamais assez) ainsi que l’ouverture du 3ème bar Erzbierschof à Berne ont clairement été les points forts.

Or donc, ce sont 78 nouvelles bières qui ont égayé mes sens et mes soirées (mes après-midis également parfois …) dont la provenance se compose de 17 pays. La domination au niveau du nombre a été inhabituellement acharnée et ce sont finalement les USA qui brûlent la politesse à la Belgique (17 contre 16), laissant mon pays natal se contenter d’une rare 3ème place avec 14 nouvelles bières. A noter parmi les contrées rares l’Argentine et la Lago Puelo Roja ainsi que le Portugal avec deux bières des “gypsys” de Passarola (IPA et Double Oatmeal Stout), brassées chez Faustino. Mais le must n’est évidemment pas d’accrocher un pays rare, mais bien sûr un nouveau pays ! Ce qui est déjà chose faite cette année avec la Murree Beer en provenance du Pakistan, mon 162ème pays.IMG_3334[1]

Alors que 13 nouvelles brasseries suisses se sont déjà ouvertes en 2015, je n’ai pas été capable d’en accrocher ne serait-ce qu’une seule à mon tableau de chasse. Mais ce n’est que partie remise, faites-moi confiance. Voici un petit résumé de mes nouvelles bières helvétiques du mois de janvier:

  • UHB se taille la part du lion avec 6 bières bonnes à très bonnes dont la plus convaincante aura été la Rasputin Stout (meilleure bière suisse du mois), suivie d’un tir groupé constitué de la Dark Saison, la Citra Blond Ale et la French Saison. Il est à noter que sur les 47 (eh oui!)  bières que j’ai pu goûter jusqu’à aujourd’hui de cette brasserie, j’attends toujours d’en rencontrer une mauvaise. En fait, non: je sais qu’Ueli ne peut pas brasser de mauvaises bières !
  • Trois Dames confirme (s’il en était encore besoin) sa créativité et son penchant pour les collaborations avec la Dark Absinthe Saison, concoctée avec les américains d’Arizona Wilderness. Une bière très bien faite qui se heurte en ce qui me concerne à mon affection – comment dire – fort modérée pour l’absinthe;
  • la Sottobisio IPA s’inscrit parfaitement dans la ligne de qualité offerte par cette brasserie tessinoise;
  • la brasserie JamesBräu reste excellente; si la douceur un peu excessive de la Strong Red a un peu freiné mon enthousiasme, la très bonne Dubble, elle, était au rendez-vous;
  • IMG_3361[1]la Cathélaz Bière Blanche à l’Américaine n’est certes pas la meilleure création de la brasserie, mais c’est une bière qui reste très bonne;
  • difficile de savoir où l’on met les pieds avec les Valaisans de Celsius (brasserie artisanale d’Ayent) dont les bières sont souvent chaotiques et parfois incorrectes … je ne vais donc pas me plaindre de leur Matador, une Stout somme toute buvable;
  • la Bira Bianca des Tessinois de San Rocco est tout à fait décente bien que passablement hors style;
  • même si je n’ai jamais été un fan de l’Altes Tramdepot, je dois leur concéder une chose: leur créativité (un paradoxe pour une brasserie croyant au mythe de la Reinheitsgebot … alors même que beaucoup de leurs bières ne peuvent pas s’en réclamer). Leur récente Baltic Porter n’est pas mal du tout.

Avant de parler du meilleur, il est convenu de s’attarder brièvement sur le moins bon. Même si la bière pakistanaise était franchement mauvaise, elle n’a eu aucune chance face à l’écoeurante Karmi Malinowa Pasja produite par Okocim (Carlsberg Polska) et qui devrait être interdite au plus de 8 ans … La Woinic Rouge des hop_stoopidfrançais d’Ardwen prend une deuxième place méritée sur le podium d’infamie alors que l’on trouve une autre bière polonaise, la Raciborskie Ciemne de la brasserie Zamkowy Raciborz, à la troisième place. A noter également que j’ai été fort déçu par la Weyerbacher Eighteen, une bière pourtant bien cotée sur Ratebeer.

Au chapitre satisfaction, beaucoup trop de bières pour les passer toutes en revue et c’est tant mieux. La meilleure bière états-unienne a été la Farmhouse Hop Stoopid de Lagunitas (du haut de ses 102 UBU), alors que côté anglais, j’ai été séduit par la Ridgeway Imperial Barley Wine de Hepworth.

Belle prestation des Norvégiens avec la Jacobs Hage des nouveaux et fort prometteurs Lindheim et surtout la troisième place du mois de Lervig avec leur Konrad’s Stout.

thurboMais ce sont les Belges qui frappent le plus fort avec la Timmermans Oude Gueuze, la To Øl Garden of Eden (3ème ex aequo) et la Mikkeller Show Me Cuvée (1ère ex aequo). Les deux dernières nommées étant bien sûr brassées chez De Proef.

Et pour finir, c’est la Suède qui place un représentant pour accompagner la Show Me Cuvée au sommet du podium avec la merveilleuse Thurbo Double IPA de la brasserie Oppigårds. Hmmm… comment donc résister à tous ces houblons ?

cheers !

11_biertage_logoZum 11. Mal fanden zwischen dem 25. und dem 27. April die traditionellen Solothurner Biertage statt. Dieser Anlass bleibt weiterhin und trotz hochwillkommenen „Konkurrenz“ (siehe Liste der Bier-Festivalen auf meiner Homepage) DIE Referenz in der Schweiz.

Persönlich konnte ich dieses Jahr weiterhin mehrere erfreuliche Tendenzen feststellen.

Die Wahl der eingeladenen Brauereien zuerst. Mit 5 Newcomern (6 wenn man The Stillman’s, die aber keine Brauerei ist, dazu zählt) konnten die Organisatoren nicht nur die Auswahl der Bieren erweitern, sondern vor allem die durchschnittliche Qualität sowie die Vertretung der Regionen deutlich verbessern. Mit der Präsenz von Brauereien wie Officina della Birra, Birrificio Ticinese und Brasserie du Chauve konnte kein vernünftiger Besucher den Wegfall von Hasli-Bier und Granicum vermissen. Oder ? Jetzt aber bitte noch Fahrtwind und Knüxx loswerden …

IMG_1705[1]Die positive Entwicklung der schweizerischen Bierkultur. Einerseits bei den Konsumenten: die Zeiten der zweifelnden Mienen vor Biere, die nicht hell und klar sind, sowie der dämlichen Bemerkungen gegenüber unverstandenen Produkten, sind mehrheitlich vorbei. Aber nicht nur: viele Personen sind jetzt neugierig oder wissen bestimmt was sie wollen. Wo früher fast exklusiv Lager hell bestellt wurden, boomen jetzt IPA oder Rauchbiere. Andererseits bei den Leuten, die sich das ganze Jahr mit dem Produkt Bier beschäftigen: man diskutiert über Netzwerk, Bier-Sommelier Ausbildungen, zusammengebrauten Biere; man sucht Synergien und plant Bieranlässe. Leider gibt es noch einige Akteure, die fälschlicherweise meinen, dass die Mikrobrauereien miteinander in Konkurrenz treten. Ganz im Gegenteil profitiert jede vom Erfolg ihrer Kollegen, da die Craft-Bier-Szene dadurch dynamisiert wird. Ein konvertierter Biertrinker wird in Zukunft weniger Massenbiere konsumieren, dafür aber höchstwahrscheinlich Produkte von anderen Mikrobrauereien.

Nick Beltraminelli (Birrificio Ticinese / Bad Attitude)

Nick Beltraminelli (Birrificio Ticinese / Bad Attitude)

Die positive Entwicklung der Biervielfalt. Was einige Pioniere wie BFM, Haldemann, Officina della Birra, Rapperswil Bier Factory oder Trois Dames seit Jahren grossartig praktizieren, fangen jetzt immer mehr andere Brauereien an zu folgen – mehr oder weniger. So präsentierten zum Beispiel – wenn ich richtig gezählt habe – nicht weniger als 12 von den insgesamt 27 anwesenden Brauereien ein IPA. Dieser Bier-Stil, der in der Schweiz zuerst durch die legendäre Bäre-Bräu vor 11 Jahren und dann durch Officina della Birra, BFM und Trois Dames eingeführt wurde, wird jetzt durch unerwartete Brauereien wie Aare Bier oder Jungfrau Bräu – endlich – angeboten.

Von den circa 150 präsentierten Bieren konnte ich 42 neue finden und diese Tatsache ist ebenfalls ein Zeichen der guten Erneuerung der Palette der offerierten Produkten in der Schweiz.

Gabriel Hill (Rapperswil Bier Factory) und Jérôme Rebetez (BFM)

Gabriel Hill (Rapperswil Bier Factory) und Jérôme Rebetez (BFM)

Hier ein kleiner und unvollständiger Überblick von meinen Biertagen 2013.

Das West Coast IPA von Altes Tramdepot ist sicher ein korrektes Bier, das aber einen direkten Vergleich mit der IPA Referenz in der Schweiz, nämlich dasjenige von Trois Dames, nicht aushielt.

Sehr gute Produkte von den Luzerner von Bertbier ! Das Peterli – ein Kölsch – und vor allem das Chömifäger – ein Rauchbier – dürfen nicht verpasst werden.

Das beste Bier des Festivals war meiner Meinung nach das Bad Attitude Two Penny Uischi, ein starkes Porter in Whisky Fässern gereift. Die Tessiner von Birrificio Ticinese haben sich seit ihrem Debüt massiv verbessert und zählen heute klar zu den 10 besten Brauereien des Landes. Nicht zu verpassen war ebenfalls ihr Scrum, ein schönes Saison.

Während ich vor 2 Jahren durch die Biere von Buechibärgerbier fast vergiftet wurde, muss ich diesmal zugestehen, dass sowohl das Hopfenschuss wie auch das Weizen trinkbar waren. Man lernt also, aber der Himmel ist noch nicht ganz blau.

IMG_1696[1]Seit Ende 2012 hat The Stillman’s seine Kollaboration mit der Brauerei Haldemann (die das Rohbier für die Reifung in Whisky Fässern braute) beendet und arbeitet neu mit Fleisch & Brau. Für mich sicher eine Erklärung für den kleinen Rückschritt in der Qualität. Eine andere (bessere) Brauerei scheint aber bald an der Reihe zu sein … Noch mehr zu bedauern ist die Tatsache, dass der Bier Produzent nicht mehr auf den Flaschen erscheint. Informationen zu verstecken nur weil dies nicht verboten ist, ist definitiv eine schlechte Gewohnheit.

Das schlechteste Bier, das ich dort entdeckt habe, kam erstaunlicherweise von den normalerweise soliden Krauchthalern von Hardeggerperle: ich konnte mit ihrem geschmacklosen Chrützfluebier wenig anfangen.

Die Brauerei Jungfrau Bräu zeigte – abseits das durchschnittliche Inferno – 2 gute Biere: das Rotes und das Jungfrau Pale Ale.

Was soll ich über Knüxx sagen … Sie sind zwar besser als die hoffnungslose Fahrtwind aus Winterthur, das schon, aber sie brauen weiterhin unterdurchschnittliche Biere. Diejenigen, die das Jura Gold oder das Hopfä-Häx gern haben, dürfen sofort nicht einverstanden sein und hier einen Kommentar schreiben.

Ich bin weiterhin von Kornhausbräu überrascht und überzeugt: das Lakritz-Porter war sehr gut !

IMG_1695[1]Die Brauerei Officina della Birra, die zum letzten Mal in 2007 in Solothurn war, war ein von den grössten Highlights. Das M13, ein grosszügig gehopftes Bier das dank dem Abschuss vom gleichnamigen Braunbär geboren ist, war wunderschön. Und sowohl das 90Nove wie auch das Apocalisse durften nicht verpasst werden.

Sam’s der Bieler präsentierte ein bescheidenes Hell dafür aber ein exzellentes Amber.

Ich konnte zwei gute Biere von den Newcomern von Sunnegg (Grächen in Wallis) verkosten: das Maibock und das Stout. Hingegen wurde ich von ihrem IPA – Wildsau genannt – nicht überzeugt.

Von Trois Dames hatte ich zwei hervorragende Biere (das ist keine Überraschung): das Sweet & Sour (eine Kollaboration mit Bad Attitude) und das Bise Noire Menthe. Das neue – und umstrittene – Tentation wartet noch bei mir im Keller.

Schlussendlich UHB. Ich kann mich wohl nicht an ein enttäuschendes Bier von Ueli erinnern und es war in Solothurn nicht anders. Ein gutes IPA (Wild Horse), ein noch besseres Sour Red Ale und ein verblüffendes Cranberry Ale. Nice work !

Also nicht verpassen: die 12. Solothurner Biertage werden vom 24. bis 26.4.2014 stattfinden !

Comme je l’avais brièvement évoqué dans mon dernier article, j’ai eu la chance de pouvoir passer 5 jours inoubliables à Montréal, dans le cadre du 19ème Mondial de la Bière, du 4 au 8 juin. Vous imaginez bien – même si je ne suis pas Danois 😉 –  que de me lâcher dans un pareil endroit n’est pas sans conséquence ! C’est donc avec un nombre particulièrement élevé de nouvelles bières que j’ai laissé le mois de juin derrière moi: 143 (dont 100 ayant été dégustées à Montréal).

4 bières de la brasserie d’Andorre, Alpha.

Sur les 14 pays différents du mois, ce n’est pas non plus une surprise de constater l’écrasante domination du Canada avec 69 bières. Suivent loin derrière les USA avec 14 et la Suisse (qui s’accroche in extremis au podium) avec 10. S’il y a eu des invités relativement rares, le Brésil et l’Argentine, c’est surtout l’apparition d’un nouveau pays avec Andorre (mon 155ème) qui mérite d’être souligné. J’en profite pour remercier une nouvelle fois Marcel Vogt pour m’avoir gracieusement ramené 4 bières depuis cette toute nouvelle contrée (au niveau bière s’entend …).

Bien qu’ayant été mise entre parenthèse, il y a tout de même plusieurs choses à dire sur la Suisse.

Trois Dames Sauvageonne

Tout d’abord que j’ai été déçu par les deux spécialités de la brasserie Trois Dames qui ont croisées mon chemin. La Sainte ni Touche, une Pasionaria vieillie en fût de chêne, offre une présence fortement exagérée de boisé avec une forte aigreur et une acidité lactique. Difficile de deviner les origines “Double IPA” qui se cachent dans les profondeurs de cette bière très déséquilibrée. Je n’ai pas été plus convaincu par la Sauvageonne, une bière à fermentation spontanée brassé en 2006 et vieillie également en fût de chêne, qui, elle aussi, offre une aigreur très agressive et une prise de fût trop prononcée. Comme quoi même les amours de longues dates peuvent décevoir …

D’ailleurs, même les brasseries ayant déjà déçu, peuvent continuer à le faire. J’en veux pour preuve la nouvelle bière très modeste – restons poli –  d’Euelbräu (Winterthur), la Frühlingsbier. Si j’attendrai avant de me prononcer clairement sur les inconstants Bâlois de Zur Grünen Amsel, je serai par contre plus positif que certains sur l’offre toute récente d’une IPA de la part d’une brasserie de taille respectable: Unser Bier et leur Aypiey. Je trouve que c’est un pas – certes pas un pas de géant – prometteur dans la direction du nouveau monde de la bière. Il reste à espérer qu’il ne sera pas sans suite.

Mais finalement, la bière suisse m’ayant le plus charmée le mois passé est la Schwarzer-Zapfen des Thurgoviens de Tannzapfenbräu.

La très brutale Ghost Face Killah de la brasserie américaine Twisted Pine

Evidemment, sur 143 bières, vous vous imaginez bien qu’il y a eu quelques flops. Je n’en citerai que deux. Tout d’abord l’imbuvable Munich Blonde des Argentins de Berlina (présents au Mondial de la Bière de Montréal): une bière savonneuse à l’arôme de solvant … Puis surtout l’exécrable Ghost Face Killah de la brasserie américaine Twisted Pine, un présent empoisonné de Josh et Sunshine lors du Mondial de Montréal. Cette bière est un concentré de piments en comparaison duquel le fait de boire du Tabasco à la bouteille fait office d’activité de jardin d’enfants … Je n’en ai pris qu’une goutte et il m’a fallu une bonne demi-heure pour retrouver les sensations de mon palais. Mais bon: il semblerait que certains aiment ça.

Vixnu, une Imperial IPA au pays de la samba.

De bonnes bières – et des très bonnes ! – il y en a eu beaucoup ! Comme il m’est impossible de les passer toutes en revue, je vous encourage à jeter un coup d’oeil sur ma liste de bières récemment dégustées.

Le top du mois a été archi-dominé par les bières que j’ai découvertes à Montréal. Une seule autre bière, l’Amager Evil Twin Russian Roulette, en provenance d’Erzbierschof, est présente dans le top 30 ! D’ailleurs, Erzbierschof’s Toni a déjà manifesté son inquiétude face à  cette situation inhabituelle 😀

Les bières américaines, bien qu’excellentes, n’ont pas atteint le sommet de la liste. Je n’ai pas totalement partagé l’enthousiasme des Ratebeerians pour la New Belgium la Folie (classée 178ème sur ratebeer) et j’ai même trouvé plus de qualité à la Burton Baton de Dogfish Head (14ème du mois). Ducato avec sa Machete (une superbe Double IPA) a conforté sa place de brasserie italienne no 1 dans ma liste, alors que Colorado et sa Vixnu Imperial IPA en a fait de même pour le Brésil.

Vous l’avez sans doute maintenant deviné: le mois a tourné au triomphe pour le Canada. Avec 10 bières placées dans les 13 premières, c’est peu dire !

Échouant au pied du podium, nous trouvons la Charlevoix Dominus Vobiscum Brut, la Dulcis Succubus de la brasserie le Trou du Diable, la Stout Imperiale Russe du légendaire broue-pub le Cheval Blanc ainsi que la Cuda West Coast IPA de Benelux.

Mais toutes ces excellentes bières n’ont rien pu faire pour contrer la fabuleuse brasserie Dieu du Ciel! J’ai du attendre jusqu’en novembre 2009 pour pouvoir goûter enfin une toute première fois à leurs bières, qui ne sont malheureusement toujours pas disponibles en Suisse. C’est donc avec avidité que je me suis jeté sur tous leurs produits disponibles à Montréal, parvenant à en goûter 13 différents. Et je n’ai pas été déçu, loin s’en faut, puisque les cinq meilleures bières du mois proviennent de leur brasserie !

Attention: plaisir en bouteille !

La Baraque est une American Pale Ale généreusement houblonnée, assez sèche avec des notes boisées.

La Revenante est une bière fumée très équilibrée avec de solides notes de chocolat noir.

En troisième position, j’ai placé la Pionnière, une Black IPA fortement houblonnée, titrant à 9% et présentant de belles notes de café et de cerises noires.

La deuxième place revient à l’exubérante Isseki Nicho, une “Imperial Dark Saison” issue d’une collaboration avec les Japonais de Shiga Kogen. Des notes de cerises aigres, de bois, de malts rôtis et de réglisse, le tout porté par une solide amertume, fait de cette bière une expérience unique.

Mais la victoire revient – et largement ! – à la fabuleuse Péché Bourbon, une version vieillie en fût de Bourbon de la déjà incroyablement somptueuse Péché Mortel. Cette bière rare, une Imperial Stout titrant à 9.5%, est d’une complexité et une opulence exceptionnelle. Le boisé se lie aux notes de vanille, de réglisse, de café et de noix, alors que le palais, d’un crémeux incroyable, est porté par une amertume longue et robuste. Divin ! Ou diabolique si vous préférez 😉

cheers !