Posts Tagged ‘Turbinenbräu’

jamesbraeuWie im letzten Artikel versprochen, möchte ich detaillierter auf die 103 neuen Schweizer Biere, die ich im März verkostet habe, zurückkommen. Meine Bewertungen können über die Links – die nach den Brauereien-Seiten auf Ratebeer.com führen – nachgesehen werden.

Kanton Aargau

feldNur 3 Biere hier, was eigentlich wenig ist für einen Kanton, der hinter Bern und Zürich die 3. grösste Anzahl von Brauereien mit 55 vorzeigt. Und Biere aus sehr unterschiedlichen Brauereien, von JamesBRÄU (5 Hektoliter) und ihr Coffee Stout bis Feldschlösschen (circa 1,5 Mio. hl) und ihr “Innovation des Jahres” Braufrisch über Lägere Bräu (1’800 hl) und ihr Whiskey Porter. Dass meine Vorliebe genau nach Anzahl Hektoliter umgekehrt sortiert ist, ist selbstverständlich purer Zufall. Oder ?

Kanton Appenzell

Die ambitionierte und erfolgreiche Brauerei Locher (160’000 hl und bald mehr als 200’000) konnte mich mit ihrem Glühbier überhaupt nicht überzeugen. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich so was kaum trinken kann, egal welche Brauerei das produziert.

Kanton Bern

braubarGanz logisch, dass Bern mit 27 neuen Bieren quantitativ dominiert hat: nicht nur wohne ich hier aber vor allem hat dieser Kanton mit 94 eindeutig am meisten Brauereien von allen.

Während Aare Bier mit ihrem Dunkel ihre Biervielfalt-Allergie weiterhin bestätigt, sieht es bei den anderen ganz anders aus und sogar Hasli-Bier – die ihren ungeschickt gewählten Name ganz gerne verschwinden lassen würde – zeigt mit ihrer neuen Marke “49er” endlich ein bisschen was (Imperial Stout, Red Ale und Draft Beer).

Bei Barbière konnte ich 5 neue Biere entdecken. Das IPA Equinox, das Ali und das Mosart sind wirklich empfehlenswert. Und die anderen sind nicht weit hinten.

Dass Blackwell bei mir nicht automatisch einen Volltreffer bedeutet, zeigte das merkwürdige (aber nicht nur) Tannenbaum Effect 2.0 Brown Spruce IPA. Aber sowohl das Huell Melon T’Artagnan Berliner Weisse wie auch vor allem das Shishiga Universal Stout (Platz 2 des Monates) konnten den Eindruck meisterlich wiederherstellen. Wohlgemerkt: es sind 14,2% Alkohol Unterschied zwischen diesen 2 Bieren …

BRAUBAR macht gute Sachen, sehr gute sogar ! Das Hop Burst und das Later Red waren die Highlights unter den 4 neuen Bieren, die ich trinken konnte.

bryggerolRoger Brügger, der erste Schweizermeister der Bier-Sommeliers , steigt dank seinen exzellenten American IPA Nelson S. und I Bleed Black in meinem Ranking der Schweizer Brauereien weiter auf: Brygger Øl wird es wohl bald in der Top 20 schaffen und es könnte wohl weitergehen.

Immer gut, präzis und interessant: Burg Braui und das Mentha.

Nicht weit von meinem Wohnort entfernt, Patrick Domenig von Chicco-Bräu (Nidau) zeigt sein Können von Anfang an: Hoppy Pale Ale, Nelson lager und Nelson Weizen.

chiccoSein Pale Ale sorgte scheinbar für diverse Reaktionen, war für mich aber ok: Danidrinks.

Eine weitere neue Brauerei aus meiner Region ist la Courtysane (Courtelary). Ich hatte bis jetzt nur ein Bier, das überdurchschnittliche Teresina und freue mich schon auf weitere Sorten.

Drei neue Biere von mein Emmental (ä Böbu, ä Düderler und ä Röbu) konnten die Enttäuschung von letzten Mal teilweise korrigieren, ohne jedoch eine grosse Überzeugung bei mir zu bewirken.

Kanton Graubünden

surselvaDie Brauerei Engadiner Bier überzeugt mit Morteratsch Bier und Pöstli Bräu nach wie vor. Dies ist weniger der Fall bei Surselva Bräu: die 2 Biere, die sie für das Benediktiner Kloster Disentis brauen – St. Placi Goldhelles Spezial und Weizenbier – sind ungenügend bis durchschnittlich.

Kanton Jura

Von vielen vergöttert und ebenfalls von vielen unverstanden, da ist sie: l’Abbaye de Saint Bon-Chien in seiner Grand Cru Version 2014 (Frenchy Sparkling Wine) von BFM natürlich. Da dieses Bier den ersten Platz des Monates belegt, ist wohl klar in welcher Kategorie ich mich befinde.

Kanton Luzern

Hier konnte sich Goliath-Eichhof – mit seinem erstaunlich gut gelungenen Kulturbräu – gegen David-Sankt-Maria – und sein betrübliches No7 Weizen Dunkel (NB schlechtes Bier des Monates) – klar durchsetzen.

Kanton Sankt-Gallen

kornhausEin korrektes Bier von Kornhausbräu (der Herbst) und ein ebenfalls korrektes Bier von Sonnenbräu (Annett’s Büezer). Schlechtes Wetter hingegen bei Stadtbühl mit dem miserablen Zwickel und dem noch schlimmeren Minimal. Hilfe …

Wie man es richtig macht, zeigt die Brauerei Sennbräu mit 5 guten bis sehr guten Bieren wie das Farmhouse Ale und das Landbier.

Kanton Thurgau

barfussEine neue und ziemlich gute Brauerei zuerst mit Barfuss (Black Monkey, Secret Service und Sleeping Bear) und dann eine neue (wobei nur für mich, da diese seit 2005 gibt) und ziemlich schlechte Brauerei mit Element (Feuerkelch, Kloster und Pils). Stolz sein, nach Reinheitsgebot zu brauen, genügt wohl nicht …

Ein sicherer Wert in diesem Kanton bleibt weiterhin das Brauhaus Sternen mit seinem Rauchbier.

Kanton Tessin

rudbirHier konnte ich ebenfalls 2 neue Brauereien entdecken, beide recht gut !

Bei Birra Schmid haben mich sowohl das Coast Ale wie auch das Dry Stout überzeugt. Bei Rud Bir war es mit dem Imperial und dem Stellare sogar noch besser.

Von Bad Attitude (Birrificio Ticinese) konnte ich das sehr gute Strange Love wie auch das anständige Grauvogel verkosten.

Kanton Waadt

tempsDieser Kanton zeigte eine starke Präsenz mit nicht weniger als 15 neuen Bieren und vor allem 4 neuen Brauereien ! Fangen wir mit diesen an:

  • die Brasserie du Temps ist viel versprechend mit Bieren wie vor allem Tempérance und Boule à Neige.
  • gut ebenfalls die Brasserie la Drêche mit seinem Kürbis-Bier Ale’Oween (und es braucht schon was, damit ein solches Bier mich anspricht)
  • interessant und gut gemacht war das Car Rouge von Echec & Malt
  • hingegen war das Bjer von Concorde ein Versager

nebuleuseDa wir gerade bei den Enttäuschungen sind, fahren wir gerade weiter:

Dann, bessere Produkte mit dem Bière Rousse au Gingembre von Cathélaz, Caribou von la Nébuleuse, Grand Cru 2013 von les Faiseurs de Bière (eine jetzt leider geschlossene Pionier-Brauerei) und vor allem Tropicale IPA von Trois Dames.

Kanton Wallis

tardivWenn ich an diesen Kanton denke, kommen mir zuerst 2 Sachen in den Sinn: zu viele bescheidene bis sogar schlechte Brauereien einerseits und die vermutlich innovativste Brauerei der Schweiz andererseits (doch, doch, es gibt schon was inzwischen)

Als Vertreter der erste Kategorie traf ich das arme Bonnefille la Rousse von Tardiv, während mich nicht weniger als 8 neue Biere von Brasserie des 5 Quatre Mille mehr als glücklich gemacht haben (die besten waren Mosaic is Back, 3xC Porter und Session IPA).

Kanton Zürich

Nicht wirklich begeistert hat mich die Entdeckung der Brauerei Aathaler-Bräu. Die 5 Biere, die ich erhalten konnte, schwankten zwischen leicht überdurchschnittlich (Black Bull Irish Stout und Ginger Ale) und schlecht (Pale Ale). Verbesserungspotential ist klar vorhanden.

wehntalVon der 2. für mich neuen Brauerei des Kantons, Braumanufaktur Sunneberg, hatte ich nur ein Bier: Red Ale. Es war aber gut und ich hoffe schwer, bald neue Sorten finden zu können.

Vier neue Biere aus Bierzunft Wehntal haben meinen sehr mässigen Ersteindruck – der 3 jährig war – meisterlich verbessert ! Biere wie Ekaterina, DIPA oder Brown Ale sind einfach exzellent.

Gut ebenfalls war das Imperial IPA von Doppelleu und noch besser das neue Storm&Anchor IPA.

turbinenEine Stufe tiefer, jedoch weiterhin ok, findet man Turbinen-Bräu und sein Cortina sowie UG Bräu (UG-Maibock und UG-Sauer Alt).

Wie immer ganz stark war die zweitbeste Brauerei im Kanton – Gutknecht’s Hammer-Bier – mit Choco-Chili-Porter, Rhubarby Doppelbock und XXl IPA.

cheers !

beer-whitealeTout a commencé par la volonté de prioriser les bières suisses parmi la meute (trop) nombreuse de candidats en attente dans ma cave. Ce n’est que quatre jours avant la fin du mois – date correspondant à l’excellent 5ème Craft Bier Festival de Rapperswil – que j’ai pris conscience de la possibilité de réaliser quelque chose d’unique pour moi (et peut-être d’unique tout court): déguster 100 nouvelles bières suisses durant le même mois ! Si tenir une moyenne de 3,23 bières par jour n’est en soit pas négligeable, la véritable difficulté de cet “exploit” réside beaucoup plus dans le fait d’y arriver lorsque l’on a déjà plus de 2300 bières helvétiques au compteur. Mais finalement, au-delà des chiffres et autres statistiques que bien évidemment j’adore, l’essentiel reste l’incroyable richesse actuelle de la bière dans notre pays.

Il va de soi qu’il n’est resté que des miettes pour les 13 autres pays lors du mois écoulé et l’Espagne – arrivée 2ème en nombre – fait bien pâle figure avec ses 4 représentants face à l’armada helvétique forte d’exactement 100 membres. Mais il y a tout de même certaines choses à relever. Tout d’abord la présence fort rare du Japon avec deux très bonnes bières de la brasserie Kiuchi: Hitachino Nest White Ale et Hitachino Nest Commemorative Ale 2014.  Puis une toute nouvelle – et bonne – bière trappiste (disponible depuis la fin de l’année 2013), la Zundert de la brasserie néerlandaise De Kievit ainsi que la meilleure non-suisse, la Manzanita, une collaboration entre les Allemands de Freigeist et les Californiens de Fort Point. Et pour terminer il faut noter qu’avec seulement 23 représentantes, les bières étrangères ont réussi à truster le podium des cancres avec les portugaises Amphora Gladiator, Amphora Bracara et – la pire de toute – l’espagnole Xativa Er Boquerón. Un résultat somme toute très réjouissant pour les bières suisses !

brisenbraeuVenons-y donc à ces fameuses 100 bières suisses ! Bon pas toutes, il ne faut pas exagérer … Un coup d’oeil tout d’abord sur les 8 nouvelles brasseries découvertes ce mois. Trois d’entre-elles sortent clairement du lot et je vous les conseille fortement. Il s’agit de Birreria Pacific (Brusio dans les Grisons) avec notamment la Zamin et l’I.P.A.. Puis des Bernois de Aarmühle (Liebefeld) avec surtout leur Lemongrass India Pale Ale et de leurs voisins de Bäupbärger Bier (Belpberg en dialecte dans le texte…) et leur superbe Citra (à nouveau une IPA, un style totalement incontournable actuellement dans notre pays). Une mention positive également pour CVL Brewers (Chen Van Loon) avec des bières telle l’Amber Ale au profil complexe et assez original, terreux et épicé; puis les Nidwaldiens de Brisenbräu (nota bene la seule brasserie du canton) et leur très bonne Stout. On descend d’un cran avec KrügelBIER (Lucerne), une brasserie capable du meilleur (ObLaBi) et du moins bon (DuWeiBi) avec entre les deux une large palette de bières. Assez semblable bien que moins polarisé du côté de chez Culina-Bräu (Höri, canton de Zurich) où je retiendrai avant tout la bonne Holunderblühten-Bier. Finalement, la nouvelle brasserie la moins convaincante IMG_3124[1]aura été Drachenbräu (Oberrieden, Zurich) dont ni la Pils ni la Drachenbock ne seront parvenues à m’enthousiasmer – contrairement à d’autres personnes – lors du dernier Craft Bier Festival de Rapperswil.

Voici maintenant une vue d’ensemble des bières des autres brasseries. Pour la liste exhaustive, reportez-vous à la liste de mes 500 dernières bières dégustées. Mais si vous comptez le faire 6 mois après la publication de cet article, tant pis pour vous … Prêt ? C’est parti !

Si cette longue énumération ne vous a pas donné soif, j’espère que l’évocation du podium y parviendra ! Comme cela arrive parfois et tels les 3 mousquetaires, les 3 meilleures bières du mois sont au nombre de 4. Et elles sont toutes produites par des brasseries déjà évoquées ci-dessus. Les deux bières en troisième position sont l’American Ninja de 523 – burgbrauiune solide Black IPA titrant à 8.37% et arborant fièrement ses 90 IBU – ainsi que la Zinal Imperial Red Fruits, une Imperial Stout à 11.5% où notamment les malts rôtis se combinent aux fruits rouges de manière absolument divine.

Quant aux deux premiers – oui, il y en a deux et ce n’est pas parce que je ne voulais pas faire de jaloux, mais que voulez-vous: quand les points sont exactement les mêmes … – il s’agit tout d’abord à nouveau d’une bière de la brasserie de Zinal des 5 Quatre Mille, l’Imperial Milk Stout Crème Brûlée où le côté lactique et la douceur se marient admirablement avec des notes de café, de vanille et de noix. Et pour l’accompagner  nous retrouvons un autre surdoué du brassage avec la Burg Braui Rosmarinus, une bière d’un charme et d’une précision géniale dans laquelle le romarin et des notes fruitées jouent une partition quasi-parfaite. Chapeau !

cheers !

chutzebraui

le logo de la brasserie Chutzebraui

Ma léthargie – relative – s’est poursuivie lors du mois de février et je suis pour l’instant à la recherche de la motivation indispensable à tout chasseur/dégustateur de bière. Ce n’est pas que je n’aie rien à ma disposition, loin de là, mais je dois ces derniers temps souvent me forcer la main pour déguster et prendre des notes. Une sorte de déprime hivernale sans doute …

Bon gré mal gré, j’ai croisé le fer avec 50 nouvelles bières le mois passé. Seuls 10 pays différents y étaient représentés et c’est une nouvelle fois la Suisse qui s’est taillée la part du lion avec 22 spécimens, laissant la France et les USA loin derrière avec 8 chacun. A noter que les 3 bières allemandes au programme m’ont permis d’atteindre la barrière des 1’000 pour ce pays. Des cacahuètes toutefois au niveau international, puisque cela ne me place qu’au 47ème rang sur ratebeer où Jan “fonefan” Bolvig pointe en tête avec 6’201. Franchement, ça fait peur: imaginez un peu l’enfer de boire toutes ces bières dont les 99% doivent osciller entre Lager/Weizen et Märzen … Quel ennui ! Bon, on ne se moque pas: il y en a qui aime ça ;-)

Une nouvelle brasserie suisse – et une bonne – a été accrochée à mon tableau de chasse: Chutzebraui. Les Emmentalois (Zäziwil) présentent des bières précises et dotées d’un très bon caractère avec notamment les excellentes Dunkle Chutz et Märzen Chutz.

Voici un tour d’horizon de quelques autres bières helvétiques du mois de février:

Au chapitre “dommages collatéraux” – en français dans le texte: “mouais, pas terrible” – nous trouvons en 3ème position (à égalité avec la Merlin’s Old Ale précitée) la IMG_2316[1]rugueuse Kastanian Ale des allemands de Maxbrauerei. Un cran en dessous, la Canaille des français de Grain d’Orge est un fort mauvais exemple de blanche de type belge: à éviter ! Et au fond du fond nous rencontrons malheureusement une bière suisse avec la Rodler de Turbinenbräu, une soi-disant english strong ale à dominance minérale et végétale. Pôô bien du tout les gars …

Quant aux bières de qualité, elles ont été comme toujours en majorité. Voici quelques-une d’entre-elles: les françaises Paradis Piggy Black IPA au Paradis et Saint-Louis Kitchen Brew India Dark Ale (cette seconde étant presque une bière suisse ;-) ); l’allemande Ritterguts Gose Original Gose; la néerlandaise De Molen Bergamot IPA; l’américaine Tioga-Sequoia General Sherman IPA; la danoise Fanø Evil Twin Blackie et l’anglaise Durham Bombay 106 (cette dernière manquant le podium pour un cheveu).

Puisqu’on en vient au podium, celui-ci est fort réjouissant car on y retrouve à la 3ème place les excellents tessinois d’Officina della Birra avec leur voluptueuse Saison Brett. Décidément, cette brasserie enchaine dernièrement les merveilles après des bières telles Lisbeth ou Oroincenso. Je me réjouis de les revoir aux prochains Solothurner Biertage.

montsenyEncore un bon cran en-dessus, la superbe Westbrook One Claw – une american pale ale au profil houblonné très fruité et fort impressionnant – a cédé le pas de peu face au tandem espagnol (eh oui !) Nómada et Montseny qui se sont associés pour concocter une merveilleuse Imperial Stout titrant à 12% et vieillie en fût de Lagavulin (il semblerait même qu’ils en aient rajouté directement …): la Moose Islay. A noter que le même duo avait pris la 2ème place de mon mois de novembre 2013 avec leur Papaya Crash Edition. Quand je vous disais que l’Espagne arrivait en force …

cheers !

Seit langer Zeit hatte ich im Kopf die Idee, einen solchen Test durchzuführen. Zwei Sachen standen mir bis kurzem immer im Weg: der Aufwand und die Motivation. Ja: die Motivation. Ich teste zwar fast täglich Biere, aber die idee, 20 oder vielleicht mehr ähnliche, geschmacklose Lagerbiere nacheinander auszuprobieren ? Naja, man muss wirklich opfenbereit sein !

Nachdem im August 2011 der x-te Biertest im 20 Minuten Online publiziert wurde, habe ich mich entschlossen, selber einen zu organisieren. Diese Biertests, die regelmässig durch (Konsumenten)Zeitschriften organisiert werden, haben meiner Meinung nach mindestens zwei Schwächen: 1) die Palette von Bieren ist entweder unvollständig oder falsch ausgewählt (man denkt zum Beispiel an “Sieben Zürcher Biere im Vergleich” wobei 4 davon gar nicht im Kanton gebraut werden) und 2) … ich war nicht dabei ! Ja, ein bisschen Narzissmus muss auch sein ;-)

Wenn man so was organisiert, muss man die Rahmenbedingungen festlegen. Meine Idee war von Anfang an, die Lager Hell von den grösseren Brauereien der Schweiz gegeneinander antreten zu lassen. Kein Dunkel, kein Spezial und auch keine ausländische Marken, die in der Schweiz produziert werden (weg also mit Carlsberg und Heineken). Als minimale Grösse für die betroffenen Brauereien habe ich 10’000 Hektoliter festgelegt. Damit ist die Anzahl mit 27 zu testenden Bieren menschlich geblieben.

Diese 27 Biere musste ich aber zuerst finden und für gewisse war das schwieriger als ursprünglich angedacht. Hier möchte ich mich bei Peter Loosli von der Bierhütte bedanken: er hat meine Aufgabe mit seiner Auswahl und seinen speziellen Bestellungen wesentlich vereinfacht.

Da ich diesen Hindernislauf nicht allein durchlaufen wollte, habe ich (problemlos) zwei anderen Personen gefunden: Laurent Mousson, ehemaliger Vizepräsident der European Beer Consumers Union und Jurymitglied bei vielen internationalen Bier Wettbewerben und Rutzicka (Name der Redaktion bekannt :-)), ein kundiger Bierliebhaber.

Ebenfalls war mir die Methode klar: der Test muss blind durchgeführt werden. Einfacher gesagt als getan, vor allem wenn die anderen Teilnehmer auch blind testen wollten und niemand bereit war, die Biere zu servieren :-) … Nichts ist aber unmöglich (wenn das Thema Bier ist) und wir fanden bald eine Methode. Die Biere wurden in 6 Serien präsentiert (3×5 und 3×4), sie wurden jedesmal durch Rutzicka selektiert, in Plastikbechern serviert, auf nummerierten Bierdeckel deponiert und ich habe anschliessend die Reihenfolge der Becher gemischt. Damit besass nur Rutzicka einen Teil der Information, nämlich welche Biere in einer Serie vorhanden waren, er hatte aber keine Ahnung über die Reihenfolge. Erst ganz am Schluss wurden seine Informationen mit meinen verknüpft und die Namen der Biere offengelegt.

Die Biere wurden gemäss Ratebeer-Bewertungssystem notiert, also mit einem Maximum von 50 Punkten.

Lange Rede, kurzer Sinn – hier sind die Resultate:

Rang Bier Brauerei L.M. Rutzicka Bov Total
1 Gurten Lager Feldschlösschen (Rheinfelden) 18 20 31 69
2 Denner Lager Ramseier Suisse (Hochdorf) 22 19 25 66
3 Tell Heineken Switzerland (Chur) 16 22 26 64
4 Hopfemandli Lager Baar (Baar) 17 19 27 63
Old Boxer (Romanel/Lausanne) 19 21 23 63
Lager Felsenau (Bern) 16 17 30 63
7 Eichhof Lager Heineken Switzerland (Luzern) 21 18 23 62
Export Rugenbräu (Interlaken) 21 17 24 62
Lager Sonnenbräu (Rebstein) 16 21 25 62
10 Hürlimann Lager Feldschlösschen (Rheinfelden) 19 19 23 61
11 Coop Prix Garantie Heineken Switzerland (Chur) 19 23 18 60
Haldengut Lager Heineken Switzerland (Chur) 17 19 24 60
Lager Müller (Baden) 18 20 22 60
14 Landi Farmer Hell Ramseier Suisse (Hochdorf) 15 19 25 59
Lager Hell Schützengarten (St.Gallen) 19 18 22 59
16 Calanda Lager Heineken Switzerland (Chur) 18 18 20 56
Quöllfrisch Locher (Appenzell) 14 19 23 56
Löwengarten Hell Schützengarten (St.Gallen) 11 19 26 56
Warteck Lager Feldschlösschen (Rheinfelden) 14 18 24 56
20 Original Feldschlösschen (Rheinfelden) 15 20 19 54
Einsiedler Lager Rosengarten (Einsiedeln) 15 19 20 54
22 Cardinal Lager Feldschlösschen (Rheinfelden) 15 18 20 53
Römer Edelhell Ramseier Suisse (Hochdorf) 13 19 21 53
24 Galopper Egger (Worb) 16 18 18 52
Valaisanne Lager Feldschlösschen (Sion) 15 20 17 52
26 Lager Hell Falken (Schaffhausen) 12 12 17 41
27 Sprint Turbinen Bräu (Zürich) 10 13 15 38
Durchschnitt 16.3 18.7 22.5  57.5

Wenn ich diesen Test nur mit einem Wort zusammenfassen müsste, würde ich sagen: langweilig. Heilige Sch*%&@ waren diese Biere alle ähnlich, profillos und uninteressant ! Und ausgenommen bei 2 waren nicht einmal Fehler vorhanden, um die Monotonie zu unterbrechen … Die Homogenität der Geschmacksrichtungen hat aus diesem Test wirklich eine grosse Herausforderung gemacht !

Wie man es aus der letzten Zeile der Tabelle oben entnehmen kann, gab es bei den 3 Testern spürbare Unterschiede bei der durchschnittlichen Note. Das ist ganz normal und hat natürlich keinen Einfluss auf die Rangliste. Wichtig ist nur, dass jeder während dem ganzen Test gleichmässig bleibt.

Zwei Biere standen klar im Abseits, darunter das Produkt der kleinsten Brauerei im Rennen. In Anbetracht eindeutigen Aromen von Spargeln kann man berechtigte Zweifel an der Qualitätskontrolle bei Turbinen Bräu haben …

Mit seltenen Ausnahmen hatte ich diese Biere zum letzten Mal vor 6 bis 12 Jahren probiert und wusste eigentlich nicht ganz was von diesem Test zu erwarten war. Grundsätzlich – und trotz meinem initialen Vorbehalt – habe ich mehr geschmackliche Unterschiede zwischen den Bieren erwartet. Bezüglich der individuellen Resultate waren für mich die Leistungen von Turbinen Bräu und Locher besonders enttäuschend.

Wie verlässlich dieses Testresultat ist, bleibt – ehrlich gesagt – in Anbetracht der Ähnligkeit der Produkte, unbekannt. Ich werde aber in jedem Fall, vermutlich schon in den nächsten 12 Monaten, diesen Test wiederholen. Dann werden wir eine Antwort haben …

Prost !

Et voilà: une nouvelle année s’est écoulée ! Avant de revenir sur les bières qui ont marqué mon année 2011 dans un prochain article, je vais tout d’abord vous parler de mon mois de décembre.

Après un mois de novembre très pragmatique où je me suis (ef)forcé de cibler les bières de ma cave ayant le plus faible potentiel de garde, celui de décembre a été plus désordonné. Et plus jouissif par la même occasion ! 61 bières en provenance de 15 pays ont peuplé mes longues soirées en ce début d’hiver.

Comme la plupart du temps, c’est la Suisse avec 13 nouvelles bières qui vire en tête, suivie par la Belgique et la Suède avec 7 chacune. Notons parmi les autres pays le Pays de Galle avec 4 bières fort respectables de la brasserie Otley, les Etats-Unis avec 5 bières dont l’Ommegang Three Philosophers (ainsi qu’une autre apparaissant dans mon top 3 et sur laquelle je reviendrai plus loin), l’Ecosse avec notamment 2 solides bières de la brasserie Fyne Ales (Maverick et Highlander) et  4 bières anglaises dont l’excellente Barnsley Gold de Acorn, mais aussi le Danemark qui, en plus d’offrir le vainqueur du mois, marque sa présence avec la Kissmeyer No. 7 Honey Porter, brassée sous contract par Fanø, et la Christianshavn Pale Ale des excellents brasseurs d’Amager.

7 bières suèdoises disais-je donc, grâce bien entendu au légendaire Per Forsgren, mon plus ancien et plus fidèle “trader”. A côté de très bonnes bières issues de brasseries confirmées, comme la Stenstrand Sommar Ale de Nynäshamns et la Harvest Ale de Sigtuna, on trouve également la fort plaisante Jädraöl Trädgårdspilsner en provenance de Jädraås (le tout s’écrivant comme ça se prononce … ou peut-être l’inverse).

La Belgique, sur laquelle je jette un regard condescendant depuis quelques années, s’est rappelée à mon bon souvenir: 7 bières toutes de grande qualité, avec à leur tête la Monk’s Stout de Dupont suivie de deux superbes van Viven, la Blond et l’Imperial IPA.

Quant aux 15 bières suisses, 3 d’entre elles trustent malheureusement le fond du classement; j’y reviendrai plus loin. Le reste ? Surtout du moyen, mais aussi quelques très bonnes choses comme la délicieuse Blackout de Degenbier (qui doit regretter l’annulation du concours “Schweizer Bier des Jahres” …), le solide Barley Wine nommé Holzfass-Bier No 2 signé des thurgoviens de Brauhaus Sternen ainsi que la bière de Noël des excellents Sudwerk, la Santa’s Reserve. A noter également la très respectable Ende de Turbinen qui est à ma connaissance pour l’instant la plus grande brasserie du pays à avoir produit une IPA. Même si cela reste en quantité limitée.

Aborder les flops du mois ne permet malheureusement pas de quitter la Suisse … La Zurich Airport, qui n’a de Brown Ale que le nom, est une bière fort pauvre en goût et qui est offerte comme son nom l’indique dans l’aéroport de Zurich/Kloten. Mais elle n’est pas brassée à cet endroit puisqu’elle est produite par les Argoviens de Kündig-Bräu (habitués à faire mieux, soit dit en passant). Même déception de la part des créatifs brasseurs du Brauage du Garage à la Plage avec leur Eilean, une Scottish Ale brassée avec de la bruyère en lieu et place du houblon. Le résultat n’est pour moi pas au rendez-vous. Mais le sommet (ou plutôt le fond) du mois appartient à la Randenbräu Zwickel de la toute nouvelle brasserie Mondlinger Bräu (située à Flurlingen dans le canton de Zurich) avec une bière totallement immature, trop carbonique et présentant des notes désagréables de légumes.

Nous voici donc finalement arrivé au podium du mois avec un trio représentant parfaitement les pays se trouvant actuellement au sommet de la planète Bière. Par contre, et de manière étonnante, aucune trace ce mois-ci des styles les plus en vogue, tels IPA, Imperial Stout ou autres Sour Ale. Mais reprenons dans l’ordre.

La Temporis de la brasserie italienne Croce di Malto (dans la ville de Trecate au nord du pays) est une bière produite notamment à partir d’herbes et d’épices. Elle développe un arôme très floral et une forte présence en bouche, une respectable amertume ainsi que de longues notes fruitées et épicées dans l’arrière-goût. Elle titre à 6,8% et est superbement équilibrée.

L’excellente brasserie Short’s de Bellaire dans le Michigan frappe à nouveau très fort avec leur impressionnante Sustenance Black Beer. Cette Schwarzbier (si si, c’est une fermentation basse) présente un équilibre fascinant entre son fort houblonnage, ses malts rôtis partant sur le café et un corps bien plus robuste que ne pourrait le laisser supposer ses 6% d’alcool. Une bière qui se laisserait boire par litres !

Les danois et “client brewers” notoires d’Evil Twin sont de retour dans mon palmarès, cette fois-ci sur la plus haute marche du podium, avec une bière dont le nom à lui seul est déjà tout un programme: Soft Xmas aka Pretty Please With A Cherry On Top. Cette bière est une Stout impériale titrant à 10,9% et brassée avec de la vanille et des griottes par la brasserie Amager. On pourrait la classer comme Imperial Stout (ce qui contradirait mon affirmation d’il y a trois chapitres …), mais je rejoins volontiers la décision de Ratebeer de la déclarer comme bière aux fruits, tant l’ajout de cerise à de l’influence sur cette bière. La première gorgée est franchement surprenante tant les composantes de ce breuvage semblent partir dans différentes directions et à cet instant la confusion règne quant à savoir si on va aimer cette bière ou pas. Mais cette période ne dure pas et bien vite, comme par enchantement, les diverses caractéristiques  se rejoignent pour offrir un profil certes inhabituel, mais surtout complexe, robuste et extrèmement plaisant. Une merveille dangereusement buvable, surtout avec un tel degré d’alcool.

cheers !

Ursprünglich plante der Chefbrauer Gerry Farrell mit seiner brandneuen Brauerei Sudwerk in Pfäffikon, eine jährliche Produktion von 500 Hektoliter zu erreichen. So einfach zu schaffen, sollte dies, mit dem durch die beiden Giganten Heineken und Carlsberg geschlossenen Markt, wohl nicht sein.

Kaum wurde aber die erste Flasche abgefüllt (Ende März 2011), kam Mitte Mai eine erfreuliche, allerdings ziemlich erstaunliche Nachricht: Sudwerk erhielt von Coop einen Auftrag über jährlich 180’000 Flaschen ! Die Biere sollen in sämtlichen Filialen in der Deutschschweiz und bei den grösseren Filialen in der Westschweiz verkauft werden. Mittlerweile wurde die Bestellung sogar auf 240’000 Flaschen erhöht !

Wie das ermöglicht wurde, weiss ich nicht; da müsste man Gerry Farrell direkt fragen. Tatsache ist, dass Sudwerk als erste Schweizer Mikrobrauerei es geschafft hat, wo bis jetzt andere, wie zum Beispiel Turbinenbräu, Unser Bier, Aare Bier und BFM, gescheitert sind, nämlich eine schweizweite Distribution ihres Produktes. Und nein! Striker Beer (das “nur” in der Deutschschweiz erhältlich ist) ist keine Mikrobrauerei: die Biere werden bei Falken gebraut.

Fairerweise darf ich aber die Graubündner von Biervision Monstein nicht vergessen: zwei Biere von dieser Mikrobrauerei, die jährlich 2’500 Hektoliter produziert, sind in über 300 Coop erhältlich. Das bringt uns auf dem zweiten wichtigen Punkt: dem Produkt selber.

Vor Sudwerk wurden schweizweit nur die üblichen, meist verkauften Biertypen vertrieben: Lager Hell, Weizen, Märzen, Pils (mit ein bisschen Phantasiekraft…) und … das wär’s langsam ! Es stimmt wohl, dass die zwei Biere von Biervision Monstein in dieser Liste nicht passen. Aber bitte: sowohl das Mungga, ein sogenanntes Kölsch, das man nie an einen Kölner auschenken darf, wie auch das monotone und atypische Stein+Bock haben etwas gemeinsam: die Qualität wurde ausserhalb der Flaschen vergessen.

Was bei Sudwerk also neu ist, ist das Qualität und ungewöhnliche Biertypen zusammenkommen. Und das Ganze wird in der Schweiz gebraut und weit vertrieben.

Das Western Rider, ein American Pale Ale, hat mir wirklich gefallen. Es ist sehr schön zwischen seinen Hopfen- und Malzcharakteristiken ausgewogen, was zu einem charaktervollen und sehr trinkbaren Bier führt. Das Gold Miner ist ein gut gehopftes Golden Ale, das als einzige Schwäche Spuren von Diacetyl zeigt. Das dritte Bier, das bald erhältlich sein sollte, Pioneer Porter, konnte ich noch nicht verkosten. Natürlich ist es nicht “das erste Porter-Bier der Schweiz” wie es regio.ch unwissend berichtet, es ist aber klar das erste Porter, das in der ganzen Schweiz verfügbar ist.

Der Werbespruch von Sudwerk lautet “Schweizerbier mal anders“. Schön und gut. Man muss aber präzisieren, dass das Schweizerbier seit mehreren Jahren “anders” als Lager Hell sein kann. Das haben uns, lange vor Sudwerk, Brauerein wie BFM, Sierrvoise, G48, Haldemann, Brasserie Artisanale de Fribourg, Officina della Birra, Altes Tramdepot, Rappi Bier Factory, Öufi, Faiseurs de Bière, Käppelijoch Bier, Brasserie Artisanale du Dérochet, Trois Dames, Strättligen Bier, BeSte, Degenbier, Sevibräu, Luterbächlihof, l’Enclave, UG-Bräu, Bières de Neuch, Brauerei.sh, UHB, Bief, Schwarzbuebe Bier, unter anderem, bewiesen. Obwohl alle diese Brauereien zusammen kaum 1% des in der Schweiz getrunkenen Biers produzieren, haben sie alle, und gewisse seit 15 Jahren, zu der Erziehung den Schweizer Biertrinkern und der Erneuerung der Schweizer Bierkultur beigetragen. Damit einmal, vielleicht, solche Biersorten nicht mehr als “anders” bezeichnet werden.

Was jetzt ? Interessant wird sicher die Reaktion der Konsumenten sein. Diese scheint jetzt extrem positiv zu sein, man muss aber minimum ein Jahr abwarten, bis Schlüsse gezogen werden können. Ein Erfolg wurde sicher Coop motivieren, weitere “ungewöhnliche” Schweizer Biere im Sortiment zu nehmen. Das könnte eine Chance für einige der oben erwähnten Brauereien sein.

Noch was: Sudwerk muss vorsichtig agieren und mittelfristig nach anderen wichtigen Vertriebskanälen forschen. Eine zu hohe Abhängigkeit an einen Vertreiber ist nicht gesund. Und dies nicht nur wegen einem allfälligen Preisdruck.